th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook whatsapp arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery Flickr Youtube Instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Trafikanten spüren Rückenwind

Die Salzburger Tabakgeschäfte verzeichneten im vergangenen Jahr ­steigende Umsätze. Auch die Gewinnspanne ging leicht nach oben.

Gremialobmann Karl Schlager
© WKS/Neumayr Gremialobmann Karl Schlager betreibt eine Tabaktrafik in Wals- Siezenheim.

Im Bundesland Salzburg gibt es derzeit 164 Tabakfachgeschäfte und knapp 200 Tabakverkaufsstellen. Pro Jahr sperren im Schnitt drei der insgesamt rund 360 Trafiken aus wirtschaftlichen Gründen zu. Gremialobmann Karl Schlager ist mit der aktuellen Situation dennoch nicht unzufrieden: "Die Rahmenbedingungen sind momentan recht erfreulich, weil alle an einem Strang ziehen. Unser Bundesgremium ist sehr engagiert und arbeitet gut mit der Monopolverwaltung und der Industrie zusammen."

Die Erhöhung der Zigarettenpreise bescherte den Salzburger Trafikanten im Vorjahr ein Umsatzplus von 1,5%. Österreichweit konnten die Tabakfachgeschäfte ihre Erträge aus der Handelsspanne um 16 Mill. € steigern. Pro Geschäft waren das durchschnittlich 6.700 €. "Als ich vor 24 Jahren begonnen habe, lag die Bruttospanne noch bei 20,5%. Aktuell sind es etwas mehr als 12%. Der jetzige Anstieg ist so gesehen nur eine kleine Wiedergutmachung für das, was uns in den vergangenen Jahren weggenommen wurde", meint Schlager.

Zigarettenverkauf geht zurück 

70% des Umsatzes der Trafiken entfallen nach wie vor auf Tabakwaren. Lotto und Glücksspiel machen 20% aus, Nebenartikel wie Coffee to go, Postkarten oder Fahrscheine kommen auf einen Anteil von 10%. 2018 rauchten die Österreicher um 21 Millionen Packungen Zigaretten weniger als ein Jahr zuvor, der Absatz ging damit um 3,5% zurück. 2016 und 2017 hatte das Minus jeweils 1,6% betragen. "Nachdem der Verkauf von Tabakwaren rückläufig ist, werden neue Produkte wie die sogenannten Heat-not-Burn-Zigaretten für uns immer wichtiger", erklärt Schlager.

Die mit Jahresbeginn erfolgte Erhöhung der Altersgrenze für den Kauf von Tabakprodukten sei für Salzburgs Trafikanten kein Problem. "Wir legen großen Wert auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen und führen regelmäßig Kontrollen durch", betont Schlager. Er hofft auf klare Regelungen für Hanfprodukte und eine jährliche moderate Erhöhung der Zigarettenpreise. "Wenn wir uns mit der Industrie und dem Finanzministerium auf ein Paket für die nächsten drei bis fünf Jahre einigen, haben die Trafiken wesentlich mehr Planungssicherheit."

Fakten

  • Der Zigarettenpreis setzt sich in Österreich aus 77% Steuern, 12% Handelsspanne für die Trafikanten sowie 11% Spanne für Großhandel und Industrie zusammen.

  • Mehr als die Hälfte der österreichweit knapp 2.400 Tabakfachgeschäfte werden von Menschen mit Behinderung geführt. In Salzburg ist der Anteil sogar noch höher.

Das könnte Sie auch interessieren

Gremialgeschäftsführerin Antonia Linner-Gabriel (links) und Händlerin Brigitte Dworschak-Egger.

Starkes Comeback für die "Scharfen Tage“

Nach zehn Jahren Pause hat der Salzburger Handel wieder einen gemeinsamen Sommerschlussverkauf durchgeführt. mehr

Die Kassen der Salzburger Einzelhändler klingelten vor allem im April.

Leichtes Plus für Salzburgs Einzelhandel

Im ersten Halbjahr 2019 gingen die Umsätze der stationären Händler neuerlich nach oben. Das Wachstum fiel allerdings deutlich geringer aus als in den vergangenen beiden Jahren. mehr