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Windkraftprojekt nimmt Fahrt auf

Auf dem Windsfeld bei Flachau könnten sich 2025 die ersten Windräder Salzburgs drehen. Die Projektentwickler führen neben dem Klimaschutz auch die regionale Wertschöpfung für den Windpark ins Treffen.

Der geplante Standort des Windparks ist nach Ansicht der Projektentwickler durch zwei Stromleitungen landschaftlich massiv vorbelastet.
© Windsfeld GmbH Der geplante Standort des Windparks ist nach Ansicht der Projektentwickler durch zwei Stromleitungen landschaftlich massiv vorbelastet.

Knapp 700.000 € Risikokapital wurden bereits in den geplanten Windpark Windsfeld investiert. Davon gingen nach Angaben der Projektentwicklungs- und Betriebsgesellschaft 500.000 € an Unternehmen aus der Region. "Wir arbeiten mit extrem kompetenten und engagierten Firmen zusammen. Dazu zählen etwa die Gruber-Hofer Metalltechnik GmbH in Altenmarkt, die einen 100 Meter hohen Windmessmast konstruiert und auf 2.000 Metern Seehöhe aufgestellt hat, Stranger Elektrotechnik, HTB, Baumeister Steiner, die M3 ZT GmbH, Heli Austria oder das Vermessungsbüro Langeder“, sagt Markus Kirchner. Er ist nicht nur Obmann der Almgemeinschaft Unterpleissling, die fünf Grundeigentümer und ihre Familien vertritt, sondern auch einer der Geschäftsführer der im Februar 2020 gegründeten Windsfeld GmbH mit Sitz in Radstadt.  

Die Maximierung der lokalen Wertschöpfung sei, so Kirchner, eines der wichtigsten Ziele des Unternehmens und ein Grundpfeiler des Projekts. "Wir bemühen uns sehr, unseren Bedarf vor Ort zu decken und Aufträge an Planer, Baufirmen und Dienstleister aus der Region zu vergeben.“ Das bestätigt auch Geschäftsführer Marcus Scherer. "Mit der Almgemeinschaft Unterpleissling, der Salzburg AG sowie dem St. Johanner Unternehmer Alwin Bubendorfer haben wir drei Salzburger Partner, die zu je 20% an der GmbH beteiligt sind. Das bedeutet, dass die Erlöse des Windparks größtenteils vor Ort bleiben werden.“ In Summe haben die Unternehmer der Windsfeld GmbH nach eigenen Angaben bereits Anlagen mit einer Windleistung von 300 Megawatt errichtet. 

Umweltbericht stimmt zuversichtlich

Nach Ansicht Kirchners ist das Projekt wirtschaftlich darstellbar und voraussichtlich bewilligungsfähig. Er verweist auf den seit kurzem vorliegenden Umweltbericht des Ökoteam-Instituts für Tierökologie und Naturraumplanung in Graz: "Die Experten sind nach einem Jahr intensiver Begutachtung zu dem Schluss gekommen, dass der Windpark bei Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen und Wahrung der ausgewiesenen Tabuflächen keine erheblichen Umweltauswirkungen verursacht.“ Durch einige der vorgesehenen Maßnahmen werde nicht nur das Projekt selbst verträglich gestaltet. „Es würde auch zu deutlichen Verbesserungen bestehender Umweltprobleme kommen“, so Kirchner. 

Markus Kirchner ist Gesellschafter und einer der Geschäftsführer der Windsfeld GmbH.
© Windsfeld GmbH Markus Kirchner ist Gesellschafter und einer der Geschäftsführer der Windsfeld GmbH.

Die Projektbetreiber gehen derzeit von acht Windrädern und einem Investitionsvolumen von rund 50 Mill. € aus. Die genaue Zahl der Anlagen hängt aber von den laufenden Windmessungen ab, die zumindest bis Jahresende dauern sollen. Der Standort auf dem Hochplateau Windsfeld oberhalb des Tauerntunnels sei „in Summe der beste im Bundesland Salzburg“, so Kirchner und Scherer. "Er zeichnet sich durch hervorragende Windverhältnisse aus und ist vom Dauersiedlungsraum aus praktisch unsichtbar. Wir greifen auch nicht in eine unberührte Landschaft ein. Es gibt dort eine massive landschaftliche Vorbelastung durch eine 110-kV- und eine 30-kV-Freileitung.“ 

Die Gemeinde Flachau stehe parteiübergreifend hinter dem geplanten Windpark - ebenso die Nachbargemeinden im Pongau und im Lungau sowie der Regionalverband Pongau. Positive Signale gebe es auch von der Salzburger Landesregierung. "Immerhin könnte mit unserem Projekt ein Drittel der Windkraftziele des Landes erfüllt werden“, betont Scherer. Er hofft, dass das Widmungsverfahren noch heuer gestartet wird. "Sofern es im Rahmen der Stellungnahmen der Verfahrensparteien zu keinem rückwärtsgewandten Nein-Reflex einer rechtlich legitimierten Umweltorganisation kommt, werden wir auf Basis des positiven Umweltberichts rasch den zwingend notwendigen Salzburger Beitrag zur Energiewende leisten können. Im Bestfall könnte der erste Windstrom in vier Jahren produziert werden“, meint der Geschäftsführer. 

Bürgerbeteiligung ist geplant

Um das Projekt noch stärker in der Region zu verankern, wollen die Betreiber gemeinsam mit der Raiffeisenbank Radstadt ein Bürgerbeteiligungsmodell aus der Taufe heben. Derzeit sieht es nach einem Energiesparbuch mit festen Zinssätzen aus. Interessenten hätten so die Möglichkeit, Geld anzulegen, ohne ein Risiko einzugehen“, erklärt Kirchner, der auch im Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Radstadt tätig ist.

Mit dem im Windpark produzierten Strom sollen nicht nur Privathaushalte versorgt werden. Sofern es rechtlich möglich ist, wollen die Betreiber auch die Skigebiete in der Region beliefern. „Wir wollen zu einer Ökologisierung der Bergbahnen beitragen. Die Branche hat erkannt, dass viele ihrer Kunden ein ökologisches Bewusstsein entwickelt haben und mit gutem Gewissen Ski fahren wollen“, betont Kirchner. 

Fakten

  • Der geplante Windpark auf dem Windsfeld würde laut ersten Schätzungen jährlich etwa 120.000 Megawattstunden Energie produzieren. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 30.000 Haushalten im Jahr. 
  • Durch die umweltfreundliche Art der Stromerzeugung würde während der gesamten Laufzeit der Windräder etwa eine Million Tonnen CO2 eingespart werden.
  • Laut dem Dachverband IG Windkraft bringt jedes Windrad 20 Menschen Arbeit - 18 beim Aufbau und beim Anschluss an das Stromnetz und zwei weiteren, die mit Wartung und Betriebsführung beschäftigt sind.


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