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"Die Diagonale gehört nach Graz"

Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber setzen mit dem Diagonale-Festival den Startschuss für das Comeback des kulturellen Lebens. Wir haben mit dem Intendanten-Duo über Drehstopps und den rot-weiß-roten Film gesprochen. 

Höglinger und Schernhuber im Operncafe
© Foto Fischer Halten Graz als Veranstaltungsort der Diagonale hoch: Das Intendanten-Duo Sebastian Höglinger und Peter Schernhuber (v.l.)

Wie hoch war der Stresspegel vor der Diagonale-Eröffnung?

Höglinger: Wir waren emotional geladen, aber im positiven Sinn. Vieles musste im Endspurt noch erledigt werden, aber das Team ist mit so einer Energie an die Sache herangegangen, seit wir wissen, dass das Festival physisch – wenn auch mit Abstrichen – möglich ist.  

Wie ist es gelungen, in Zeiten einer Pandemie die Diagonale 21 auf die Beine zu stellen?

Schernhuber: Die Pandemie hat uns 2020 mit voller Wucht getroffen. Wir mussten die Diagonale zu einem Zeitpunkt absagen, wo sämtliche Programmhefte und Guides gedruckt waren. Wir haben dann auf ein Online-Ersatzprogramm umgesattelt und unter dem Titel „Die Unvollendete“ einzelne Veranstaltungen als Tour nachgeholt. Parallel haben wir begonnen, die Diagonale 21 zu planen. Als klar war, dass das knapp wird, mussten wir schauen, ob eine Verschiebung von März auf Juni überhaupt leistbar ist. Das war ein sehr schwieriges Jahr, wir konnten dann aber Mittel lukrieren.
Höglinger: Was auch eine Rolle gespielt hat bei der Verschiebung, war die Frage, ob die Hotels das mittragen. Unklar war auch, ob die Kinos frei sind. Und auch personell war es schon ein Kraftakt, wenn so viele Kinovorstellungen parallel stattfinden.  

Gab es überhaupt genug Filme für eine Neuauflage?

Schernhuber: Das war nicht von Anfang an sicher. Im ersten Lockdown ist die österreichische Filmwirtschaft produktionsseitig ja völlig stillgestanden. Erst ab dem Sommer konnte wieder produziert werden. Im Winter war dann klar, es gibt genug Filme, wir können ein Festival veranstalten mit neuem Programm und vielen Premieren. 

In Zeiten von Online-Formaten: Wie wichtig ist es, die Diagonale physisch stattfinden zu lassen?

Schernhuber: Das war uns sehr wichtig: Die Diagonale gehört einfach nach Graz, die ganze Stadt profitiert davon – und wir auch.  Unmittelbarkeit, Öffentlichkeit sowie Zufall und Überraschung spielen dabei eine große Rolle.  Wenn am Nebentisch im Gasthaus ein Schauspieler sitzt, ist das ein Gefühl, das kein Online-Format bieten kann.
Höglinger: Das Festival ist eine Drehscheibe. Die Infrastruktur in Graz ist eine ganz besondere mit den Innenstadtkinos, die wir bespielen. Unser Konzept war immer, das Festival aus der Stadt heraus zu entwickeln – da spielen auch Galerien,  Museen, die Musikszene und die Gastronomie eine Rolle.

Zeitgleich findet ja auch das Mountainfilm- und DramatikerInnenfestival statt ...

Schernhuber: Es war klar, dass es zu einer Verdichtung kommt. Uns war aber ganz wichtig, dass wir uns nicht gegeneinander positionieren, sondern einen gemeinsamen kulturellen Auftakt ermöglichen wollen.

Die Diagonale ist auch ein Wirtschaftsfaktor. Wer profitiert abseits von Gastro und Hotellerie noch?

Schernhuber: Wir haben eine Nachhaltigkeitsschiene und ein Partner-Netzwerk von Unternehmen, die in der Region produzieren. So werden etwa unsere Taschen von einer steirischen Firma produziert.
Höglinger: Mit dem Netzwerk gibt es eine hohe Identifikation, und es entstehen laufend neue Kooperationen.

Welche Rolle spielt die Steiermark als Filmland?

Schernhuber: Als Drehort punktet die Steiermark nicht nur mit der Landschaft, sondern auch mit einer guten Service-Infrastruktur. Große Produktionsfirmen wie die EPO-Film kommen aus Graz, das sind echte Brückenbauer.

Höglinger: Ein wichtiges Signal ist auch, dass die Filmpreise vom Land Steiermark dotiert werden. Zudem gibt es in der Steiermark auch zahlreiche Förderinstitutionen wie die Cineart oder die Cinestyria – die Breite ist sensationell, das ist in Österreich einzigartig. 

Welche österreichischen Filme haben Sie geprägt?

Höglinger: „Himmel oder Hölle“ von Wolfgang Murnberger.  Ein  Meilenstein des österreichischen Films – genauso wie „Nordrand“.
Schernhuber: „Ab morgen wird sich alles ändern“ von Andreas Gruber und „Caché“ von Michael Haneke.

Interview: Karin Sattler

Zur Person: Sebastian Höglinger, geboren 1983 in Linz, Studium  Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Viel Erfahrung im Kulturbereich. Seit 2016 Diagonale-Leiter.
Zur Person: Peter Schernhuber, geboren 1987 in Wels, Studium Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Langjährige Erfahrung mit Kulturevents, seit 2016 Diagonale-Leiter.

Steirische Filme auf der Diagonale: Noch bis 13. Juni verwandelt die Diagonale Graz in die Hauptstadt des österreichischen Films. 108 Filme nehmen am Wettbewerb teil. Bei der 24. Auflage des Festivals stehen auch 27 Produktionen mit Bezug zur Steiermark am Programm, so etwa die Spielfilme „Was wir wollten“, „Risiken und Nebenwirkungen“ oder „Die Farbe des Chamäleons“.


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