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(Kilo-)Verlust wird zum Gewinn

Mit Beginn der Fastenzeit beginnen der Kampf um die Figur und das Big Business mit dem Verzicht.

Nach den üppigen Gelagen zur Weihnachtszeit und den saftigen Faschingskrapfen heißt es mit Beginn der Fastenzeit für viele Steirer: Ran an oder besser gesagt runter mit dem Speck. Ein Vorhaben, mit dem viele Branchen ihren (Umsatz-)Frühling einläuten: Sportcoaches, Diätologen und Lebensberater haben jetzt Hochsaison, während verschiedene Handelssparten sich ob des zu erwartenden Millionenbusiness bereits die Hände reiben. Allen voran aber sind es die Fitnesstempel, die von der nahenden Bikini-Saison profitieren: "Wer schon nicht den Neujahrsvorsatz zu mehr Bewegung umsetzen konnte, der nutzt die zweite Chance mit der Fastenzeit", erklärt der Sprecher der 178 steirischen Fitnessbetriebe, Martin Wirth. Die Auswahl an Aktivitäten ist enorm und österreichweit sind es knapp 500.000 Menschen, die sich dem kollektiven Schwitzen verschrieben haben - Tendenz steigend.

Schlank durch Schweiß oder "Wunderpille"

Wie man den Pfunden aber am besten den Kampf ansagt? "In kleinen Schritten. Wer von Null auf Hundert geht und sich vornimmt, fünfmal die Woche zu trainieren, wird zwangsläufig scheitern", warnt Wirth. Denn wie bei der Ernährung auch gehe es um eine permanente Änderung des Verhaltens. Sein Tipp: Muskelaufbau. "Ausdauertrainings sind nicht mehr das Thema. Die Kunden setzen auf Krafttraining, da hier der Körper nach kurzen Workouts weiterarbeitet und die Fettpölster schmelzen lässt", erklärt der Profi. Aber der Körper wird nicht nur mit Sport in Form gebracht, besonderes Augenmerk wird auch auf die Ernährung gelegt. Hier reicht der Variantenreichtum von bewusst gesunder Essensumstellung über obskure Diäten bis hin zu ominösen Pharmaversprechen. Wobei die beiden Letzteren - wenn sie schon nicht die Pfunde verringern - zumindest das Geldbörsel schmäler werden lassen.

13,3 Millionen Treffer

Ein Google-Klick auf "Diät" bringt 13,3 Millionen Vorschläge, wie man dank oft hochpreisiger Wundermittel im Schlaf die Traumfigur erreicht. Doch auch wenn man bei Angeboten wie "Zwei Kilo weniger pro Tag" am gesunden Menschenverstand zweifeln sollte: Mit dem Wunsch, dünner zu sein, werden dicke Geschäfte gemacht. Jährlich fließen Milliarden Euro in die Kassen der Schlankmittel- Erfinder, im Vorjahr setzten alleine die deutschen Drogerien 200 Millionen Euro durch den Verkauf von Diätmitteln um. Schlank sein ist im Trend. Gleichzeitig aber zeigt ein Blick auf die Statistik, dass im wohlstandsgenährten Österreich bereits 16 Prozent der Männer und 13 Prozent der Frauen viel zu viel auf die Waage bringen. Die Versuchungen sind einfach oft zu groß und die Regale zu voll. Und auch der Rettungsanker "Light-Produkt" hat sich, wie zahlreiche Studien beweisen, nicht als solcher erwiesen. Dennoch: Die breite Palette an Low-Fat- oder kalorienreduzierten Produkten macht deutlich, dass die Konsumenten weiterhin auf der Suche nach "schlanken" Lebensmitteln sind. Und der Handel macht mit dem Wunsch nach "weniger" schnell "mehr" an Euros. Aber zumindest bei den Milchprodukten zeichnet sich hier eine Trendwende ab. Nachgefragt bei der Ennstalmilch, erklärt Marketingsprecher Ewald Gallob: "Die Richtung geht eindeutig weg von Light-Varianten hin zu proteinangereicherten Produkten. Die Kunden wollen wieder genießen. Sie tun es vielleicht weniger oft, aber dafür bewusster."

Kalorienbomben oder digitale Auszeit 

Bewusste Ernährung ist auch das Stichwort für eine Vielzahl an Fastenvorsätzen (s. Statements unten). Und hier hat bereits das WorldWideWeb die Kalorienbombe bei den "größten Fastenopfern" abgelöst, wie die aktuelle Umfrage der deutschen DAK zeigt. So fällt es vielen leichter, auf Süßes zu verzichten (66 Prozent), als den Online-Konsum ruhen zu lassen (27 Prozent). Eine gute Möglichkeit, das aber zu schaffen, bietet etwa eine Auszeit im Kloster. Pater Gerwig Romierer vom Stift St. Lamprecht: "Immer mehr Menschen nutzen dieses Angebot, um wieder zur Ruhe zu kommen. Im strukturierten Klosteralltag fällt es leichter, sich auf das Wesentliche im Leben zu konzentrieren."


Rückfragen: 
Wirtschaftskammer Steiermark 
Stabsstelle für Kommunikation & Marketing 
redaktion.stwi@wkstmk.at

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