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Unternehmen begrüßen einhellig die neue Informatik-HTL im Pongau

Fast 90% der Betriebe halten den Standort im Pongau für sinnvoll und sehen hohen Bedarf an Informatik-Fachkräften. Die Job-Chancen für die Absolventen sind hoch!

„Jetzt erfolgt der Startschuss für die Informatik-HTL in St. Johann. Alle Vorarbeiten und Studien dazu wurden abgeschlossen. Der Bedarf in der Wirtschaft ist dafür enorm, die Berufsaussichten für die Absolventen hervorragend“, betonte Dr. Manfred Pammer, Direktorstellvertreter der WKS und Geschäftsführer der Sparte Industrie anlässlich der Start-Pressekonferenz am 2. November. „Wir kommen mit der Schaffung einer eigenen Informatik-HTL den drängenden Wünschen der Wirtschaft nach, in diesem Sektor die Ausbildung zu verstärken.“ Darum habe die WKS die Initiative ergriffen und in enger Abstimmung mit dem Landesschulrat von Salzburg und der Industrie die notwendigen Vorarbeiten geleistet.

Manfred Pammer verweist auf die große Zustimmung aus der Wirtschaft für dieses Projekt, die vom Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft (ibw) bei 130 Industrie- und IT-Unternehmen erhoben wurde:

  • 88,5% der befragten Unternehmen halten eine Informatik-HTL im Pongau für sinnvoll, 55,8% sogar für „sehr sinnvoll“. Nur 5,8% der Unternehmen meinten, eine HTL mit Standort im Pongau sei weniger sinnvoll. 
  • Die Beschäftigungschancen von HTL-Absolventen im Informatik-Bereich werden als sehr hoch betrachtet. Der jährliche Bedarf wird von den befragten Unternehmen auf insgesamt mehr als 220 Mitarbeiter eingeschätzt. 
  • 40,2% der Betriebe sind derzeit von einem Mangel an IT-Kräften stark betroffen, weitere 25,9% sehen sich als teilweise betroffen. 
  • Nahezu alle Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligt haben, erwarten einen stark steigenden Bedarf an Informatik-Fachkräften in den nächsten drei bis fünf Jahren. Eine ergänzende Modellrechnung des ibw schätzt sogar, ausgehend vom Jahr 2011, dass sich der Bedarf an IT-Fachkräften bis zum Jahr 2030 sogar mehr als verdoppeln wird.

Manfred Pammer: „Es ist davon auszugehen, dass die Absolventen der Informatik-HTL von den Salzburger Betrieben stark nachgefragt werden.“ Die Wirtschaftskammer Salzburg verstehe sich als Standortkammer mit hohem bildungspolitischem Engagement: „Salzburgs HTL sind, so wie unsere Tourismusschulen, hervorragende Berufsbildende Höhere Schulen. Wir helfen im Interesse unserer Betriebe dabei mit, dass dieser Sektor noch stärker wird.“

Unternehmen befürworten ausdrücklich die Informatik-HTL Pongau

Für Hansjörg Weitgasser, IT-Experte, Werbeagentur Algo, und Obmann der Berufsgruppe IT in der Fachgruppe UBIT, ist die Informatik-HTL in St. Johann für den regionalen Arbeitsmarkt enorm wichtig: „Die Informatik-HTL in St. Johann ist ein Riesenschritt nach vorne für die Betriebe des Pongaus und benachbarter Bezirke. Unsere an Informatik interessierten jungen Leute zieht es in den Ballungsraum Salzburg, für die Pongauer Betriebe ist es dann nur mehr sehr schwierig, sie zurück zu holen. Mit einer eigenen HTL und damit verbundenen Praktika haben auch wir wieder eine Chance im Wettbewerb um Talente.“

Ing. Mag. (FH) Gerhard Haider, CEO der conova communications GmbH:

„Als Wirtschaftstreibende ist uns jede Initiative willkommen, die zu mehr Informatik-Fachkräften führt. Hier herrscht ein sehr starker Mangel, der uns im weiteren Wachstum hindert. Je näher der Ausbildungsstandort an der Wohnstätte liegt, desto attraktiver wird es für junge Leute, eine Technikausbildung zu absolvieren. Der Standort im Pongau hat darüber hinaus für alle Betriebe in den südlichen Bezirken den Vorteil, ausgebildete Programmierer und IT-Fachkräfte mit einem Vor-Ort-Wohnsitz zu beschäftigen und damit das Pendeln zu reduzieren. Wesentlich ist auch, dass die Ausbildungsschwerpunkte mit den umliegenden HTL abgestimmt werden, um hier keine direkte Konkurrenzsituation zu schaffen und auch den Spezialisierungsgrad zu erhöhen.“

Manfred Santner, Geschäftsführer Liebherr Werk Bischofshofen GmbH:

„Der kontinuierliche Nachwuchs an technischen Fachkräften ist für die Entwicklung unseres konzernweiten Kompetenzzentrums für die Produktlinie Radlader in Bischofshofen von elementarer Bedeutung. Die Spezialisten sind dabei in den Aufgabenbereichen Entwicklung, Produktion sowie weltweitem Vertrieb und After Sales Service eingesetzt. Die wichtigsten Nachwuchsschmieden für unseren Bedarf an technischen Spezialisten stellen dabei die HTL‘s im Bundesland Salzburg dar. Durch die in allen Produkt- und Organisationsbereichen voranschreitende Digitalisierung ist vor allem unser Bedarf an Informatikern in den vergangenen Jahren enorm gewachsen und offene Stellen für diese Qualifikationen können wir oft erst nach Monaten geeignet besetzen. Die Erweiterung der HTL im Pongau um einen Ausbildungszweig Informatik wird die nachhaltige Entwicklung der Region entscheidend unterstützen.“

LAbg. Hans Scharfetter, Obmann der WKS-Bezirksstelle Pongau:

„Die Informatik-HTL im Pongau ist eine hervorragende Ergänzung zur bereits bestehenden Mechatronik-HTL, mit der wir bisher sehr gute Erfahrungen gemacht haben, und die nicht nur von den Betrieben, sondern auch von den Pongauer Gemeinden unterstützt wird. Der Informatik-Zweig bringt zudem Synergien, weil die Lehrer der HTL Saalfelden künftig zwei Fachbereiche an einem Standort unterrichten können. Die Informatik ist eine Schlüsselqualifikation, die allerdings nicht nur in den Industrieleitbetrieben dringend benötigt wird. Denn die fortschreitende Digitalisierung betrifft längst auch kleine und mittlere Betriebe. Nachdem der Bedarf an gut ausgebildeten Informatikern quer durch die Branchen und Betriebsgrößen groß ist, ist die Informatik-HTL ein Anliegen der gesamten Pongauer Wirtschaft.“

Dr. Peter Unterkofler, IV-Präsident und Obmann der Sparte Industrie in der WKS:

„Der Fachkräftemangel ist gerade in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs eine der zentralen Herausforderungen für die heimischen Industriebetriebe. Durch die zunehmende Digitalisierung in vielen Bereichen der Wirtschaft kommt den MINT-Fachkräften eine Schlüsselrolle zu. Deshalb ist die Investition in eine Informatik-HTL genau der richtige Schritt, um auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu sein.“

Christian Kappacher, Geschäftsführer eurofunk Kappacher GmbH:

„Wir haben ständig eine Vielzahl an offenen Stellen, die wir nicht besetzen können. Das hemmt unser Unternehmenswachstum. Wir haben aber generell sehr gute Erfahrungen mit HTL-Absolventen, die sehr breitbandig ausgebildet sind. Umso erfreulicher ist es, dass es für junge Menschen innergebirg bald möglich sein wird, nach der Pflichtschule eine einschlägige fachliche Ausbildung zu absolvieren. Deshalb haben wir das Projekt von Anfang an sehr intensiv unterstützt.“

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