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Steuern: Mit 2020 ändert sich für Unternehmen viel

Was können Sie tun, um heuer noch Steuern zu sparen? Und was ändert sich für Ihr Unternehmen mit dem neuen Jahr im Steuerrecht? Auf diese zentralen Fragen gibt es hier Antworten.

Steuern
© Fotolia

Kleinunternehmer-Paket bringt ab Jänner spürbare Entlastung 

Die erste Etappe der Steuerreform ist bereits beschlossen und ab 1. Jänner 2020 wirksam. Profitieren werden vor allem Kleinunternehmer, und zwar durch folgende Maßnahmen:

Kleinunternehmer-Pauschalierung

Wer als Einnahmen-Ausgaben-Rechner nicht mehr als 35.000 Euro Umsatz im Jahr macht, kann künftig diese Pauschalierung nutzen. Sie bringt eine deutliche Verwaltungsvereinfachung, weil man dem Finanzamt nur wenige Daten für die Veranlagung mitteilen und unterjährig kein Wareneingangsbuch und Anlagenverzeichnis führen muss. Man benötigt jedenfalls die Belege über die Betriebseinnahmen. Belege über Betriebsausgaben sollte man dennoch aufheben, auch wenn man sie für die Einkommensteuer nicht mehr braucht.
Üblicherweise sind 45 Prozent des Umsatzes pauschal als Betriebsausgabe absetzbar, bei Dienstleistern allerdings nur 20 Prozent. Zusätzlich kann man die Sozialversicherungsbeiträge absetzen und den Gewinnfreibetrag (Grundfreibetrag) nutzen.

Es lohnt sich jedenfalls ein Vergleich, ob man aufgrund des Pauschales weniger Steuern zahlt als mit der „normalen“ Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.
Das Pauschale kann man erstmals mit der Veranlagung für 2020 in Anspruch nehmen, und zwar auch dann, wenn man die umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung nicht nutzt.

Umsatzsteuerliche Kleinunternehmerregelung

Die Grenze für letztere wird mit Jänner auf ebenfalls 35.000 Euro angehoben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)

Abgesehen von einer kleinen Anpassung im Zuge der Euro-Einführung wurde die GWG-Grenze seit 1982 nicht angepasst. Mit Jänner 2020 erfolgt die Verdoppelung von 400 Euro auf 800 Euro. Auf die Liquidität des Betriebs kann das beträchtliche Auswirkungen haben, weil dann eine Ausgabe im Jahr der Anschaffung als Betriebsausgabe zur Gänze abgezogen werden kann.

Krankenversicherungsbeitrag

Alle Selbstständigen – egal wie hoch ihr Einkommen ist – zahlen ab 2020 um 0,85 Prozentpunkte weniger Krankenversicherungsbeitrag. Die Erleichterung kommt sofort mit der ersten Vorschreibung.

Umsatzsteuer - Weitere Änderungen

Neu ab 2020 ist auch der Vorsteuerabzug für betrieblich genutzte E-Bikes sowie der ermäßigte, zehnprozentige Steuersatz auf E-Books und Hörbücher, die dann gleich besteuert werden wie gedruckte Bücher. Außerdem müssen große Vermittlungsplattformen wie Airbnb Vermietungsdaten dem Finanzamt übermitteln. 

NoVA und Werbeabgabe

Mit 2020 wird die Normverbrauchsabgabe (NoVA), die bei der erstmaligen Zulassung eines Autos zu bezahlen ist, anders berechnet als bisher.  
Ab Jänner 2020 kommt auch die Digitalsteuer auf Online-Werbung bei großen Plattformen wie Google oder Facebook. Sie beträgt fünf Prozent.  
Bei der Werbeabgabe gibt es ebenfalls eine Änderung: Bisher konnte die monatliche Entrichtung der Werbeabgabe unterbleiben, wenn die Selbstberechnung einen Wert von unter 50 Euro im Monat ergeben hat. Künftige Regelung: Sie kann unterbleiben, wenn die Bemessungsgrundlage im gesamten Jahr 10.000 Euro unterschreitet. Dadurch gibt es eine neue Freigrenze: Wer im Jahr weniger als 10.000 Euro für Werbung ausgibt, zahlt keine Werbeabgabe.


So können Sie heuer noch Steuern sparen

  • Gewinnfreibetrag
    Bis zu einem Betrag von 30.000 Euro können 13 Prozent des Gewinns steuerfrei gestellt werden. Wer mehr Gewinn hat, kann noch mehr sparen, wenn er noch heuer in bestimmte Wirtschaftsgüter oder Wertpapiere investiert. Den Gewinnfreibetrag können nur natürliche Personen nutzen.
  • Investitionen
    Wer heuer z.B. noch Büroausstattung oder einen Computer anschafft, kann eine Halbjahresabschreibung machen und so den Gewinn reduzieren.
  • Einnahmen-Ausgaben-Rechner
    Der Gewinn kann beeinflusst werden, indem Ausgaben vorgezogen werden und Einnahmen ins nächste Jahr verschoben werden. Als Betriebsausgaben anerkannt wird auch eine Vorauszahlung der Sozialversicherung, wenn sie das laufende Jahr betrifft oder der voraussichtlichen GSVG-Nachforderung entspricht.
  • Rechtsform-Check
    Passt die Rechtsform für Ihr Unternehmen noch? Vielleicht wäre eine Personengesellschaft steuerlich besser, wenn man als Einzelunternehmer z.B. den Ehepartner angestellt hat, oder vielleicht wäre eine GmbH besser, wenn der Gewinn schon recht hoch ist. Ein kurzer Check lohnt sich auf jeden Fall!
  • GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer
    Hier sollte man das Betriebsausgabenpauschale bestmöglich nutzen. Die Rückstellung für Pensionszusagen an den Gesellschafter-Geschäftsführer wirkt sich in der GmbH steuermindernd aus.
  • E-Auto
    Wenn man es betrieblich oder für die Mitarbeiter anschafft, kann man die Vorsteuer geltend machen. Bis zu einem Anschaffungswert von 40.000 Euro sind sie voll vorsteuerabzugsfähig. Wer die betriebliche Anschaffung eines E-Bikes überlegt, sollte bis 2020 warten. Ab diesem Zeitpunkt ist ein Vorsteuerabzug möglich.
  • Sachbezugbesteuerung
     Sie setzt beim ursprünglichen Pkw-Anschaffungswert an, auch bei gebrauchten Fahrzeugen. In der Lohnverrechnung werden 2,0 Prozent berücksichtigt bzw. 1,5 Prozent, wenn der CO2-Ausstoß niedrig ist. Diese Sätze können halbiert werden, wenn das Auto laut Fahrtenbuch nicht mehr als 6000 Kilometer im Jahr privat genutzt wird. Wenn der Mitarbeiter einen Kostenbeitrag leistet, sinkt der Sachbezugswert. Gesellschafter-Geschäftsführer mit mehr als 25 Prozent Beteiligung am Unternehmen können zwischen einer Verrechnung nach der Sachbezugsverordnung oder den auf die private Nutzung fallenden Aufwendungen wählen.
  • Substanzverluste bei Kapitalvermögen
    Einkünfte aus Kapitalvermögen können mit Verlusten aus Kapitalvermögen gegengerechnet werden.

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