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The Sound of Music goes on

Stadt und Land Salzburg sind besonders reich an touristischen Schätzen. Nun hat TripAdvisor, das weltweit größte Tourismus-Suchportal, die „Original Sound of Music Tour“ von Panorama Tours zum schönsten Reiseerlebnis in Österreich gewählt.

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© SLTG

Im deutschsprachigen Raum ist der Film „The Sound of Music“ rund um die Salzburger Familie Trapp wenig bekannt. In den USA, Großbritannien, China, Japan, Australien, Indien, dem Mittleren Osten und Südostasien ist er hingegen ein Mythos. Mehr als eine Milliarde Menschen haben die weltweit erfolgreichste Musicalverfilmung seit ihrer Erstausstrahlung 1965 gesehen. Der Film mit Julie Andrews als Maria von Trapp und Christopher Plummer als Georg Baron von Trapp wurde mit fünf Oscars ausgezeichnet und die Geschichte, die auf wahren Begebenheiten beruht, wurde zur Legende. Noch heute ist „The Sound of Music“ nach „Vom Winde verweht“ und „Star Wars, Episode IV“ der kommerziell dritterfolgreichste Film aller Zeiten.

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© WKS Marcia und Adrian McMillan aus Südafrika beim Nachstellen der Mirabellgarten-Szene am Pegasus-Brunnen.

„Für 40% aller Salzburg-Gäste ist der Besuch der Originalschauplätze des Films ‚The Sound of Music‘ wichtigstes Reisemotiv. Über 300.000 Urlauber kommen jährlich, um sich auf die Spuren der Familie Trapp zu begeben“, erläutert Leo Bauernberger, Geschäftsführer der Salzburger Land Tourismus Gesellschaft (SLTG). Doch was ist es wirklich, das die tausenden Salzburg-Besucher aus aller Welt noch nach 53 Jahren seit dem Erscheinen des Films in ihren Bann zieht? Die SW-Redaktion begab sich auf Ursachenforschung und nahm an einer der beliebten Sound-of- Music-Touren von Panorama Tours teil.

50.000 Gäste pro Jahr

Panorama Tours fährt im Jahr rund 50.000 Gäste an sechs Originaldrehorte von „Sound of Music“. Die Tour dauert vier Stunden und führt vom Mirabellplatz über Leopoldskron und Hellbrunn ins Salzburger Seengebiet bis nach Mondsee, wo in der dortigen Basilika die Filmhochzeit von Baron von Trapp und Maria in Szene gesetzt wurde. „Die meisten Österreicher können dem Jahrzehnte andauernden Hype rund um ‚Sound of Music‘ wenig abgewinnen. Sie halten den Film für Hollywood-Kitsch, der eine verzerrte Realität der damaligen Zeit wiedergibt“, erklärt Tourguide David Collinson, der die gesamte Rundfahrt in Englisch führt.
Er und seine Gäste aus aller Welt sind da ganz anderer Meinung. Sie sind großteils mit „The Sound of Music“ aufgewachsen und können sich mit dem Schicksal der Familie voll identifizieren.

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© WKS Familie Yah aus Sri Lanka am Drehort in Mondsee.

Die Geschichte spielt im Jahr 1938, die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche, die der Zweite Weltkrieg auslöst, stehen unmittelbar bevor. Die romantische Begegnung zwischen Maria und Georg von Trapp, die glückliche Zeit im Kreis der Familie in der Villa Trapp und die Freude am Musizieren zeigen die Idylle in einer schwierigen Zeit. Als der Krieg ausbricht und die Familie aus Österreich fliehen muss, fasziniert vor allem der Mut und der Zusammenhalt der von Trapps. Sie stehen stellvertretend für das Schicksal vieler, die aufgrund des Krieges ihre Heimat verlassen mussten. Hinzu kommt die Musik von „The Sound of Music“, die als allumspannendes Element noch heute magisch auf viele Menschen wirkt.

„Die Filmmusik ist für mich das Meisterwerk von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein“, schwärmt Wayne Brosman aus Hollywood/USA, der gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Melody Rogue die Sound-of-Music-Tour mitgemacht hat. So verwundert es wenig, dass die gesamte Tourgruppe beim Abspielen der Sound-of-Music-CD im Bus lauthals mitsingt. Ob „Do-Re-Mi“, „Sixteen going on Seventeen“ oder „Edelweiß“, fast alle in der Gruppe können die Texte auswendig.

Perfekte Komposition

„Sound of Music“ wäre vermutlich aber nicht so erfolgreich geworden, würde der Film nicht in der atemberaubenden Landschaft Salzburgs spielen. „Dieser Tatsache waren sich auch die Macher des Films bewusst, die zwischen den Schauspielszenen zahlreiche Stadt- und Naturaufnahmen eingebaut haben“, erläutert Collinson. „Die Landschaft hier ist einfach so wunderbar“, freute sich Dora Luk aus Hongkong beim Anblick des Wolfgangsees vom Mozartblick in St. Gilgen aus. Auch ihr Sohn Harry ist von der Geschichte begeistert. „Er hat vor unserer Reise den Film achtmal gesehen. Sein Lieblingslied ist ‚How do you solve a problem like Maria‘, seine Lieblingsschauspielerin natürlich Julie Andrews.“

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© WKS Dora Luk und KK Lee aus Hongkong mit Sohn Harry sind von der Salzburger Landschaft begeistert.

Überhaupt hat das emotionale Schauspiel von Andrews einen wesentlichen Anteil am Erfolg des Films. Sie wurde ein Jahr zuvor in ihrer Rolle als „Mary Poppins“ weltberühmt. „Die Schauspielkunst in diesem Film ist überragend“, betont ein Tour-Teilnehmer aus Colombo in Sri Lanka. „Diese Emotion versuchen wir in unsere Tour zu übertragen, was uns – wie das Ranking bei Trip Advisor beweist – offensichtlich sehr gut gelingt“, freut sich Collinson. Ein Ende des Hypes rund um „Sound of Music“ ist damit noch lange nicht in Sicht.

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