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WIKARUS 2019: Das sind die Preisträger

Zum elften Mal wurde im WIFI Salzburg der Salzburger Wirtschaftspreis - WIKARUS vergeben. Die bedeutendste Auszeichnung für herausragende unternehmerische Leistungen im Bundesland Salzburg wird von WKS und Land Salzburg getragen und von den Partnern Salzburger Sparkasse, Salzburger Nachrichten und dem ORF-Landesstudio unterstützt.

WIKARUS 2019
© WKS/Neumayr

Zwei hochkarätige Jurys haben in den drei Kategorien jeweils fünf Unternehmen nominiert. Die Sieger wurden bei der Preisverleihung präsentiert: Es sind die Geislinger GmbH aus Hallwang (Kategorie „Unternehmen des Jahres“), die Eisenwerk Sulzau-Werfen, R. & E. Weinberger AG aus Tenneck (Kategorie „Innovation“) und die cognify KG aus der Stadt Salzburg (Kategorie „Unternehmensgründung“). Gertraud und Matthias Ramsauer, Gründer der ERA Elektrotechnik Ramsauer GmbH mit Sitz in Wals, wurden für ihr unternehmerisches Lebenswerk ausgezeichnet.  

Das Unternehmen des Jahres heißt Geislinger GmbH

Die Sieger von der Geislinger GmbH (v. l.): Alexander Steinacher, Matthias und Cornelius Geislinger.
© WKS/Hauch Zum "Unternehmen des Jahres" wurde die Geislinger GmbH gewählt (v. l.): Alexander Steinacher, Matthias und Cornelius Geislinger.

In der Kategorie „Unternehmen des Jahres“ wurden in erster Linie die Erfolge des vergangenen Jahres, die Innovationskraft, die Unternehmenskultur und die regionale Bedeutung der teilnehmenden Betriebe bewertet. Dabei erzielte die Geislinger GmbH aus Hallwang die höchste Zustimmung in der Jury. Geislinger ist Weltmarktführer bei großen Drehschwingungsdämpfern und Stahlfederkupplungen - Technologien, die in der Schifffahrt, bei Windkraftanlagen, Minenfahrzeugen und bei Bahnanwendungen zum Einsatz kommen. Das Unternehmen feierte im vergangenen Jahr sein 60-jähriges Bestehen. „Nicht jedes Unternehmen erreicht dieses Alter und das zeigt auch wie nachhaltig und langfristig das Handeln des Familienunternehmens ausgerichtet ist“, sagt Geschäftsführer Cornelius Geislinger, der mit Matthias Geislinger den Betrieb in dritter Generation leitet. Außerdem investiert das Unternehmen derzeit so viel wie noch nie in der Firmengeschichte in die Digitalisierung der Fertigung. Der Großteil der Investitionen fließt in die österreichischen Standorte, was wiederum die große Verbundenheit der Geislinger GmbH zum Standort unterstreicht. Aufgrund der hohen Innovationskraft und der Zuverlässigkeit des Unternehmens, konnte man sich als Entwicklungspartner für Großmotorenhersteller etablieren und die dominierende Marktposition immer wieder behaupten.

Den zweiten Platz belegte die Voglauer Gschwandtner & Zwilling GmbH aus Abtenau. Das Unternehmen ist Innovationsführer im Bereich Naturholzmöbel und bietet Hotelausstattungskonzepte im 4- und 5-Stern-Segment an. Es hat ebenfalls eine Investitionsoffensive in Bezug auf Industrie 4.0 gestartet. Neben dem hohen Automatisierungsgrad spielt aber auch handwerkliches Können eine große Rolle beim Tennengauer Leitbetrieb, der auch ein wichtiger Arbeitgeber und Ausbildner in der Region ist.

Auf Platz drei landete die IMLAUER Hotel & Restaurant GmbH aus der Stadt Salzburg. IMLAUER konnte im vergangenen Jahr den Umbau und die Renovierung des Traditionshauses IMLAUER Hotel Pitter abschließen und ist nun das größte Hotel- und Restaurantunternehmen im Land Salzburg mit 900 Betten, 2.000 Restaurantsitzplätzen und 280 Mitarbeitern. Ende 2018 wurde außerdem ein Mitarbeiterhaus mit 18 Wohnungen angekauft.

Peter Grünwald, Geschäftsführer der Voglauer Möbelwerke, die den zweiten Platz belegten.
© WKS/Hauch Peter Grünwald, Geschäftsführer von Voglauer Möbel, die den zweiten Platz belegten.
Georg (links) und Thomas Imlauer erreichten mit der IMLAUER Hotel & Restaurant GmbH den dritten Platz.
© WKS/Hauch Georg (links) und Thomas Imlauer erreichten mit der IMLAUER Hotel & Restaurant GmbH den dritten Platz.

 

Nominiert waren außerdem die SIG Combibloc GmbH & Co KG aus Saalfelden (4. Platz), die sich auf Verpackungssysteme spezialisiert hat und die Daniel Oppeneiger KG aus Radstadt (5. Platz), ein Spielwarengeschäft, das mit seinem straffen Sortiment und Top-Beratung punktet.

Neue Werkstoffe von Eisenwerk Sulzau-Werfen sind beste Innovation

Das Eisenwerk Sulzau siegte in der Kategorie Innovation (v. l:): Armin Paar, Bernhard Wicho, Georg Hemetsberger und Hubertus Weinberger.
© WKS/Hauch Das Eisenwerk Sulzau siegte in der Kategorie "Innovation" (v. l:): Armin Paar, Bernhard Wicho, Georg Hemetsberger und Hubertus Weinberger.

Innovationsgrad, unternehmerische Leistung und Auswirkungen des neuen Produktes bzw. der Dienstleistung auf den Markt. Das waren die wichtigsten Kriterien, die die Jury in der Kategorie „Innovation“ bewertet hat. Den Sieg sicherte sich die Eisenwerk Sulzau-Werfen, R. & E. Weinberger AG aus Tenneck, die in einem aufwändigen Entwicklungsprozess eine völlig neue Werkstoffgruppe hergestellt hat. Dadurch können Arbeitswalzen gefertigt werden, die verschleißfest sind, jedoch auch weiche, schmierende Anteile mit geringer Klebeneigung haben. „Eigentlich zwei Eigenschaften, die sich metallurgisch ausschließen“, betont ESW-Entwicklungsingenieur Armin Paar. Dennoch sei es gelungen, diese Merkmale in einer Walze zu vereinen. Die Innovation erhöht die Lebensdauer der Walzen deutlich, vermindert Transport- und Schleifkosten und schont dadurch auch die Umwelt. Mit dieser Entwicklung, für die Grundlagenforschung nötig war, festigt das Eisenwerk Sulzau Werfen nachhaltig seine Stellung als Technologieführer in diesem Nischenmarkt.

Platz zwei ging an die CUBES GmbH aus der Stadt Salzburg. Der Betrieb hat einen neuen, Industrie-4.0-tauglichen Prozess für den Guss von Formteilen erarbeitet, der schneller, effizienter und umweltfreundlicher ist als der herkömmliche Prozess. Die Technologie kommt vor allem in der Luftfahrt und in der Autoindustrie zum Einsatz. Die CUBES GmbH wurde kürzlich mit dem Staatspreis für Digitalisierung in der Kategorie „Digitale Transformation“ ausgezeichnet.

Dahinter belegte die Commend International GmbH, ebenfalls aus der Stadt Salzburg, den dritten Platz. Die Experten für Gegensprechanlagen und Kommunikationstechnik haben das intuitiv bedienbare Gegensprechanlagensystem Concerto entwickelt. Es kann neben dem Normalbetrieb im Notfall Fluchtwege anzeigen oder ermöglicht Sprachdurchsagen durch Sicherheitspersonal oder Einsatzkräfte. Außerdem können Hinweise und Werbenachrichten eingeblendet werden.

Karl Wagner (links) und Florian Strobl belegten mit der CUBES GmbH den zweiten Platz.
© WKS/Hauch Karl Wagner (links) und Florian Strobl belegten mit der CUBES GmbH den zweiten Platz.
Platz drei für Johann Linortner und Martin Gross von der Commend International GmbH.
© WKS/Hauch Platz drei für Johann Linortner und Martin Gross von der Commend International GmbH.


Platz vier sicherte sich die SIGMATEK GmbH & Co KG aus Lamprechtshausen mit einem besonders leistungsfähigen kabellosen WLAN-Touchpanel vor der Blumatix Consulting GmbH aus der Stadt Salzburg, die ein auf künstlicher Intelligenz basierendes System zur Erfassung von Rechnungen entwickelt hat.

„Daten-Freaks“ von cognify KG gewinnen Gründerpreis

Die cognify KG ist heuer die beste Unternehmensgründung (v. l.): Norbert Walchhofer Wolfgang Lausenhammer Marvin Schubert Christina Kastner Veronika Haaf.
© WKS/Hauch Die cognify KG ist heuer die beste Unternehmensgründung (v. l.): Norbert Walchhofer Wolfgang Lausenhammer Marvin Schubert Christina Kastner Veronika Haaf.

Das Wachstumspotenzial und die Erfolgschancen, die Marketingstrategie und die wirtschaftliche Leistung, darauf haben die Jurymitglieder bei den Einreichungen in der Kategorie „Unternehmensgründung“ besonders geachtet. Das Rennen machten die - wie sie sich selbst bezeichnen - „Daten und Machine-Learning-Freaks“ der cognify KG aus der Stadt Salzburg. Als erste Data Science Agentur in Salzburg sind die beiden Gründer Norbert Walchhofer und Wolfgang Lausenhammer Vorreiter auf dem Gebiet der datengetriebenen Lösungen. „Viele Unternehmen verfügen bereits über eine große Menge an Daten. Diese kann man nützen, um vor allem eintönige Arbeiten zu automatisieren“, erklärt Walchhofer. „Mit unseren maßgeschneiderten datengetriebenen Lösungen können wir die Wertschöpfung und die Wettbewerbsfähigkeit unsere Kunden heben“, ergänzt Lausenhammer. Der cognify KG sei es gelungen, neue Technologien mit einem sehr erfolgreichen Geschäftsmodell zu kombinieren und mit ihren Dienstleistungen den heimischen Betrieben Zugang zu diesen Technologien zu verschaffen, lobte die Jury.

Den zweiten Platz belegte die Polycular OG aus Hallein. Die Gaming-Experten wollen die Art und Weise, wie wir lernen völlig verändern. Dazu benützen sie neue Technologien wie Virtual Reality, künstliche Intelligenz oder Augmented Reality und neue Formate wie Escape Rooms. Das vielfach ausgezeichnete Unternehmen will eine der ersten Adressen für Next-Generation-E-Learning im deutschsprachigen Raum werden. 

Platz drei sicherte sich die Metallidee GmbH aus Bischofshofen. Die Stahlbauexperten können fast alles bauen. Fahrende Dachflächen speziell für die Gastronomie sind eine Spezialität des Hauses, also wenn sich etwa ein Restaurant per Knopfdruck in eine Terrasse verwandeln soll. Für eine Open-Air-Kuppel auf einem Leuchtturm auf der englischen Insel Guernsey wurde das Unternehmen 2015 mit dem Salzburger Handwerkspreis prämiert.

Platz zwei für die Polycular OG (v. l.): Thomas Leyer-Wagner, Robert Praxmarer.
© WKS/Hauch Platz zwei für die Polycular OG (v. l.): Thomas Leyer-Wagner, Robert Praxmarer.
Die Metallidee GmbH sicherte sich den dritten Platz (v. l.):Anita Wimmer, Georg Gsenger, Emanuel Fröhlich, Florian Kössner.
© WKS/Hauch Die Metallidee GmbH sicherte sich den dritten Platz (v. l.):Anita Wimmer, Georg Gsenger, Emanuel Fröhlich, Florian Kössner.


Den vierten Platz holte sich die IOVAVUM Business Solutions GmbH aus der Stadt Salzburg mit einer besonders innovativen Software für Transportlogistik vor der Meinhart & Heldele GmbH ebenfalls aus der Stadt Salzburg, die Services für Kommunikationstechnik anbietet.

Gertraud und Matthias Ramsauer für unternehmerisches Lebenswerk geehrt

Der Preis für ein unternehmerisches Lebenswerk, der von WKS und Land Salzburg vergeben wird, ging heuer an Gertraud und Matthias Ramsauer, Gründer der ERA Elektrotechnik Ramsauer GmbH in Wals. Das Unternehmerehepaar hat aus einem Zwei-Personen-Unternehmen einen Betrieb mit 230 Mitarbeitern und fünf Standorten gemacht. ERA ist heute Komplettanbieter im Schaltschrankbau. Ein Teil des Erfolgs des Betriebs liegt in der Kombination dieser beiden Unternehmerpersönlichkeiten. Matthias ist ein geradliniger Unternehmer und hervorragender Techniker, Gertraud versteht es gut, mit Menschen umzugehen und kümmert sich sehr erfolgreich um den Verkauf.

Matthias und Gertraud Ramsauer, Gründer der ERA-Elektrotechnik-Ramsauer GmbH wurden für ihr unternehmerisches Lebenswerk ausgezeichnet.
© WKS/Hauch Matthias und Gertraud Ramsauer, Gründer der ERA-Elektrotechnik-Ramsauer GmbH wurden für ihr unternehmerisches Lebenswerk ausgezeichnet.

Die Firmengeschichte beginnt 1966 mit der Gründung eines Elektroinstallationsunternehmens mit einem Geschäftslokal in Abtenau. 1973 übersiedelt man in ein größeres Geschäft im Ort. Da in der Region die Bautätigkeit im Winter nur eingeschränkt möglich ist, sucht man sich ein neues Standbein. Das findet man 1981 in der Herstellung von Verteiler- und Schaltschränken. Vom damals in Konkurs gegangenen Marktführer, einem Salzburger Unternehmen, übernimmt man das Know-how. Das Geschäft mit den Verteiler- und Schaltschränken entwickelt sich so gut, dass das Unternehmen mehr Platz benötigt, den es schließlich in Wals findet. Es werden eine Produktions- und Lagerhalle und 1993 ein Bürogebäude gebaut. Viele Mitarbeiter pendeln seitdem mit Bussen aus dem Lammertal nach Wals. 1994 erfolgt die Umgründung des Unternehmens in eine GmbH. Neben Matthias sen. und Gertraud Ramsauer werden die Söhne Matthias jun. und Peter Ramsauer Gesellschafter. 2001 ziehen sich die Eltern aus dem operativen Geschäft zurück und die Söhne übernehmen das Geschäft. 2014 steigt schließlich auch der älteste Sohn, Dr. Andreas Ramsauer, in das Unternehmen ein. Die Produktionsfläche in Wals wird im Laufe der Jahre von 5.000 auf 20.000 Quadratmeter erweitert. 2008 beteiligt man sich zudem mit 60% der Anteile an der Firma EPG Elektrotechnik GmbH mit 90 Mitarbeitern in Linz, die vorwiegend auf den Schwerindustriebereich, den Steuerungsbau und den Export spezialisiert ist, während ERA in erster Linie auf Gebäudetechnik setzt. Auch wenn das Gründerehepaar jetzt mehr Zeit für seine Hobbys hat - Matthias sen. ist nach wie vor von Technik begeistert, während es Gertraud immer wieder in die Berge zieht - sind die beidem dem Unternehmen auch heute noch eng verbunden. 

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