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Welthandel infiziert: Über 30.000 Erste-Hilfe-Beratungen

In Zeiten von Covid-19 sind auch die WKS-Fachbereiche Handelspolitik und Außenwirtschaft sowie die Sparte Transport und Verkehr enorm gefordert. So gab es bisher über 30.000 Beratungen zu Themen wie Grenzverkehr, Einreisebestimmungen und Lieferketten.

Das Team (v. l.): Mag. Brigitte Prochaska, Mag. Adelheid Költringer, Bereichsleiter Mag. Thomas Albrecht, Dr. Claudia Dorninger, Nadine Troppe und Susanne Gumpold.
© WKS/wildbild Beste Beratung in Coronazeiten vom WKS-Fachbereich Handelspolitik und Außenwirtschaft (v. l.): Mag. Brigitte Prochaska, Mag. Adelheid Költringer, Bereichsleiter Mag. Thomas Albrecht, Dr. Claudia Dorninger, Nadine Troppe und Susanne Gumpold.

Im Frühjahr 2020 schwappte das Coronavirus von China über Italien und Frankreich auf Österreich und Resteuropa über und verbreitete sich in rasanter Geschwindigkeit quer über den ganzen Globus. Mitte März wurde binnen weniger Tage die weltweite Reisefreiheit unterbrochen. Grenzkontrollen, Zusatzformulare zum Grenzübertritt, Covid-Tests und Quarantänebestimmungen wurden im Eiltempo zur Pflicht und haben nicht nur die Reisefreiheit in einem noch nie dagewesenen Ausmaß eingeschränkt, sondern auch Lieferketten schwer gestört. Selbst Reisen innerhalb Europas waren in den vergangenen Wochen nahezu unmöglich. 

WKS als verlässliches Navi im Reiseverkehr

Durch Grenzschließungen wurde auch der Verkehr über das „Kleine Deutsche Eck“ lahmgelegt. „Mitte März sind in unserem Fachbereich im Minuten-Takt Anfragen zu den österreichischen Grenzkontrollen bzw. den Einreisevorschriften verschiedenster EU-Länder und Drittstaaten eingelangt“, sagt Mag. Thomas Albrecht, Leiter des Bereichs Handelspolitik und Außenwirtschaft. Die häufigsten Fragen waren beispielweise: Welche Einschränkungen müssen bei der Entsendung von Mitarbeitern oder Warenlieferungen an den Grenzen beachtet werden? Können die ausländischen Partner noch produzieren und liefern oder sind diese ebenfalls von Lockdowns betroffen? Welche Wirtschaftshilfen können für Niederlassungen weltweit in Anspruch genommen werden? Eine zentrale Frage war jedoch der Grenzverkehr zwischen Salzburg und Deutschland. 

Unterstützung bei Personalplanung

Einer der Hilfesuchenden war Norbert Steiner von der DHF-Dächer, Hallen, Fassaden Gesellschaft m. b. H. in der Stadt Salzburg und Verantwortlicher für Rechnungswesen, Controlling und Personalverrechnung: „Wir sind Industriehallenbauer im deutschsprachigen Raum und beschäftigen Mitarbeiter aus Polen und der Slowakei. In der Corona-Akutphase hatten wir daher viele Fragen zu den Ein- und Ausreisebestimmungen an den Grenzen. Von den Mitarbeitern der WKS wurden wir äußerst engagiert unterstützt und erhielten immer rasch Informationen, was uns enorm bei der Baustellenplanung geholfen hat. So konnten wir die Zeiten, wo unsere Mitarbeiter aus Polen und der Slowakei nicht über die Grenze kamen, mit überlassenen Arbeitskräften aus Österreich überbrücken und alles rechtzeitig organisieren. Ohne die Hilfe der WKS wäre die Personalplanung in dieser Form nicht möglich gewesen.“

Beratungen mit weltweiten Echtzeitdaten

Die Covid-Krise hat noch deutlicher aufgezeigt, wie stark die Salzburger Wirtschaft mit Partnerstaaten wirtschaftlich weltweit verflochten ist. „Mit Unterstützung der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich konnten wir binnen weniger Tage sämtliche Einreisebestimmungen verschiedenster Staaten am Corona-Infopoint (wko.at/corona) darstellen. Die hohe Frequenz von Anfragen hat uns sehr gefordert. Als zusätzliches Service haben wir für unsere Mitglieder während der akuten Covid-Phase die Beratungszeit von Montag bis Sonntag ausgedehnt. Unser Fachbereich hat in enger Zusammenarbeit mit der Sparte Transport und Verkehr der WKS zur Aufrechterhaltung des Außenhandelsverkehrs bzw. Sicherstellung der Mobilität grenzüberschreitender Arbeitskräfte über 30.000 Beratungen durchgeführt“, resümiert Albrecht.  

Besonders zu Beginn der Krise herrschte bei Unternehmen und Beschäftigten große Verunsicherung, ob und wie Exporttätigkeiten weiter ausgeführt werden können. Während der Corona-Akutphase konnten die Serviceleistungen für die Salzburger Exportwirtschaft uneingeschränkt angeboten werden. Beispielsweise wurden in diesem Zeitraum über 4.000 Exportdokumente (Ursprungszeugnisse und andere Bescheinigungen für den internationalen Warenverkehr) ausgestellt.

Mag. Thomas Albrecht
© WKS/Hechenberger
„Damit haben wir sichergestellt, dass der Warenverkehr so gut wie möglich aufrechterhalten bleibt und Exportaktivitäten nicht abreißen, sondern weiter ausgebaut werden können“, erklärt Albrecht. Für die Exportwirtschaft war besonders wichtig, dass die Grenzen für den Güterverkehr ohne gröbere Einschränkungen passierbar waren. „Darüber hinaus konnten wir erreichen, dass die Durchfahrt über das Kleine und Große Deutsche Eck Ende April wieder möglich wurde. Offene Grenz- und Verkehrswege sind letztendlich die Lebensader für die Wirtschaft“, betont Albrecht. 


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