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Wie Betriebsübergaben gut gelingen können

Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist ein wichtiger Prozess in der Lebensspanne eines Unternehmens. Die Wirtschaftskammer hilft dabei, dass dieser Prozess für alle Beteiligten best­möglich gelingt.

Das Team des WKS-Gründerservice, Sandra Prommegger und Mag. Peter Kober, stehen gemeinsam mit externen Experten auch für Fragen zur Betriebsübergabe zur Verfügung.
© WKS/wildbild Das Team des WKS-Gründerservice, Sandra Prommegger und Mag. Peter Kober, stehen gemeinsam mit externen Experten auch für Fragen zur Betriebsübergabe zur Verfügung.
45 Jahre lang hat Barbara Auzinger ihren Friseursalon am Ginzkeyplatz in der Stadt Salzburg geführt, bevor sie ihn mit 1. Jänner 2018 an ihre Mitarbeiterin Melanie Graf übergeben hat. Beide haben davon profitiert. Die ehemalige Chefin weiß ihren Betrieb in besten Händen und hilft sogar einmal pro Woche aus. Die neue Firmeninhaberin hat die Chance beim Schopf gepackt, kann nun ihren Traum verwirklichen und nach wie vor auf die Unterstützung ihrer Vorgängerin zählen.  

Ein Beispiel für eine gelungene Betriebsübergabe, aber leider nicht die Regel. Denn die Unternehmensnachfolge hat durchaus ihre Tücken und kann für Betriebe im schlimmsten Fall sogar existenzgefährdende Folgen haben.

Im vergangenen Jahr sind in Salzburg 472 Unternehmen übergeben worden, Geht man pro Betrieb von durchschnittlich zehn Mitarbeitern aus, dann sind von der Thematik 4.500 bis 5.000 Arbeitsplätze pro Jahr betroffen. Betriebe werden in der Regel an ein Mitglied der Familie, an einen langjährigen Mitarbeiter oder an einen externen Unternehmer übergeben. Die meisten Übergaben fanden 2017 im Tourismus statt, gefolgt vom Gewerbe und Handwerk.

Hafner- und Fliesenlegermeister Andreas Ebner jun. hat den gleichnamigen Familienbetrieb in Elsbethen von seinem Vater, Landesinnungsmeister Andreas Ebner sen., übernommen. „Mein Bruder und ich, wir sind mit dem elterlichen Betrieb groß geworden. Wir durften früh auf Baustellen mitfahren und das Handwerk kennenlernen“, erzählt er.
Nach der Steinmetzschule in Hallein folgte die Lehre im Betrieb, die Meisterprüfung und ein Universitätslehrgang zum Business-Manager am WIFI Salzburg. 

„Obwohl die Eltern uns Kindern nie etwas in den Weg legten, erfolgte die Betriebsübergabe über einen längeren Zeitraum hinweg und mit Hilfe eines Experten, denn ohne Plan wird es schwierig.“
Andreas Ebner jun.

Den wird er wohl auch wieder brauchen, wenn sein jetzt eineinhalb Jahre alter Sohn Gregor Andreas Ambitionen auf die Übernahme des Betriebs haben sollte. „Natürlich möchte man, dass der Sohn dann in der vierten Generation den Betrieb übernimmt, aber ich möchte ihn nicht von vorneherein in diese Rolle drängen“, sagt Ebner. 

Mitarbeiterin Melanie Graf (links) hat den Friseurbetrieb in der Stadt Salzburg von ihrer ehe­maligen Chefin ­Barbara Auzinger übernommen.
© WKS/wildbild Mitarbeiterin Melanie Graf (links) hat den Friseurbetrieb in der Stadt Salzburg von ihrer ehe­maligen Chefin ­Barbara Auzinger übernommen.
ndreas Ebner jun. hat den Hafner- und Fliesenlegerbetrieb in Elsbethen von seinem Vater Andreas Ebner sen. übernommen.
© Auer Andreas Ebner jun. hat den Hafner- und Fliesenlegerbetrieb in Elsbethen von seinem Vater Andreas Ebner sen. übernommen.

Genügend Vorlaufzeit für die Übergabe planen

Für eine erfolgreiche Übergabe braucht es eine ausreichende Vorlaufzeit.

„Je nachdem sollte man schon zwischen eineinhalb bis drei Jahre, einkalkulieren und bereits in einer frühen Phase Beratungsdienste in Anspruch nehmen, um eine Strategie zu entwickeln. Wird das Thema zu spät angegangen, fehlt oft der Gestaltungsspielraum.“
WKS-Experte Mag. Peter Kober. 

Die WKS begleitet den Prozess mit einer Handvoll bestens ausgebildeten externen Experten, die über langjährige Erfahrung in der Begleitung von Betriebsübergaben verfügen. Das Beratungsangebot soll in den kommenden Monaten noch stärker regionalisiert werden.
Denn die dabei zu beachtenden Themenbereiche können sehr weit gefächert sein. Neben psychologischen und betriebswirtschaftlichen Aspekten können sich in diesem Zusammenhang auch Fragestellungen aus den verschiedensten Rechtsbereichen wie Zivilrecht, Erbrecht, Sozialversicherungsrecht und dem Steuerrecht ergeben. „Wir wollen als objektive Beratungsinstanz dem Übergeber und dem Übernehmer den roten Faden für eine gute Übergabe vorgeben und aufzeigen, wer in welchem Bereich helfen kann, sei es der Rechtsanwalt, der Notar oder der Steuerberater“, betont Kober.

Gerade bei Übergaben in Familienbetrieben, wo oftmals das Loslassen der älteren Generation nicht ganz einfach ist, hat man etwa mit einfachen Maßnahmen gute Erfahrungen gemacht. „Beispielsweise durch die Trennung von Besitz- und Betriebsgesellschaft. Der Betrieb bleibt im Besitz des Seniorchefs und die Jugend führt das Hotel zu gewissen Bedingungen. Das entschärft die Situation“, sagt Kober.

Eine Übernahme ist aber nach wie vor auch eine gute Alternative zur Firmengründung. „Der Übernehmer kann auf eine gesunde Struktur mit einem bestehenden Kundenstock und erfahrenen Mitarbeitern aufbauen“, erklärt Kober.

Mit Nachfolgebörse, Leitfaden und Beratung erfolgreich übergeben

Ein bewährtes und erfolgreiches Instrument für alle, die ihren Betrieb übergeben wollen, oder jene, die an einer Übernahme interessiert sind, ist etwa die Nachfolgebörse www.­nachfolgeboerse.at. „Unter mehr als 1.000 Inseraten kann man auf dem Online-Marktplatz anonym den richtigen Betrieb für die eigene unternehmerische Laufbahn oder eine Nachfolge finden“, erklärt Kober.

Über die zentralen Herausforderungen einer Übernahme bzw. Übergabe informiert auch der „Leitfaden zur Betriebsnachfolge“, der auf wko.at zum Download zur Verfügung steht.


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