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Technologie aus Salzburg soll Augmented Reality zum Durchbruch verhelfen

Der amerikanische Halbleiterhersteller Qualcomm will mit Augmented Reality den Massenmarkt erreichen. Eine wichtige Rolle spielt dabei das im Herbst 2021 übernommene Salzburger Start-up Wikitude.

Eine App von Air BP nutzt die AR-Technologie von Wikitude. Sie soll Fehlbetankungen von Flugzeugen verhindern.
© Air BP/Richard Davies Eine App von Air BP nutzt die AR-Technologie von Wikitude. Sie soll Fehlbetankungen von Flugzeugen verhindern.

Wikitude beschäftigt sich bereits seit 2008 mit der Erweiterung der Realitätswahrnehmung durch digitale Inhalte und ist damit ein Pionier im Bereich Augmented Reality. Das von Philipp Breuss-Schneeweis gegründete Unternehmen entwickelt AR-Software für Smartphones, Tablets und Datenbrillen, die laut eigenen Angaben von rund 40.000 Kunden aus mehr als 180 Ländern genutzt wird.  

Mit den Lizenzgebühren wurde zuletzt ein Jahresumsatz von rund 2,5 Mill. € erzielt. "Unsere Technologie ist in Summe auf über einer Milliarde Handys installiert“, sagt Martin Herdina. Er war ab 2010 Wikitude-Geschäftsführer. Seit der Übernahme der Wikitude GmbH durch den milliardenschweren amerikanischen Halbleiterhersteller Qualcomm im September des Vorjahres ist er als "Senior Director“ tätig.  

Viel mehr als ein Spielzeug

Augmented Reality (AR) ist spätestens mit dem sensationellen Erfolg des Handyspiels "Pokémon Go“ im Jahr 2016 einer breiten Öffentlichkeit bekannt geworden. Die Anwendungsgebiete der Technologie gehen aber weit über den Spielebereich hinaus. "Das reicht von Marketing und Werbung über Schulungen sowie den Handel bis hin zu industriellen Anwendungen wie etwa der Fernwartung von Anlagen“, zählt Herdina auf. "Es gibt Apps, mit denen man sein Wohnzimmer virtuell einrichten kann, interaktive Gebrauchsanweisungen und vieles mehr.“  

Wikitude nimmt im Qualcomm-Konzern die Rolle des weltweiten Kompetenzzentrums für AR-Software ein. "Wir wurden nicht wegen unseres Umsatzes gekauft. Ausschlaggebend waren unser Know-how, das Team und die Zukunftsperspektiven“, meint Herdina.  

Der neue Eigentümer entwickelt AR-Brillen und arbeitet dabei eng mit Microsoft zusammen. „Die Erwartungshaltung ist ganz klar: In den nächsten drei bis fünf Jahren sollen diese Brillen mit unserer Software den Massenmarkt erreichen. Qualcomm rechnet damit, mittelfristig Milliardenumsätze mit dem Thema Augmented Reality zu machen.“ Hartnäckigen Gerüchten zufolge wolle auch Apple vermutlich noch heuer eine Datenbrille präsentieren, so Herdina: „Wenn Apple ein neues Gerät auf den Markt bringt, zielt es immer auf den Massenmarkt ab.“   

Martin Herdina und sein Mitstreiter Philipp Nagele will dazu beitragen, Augmented Reality massentauglich zu machen. Die geballte Finanzkraft des neuen Wikitude-Eigentümers Qualcomm ist dabei eine willkommene Unterstützung.
© Wikitude Martin Herdina (links) und sein Mitstreiter Philipp Nagele wollen dazu beitragen, Augmented Reality massentauglich zu machen. Die geballte Finanzkraft des neuen Wikitude-Eigentümers Qualcomm ist dabei eine willkommene Unterstützung.

Qualcomm setze auch bei seiner neuen, offenen Plattform "Snapdragon Spaces“ ganz auf die Technologie von Wikitude. "Die Plattform ermöglicht es Agenturen und anderen Firmen, Anwendungen für Datenbrillen und Smartphones zu entwickeln“, erklärt Herdina. Weitere gemeinsame Projekte seien bereits in Vorbereitung.  

Standort wird ausgebaut

Der Standort Salzburg sei durch den Eigentümerwechsel gestärkt worden. "Wir haben innerhalb von zwei Monaten den Personalstand von 30 auf 35 erhöht. Das dafür notwendige Budget hätten wir früher nicht gehabt“, sagt Herdina. Heuer sollen weitere neue Mitarbeiter aufgenommen werden. "Wenn die Strategie von Qualcomm aufgeht, wird sich die Größe des Teams in den kommenden Jahren verdoppeln oder sogar verdreifachen“, so Herdina.

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