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"Abholstationen für Bücher sollen legalisiert werden"

Der Fachverband Buch- und Medienwirtschaft fordert eine Lockerung der Corona-Maßnahmen für das Abholen von Büchern. 

Bleiben die Buchhandlungen über die Weihnachtszeit geschlossen, entgehen der Branche bis zu 50 Prozent des Jahresumsatzes.
© jollier/AdobeStock Bleiben die Buchhandlungen über die Weihnachtszeit geschlossen, entgehen der Branche bis zu 50 Prozent des Jahresumsatzes.

Der Lockdown trifft den Handel hart: Gerade die Vorweihnachtszeit sorgt gewöhnlich für volle Läden und klingende Kassen – heuer jedoch herrscht gähnende Leere in den steirischen Geschäften. Besonders betroffen zeigt sich auch die heimische Buch- und Medienwirtschaft, die im November und Dezember gewöhnlich bis zu 50 Prozent ihres Jahresumsatzes erwirtschaftet.

Hohe Portokosten

Die einzige Alternative, um Kunden in diesen Zeiten nachhaltig zu binden, ist der Onlineverkauf – durch Porto und Verpackungsaufwand wird die Ertragssituation dabei allerdings drastisch geschmälert. „Die anfallenden Portokosten stehen in keinem sinnvollen Verhältnis zum Warenwert. Versandgeschäfte mit Büchern ermöglichen daher kaum wirtschaftliche Erträge“, so Spartenobmann und Obmann des Fachverbandes der Buch- und Medienwirtschaft, Friedrich Hinterschweiger. Empörung herrscht im Buchhandel aktuell vor allem auch darüber, dass kontaktlose Abholstationen für Kunden während des Lockdowns von der Regierung untersagt wurden. „Im Gasthaus darf sich auch jedermann sein vorbereitetes Essen abholen und bezahlen“, so Hinterschweiger. Um diese Ungerechtigkeiten einzudämmen, fordert der Fachverband für Buch- und Medienwirtschaft nun eine Legalisierung von Abholstationen.

Die Forderung wurde bereits von Gesundheitsminister Rudolf Anschober zur Kenntnis genommen – aktuell wird geprüft, ob sich eine zufriedenstellende Lösung für alle Parteien finden lässt. 

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