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Skinachwuchs am Horizont

Marcel Hirscher und Anna Veith stammen aus der Skisport-Kaderschmiede der Skitourismusschule Bad Hofgastein. Während bei Hirscher über ein Karriereende gemunkelt wird, muss Veith verletzungsbedingt Pause machen. Stellt sich die Frage, wer in die Fußstapfen der beiden Sportstars treten könnte

Skifahrer
© TS Bad Hofgastein

An Nachwuchstalenten fehle es jedenfalls nicht, betont Dr. Maria Wiesinger, Direktorin der Skitourismusschule Bad Hofgastein. „Wir haben vielversprechende Nachwuchssportler an unserer Schule. Allen voran Noah Geihseder, Lisa Grill oder Lara Fletzberger. Zudem kommen die Schüler mittlerweile aus allen Teilen der Welt, um hier ihre Ausbildung zu absolvieren.“  

Skirennsport und Schulausbildung in einem Paket

An der Skitourismusschule erhalten Skirennsportler theoretisches Know-how und vertiefen ihr praktisches Können. Um an der Skitourismusschule aufgenommen zu werden, ist ein gutes skitechnisches Niveau mit Rennerfahrung erforderlich. Auch ein ausgezeichneter Fitnesszustand ist unverzichtbar und wird bei den Aufnahmetests überprüft. Von rund 40 Bewerbern werden die 20 besten Schüler aufgenommen. „Im Jänner und Februar steht beinahe nur sportliches Training auf dem Programm. Schuleigene Trainer erstellen maßgeschneiderte Übungseinheiten und betreuen unsere Schüler gemeinsam mit Physiotherapeuten in der Vorbereitung zu den Wettkämpfen“, schildert der skisportliche Leiter der Schule, Mag. Gernot Wagner. Neueste Lerntechnologien wie E-learning und Lernplattformen kommen dabei ebenfalls zum Einsatz.

„Kombiniert dazu erhalten die Schüler eine kompakte allgemeinbildende betriebswirtschaftliche und touristische Ausbildung mit Maturaabschluss. In der sechsjährigen Ausbildung werden auch Grundlagen der Rechtskunde, des Sportmanagements und der Kommunikation sowie zwei Fremdsprachen vermittelt. Während der Schulzeit kann man sich auch zum Skilehrer ausbilden lassen “, ergänzt Wiesinger. Die Absolventen haben mit dem Abschluss an der Skitourismusschule Karrieremöglichkeiten in vielen Branchen, die Befähigung, ein eigenes Unternehmen zu führen und die Möglichkeit eines verkürzten Studiums an internationalen Universitäten. „Die Skitourismusschule ist weltweit die einzige touristische Ausbildung für alpine Skirennläufer in dieser Form. Sollte die Karriere als Sportler beendet werden, haben unsere Absolventen eine Berufsausbildung mit weltweiter Jobgarantie“, erklärt die Direktorin.  

Wiesinger
© Wolkersdorfer
„Die Nachfrage ist ausgezeichnet. Für viele Schüler sind Anna und Marcel natürlich große Vorbilder.“ 
Dr. Maria Wiesinger, Direktorin 

Skinachwuchs an der Startlinie

Zu den großen Nachwuchshoffnungen zählt Noah Geihseder. Der 17-jährige Wagrainer ist mehrfacher Landesmeister und Landescup-Gesamtsieger und betreibt seit dem sechsten Lebensjahr Skirennsport. „Die Skitourismusschule Bad Hofgastein bietet für mich die perfekte Möglichkeit, um Skirennsport und Berufsausbildung zu kombinieren.“  

Geihseder
© Spiess/Foto Tirol
„Die Skitourismusschule bietet für mich die Möglichkeit, Skirennsport und Berufsausbildung zu kombinieren.“
Noah Geihseder, Schüler

Auch Lisa Grill zählt zum vielversprechenden Sportnachwuchs. Die Tamswegerin war bereits drei Mal österreichische Meisterin in der U18 und erreichte bei der österreichischen Jungendmeisterschaft in der U21 den zweiten Platz in Slalom und Super-G sowie den 1. Platz in der Abfahrt. Mit zwei Jahren stand sie das erste Mal auf Skiern, ihre Rennkarriere startete dann in der Volksschulzeit. „Ich finde unsere Schule toll, weil man neben dem Sport auch die Matura und gleichzeitig eine Berufsausbildung hat. Damit stehen uns alle Wege offen“, sagt die 18-Jährige. Auf die Frage, ob Marcel Hirscher und Anna Veith eine Vorbildfunktion haben, meint Grill: „Für mich sind die beiden auf jeden Fall Vorbilder. Vor allem die akribische Arbeit von Marcel und sein körperlicher Zustand sind beneidenswert. Hoch anzurechnen ist das Durchhaltevermögen von Anna. Denn es ist eine Meisterleistung, sich nach so schweren Verletzungen immer wieder physisch und psychisch zurück zu kämpfen.“ 

Lisa Grill
© privat
„Die eine oder andere WM- oder Olympiamedaille wäre ein großes Ziel.“
Lisa Grill, Schülerin   

Geihseder und Grill haben durchaus ambitionierte Ziele im Visier. Die beiden Nachwuchsrennläufer wollen an die Weltspitze kommen und erhoffen sich in naher Zukunft Weltmeister- und Olympiamedaillen. Beharrlichkeit kann auf diesem Weg nur dienlich sein. So lautet das Motto von Grill: „Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen!“


Interview mit Sandra Lahnsteiner

Eine der Trainerinnen der Skitourismusschule Bad Hofgastein ist Sandra Lahnsteiner, die auch Anna Veith konditionell betreut und eine der besten österreichischen Freeriderinnen ist. Mit ihrer Firma „Shades of Winter“ sorgt die Salzburgerin nicht nur mit ihrer Filmserie für Furore. Lahnsteiner betreut die Burschen und Mädchen vor allem im mentalen Bereich. 

Wie wird das Mentaltraining durchgeführt?

In meinen Mentaltraining-Workshops geht es darum, unseren Schülern zu zeigen, wie wichtig die Einstellung im Leistungssport ist und dass man 365 Tage im Jahr an sich arbeiten muss und eben nicht nur im Schnee und im Kraftraum. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die die jungen Athleten umstellen, um ihre Trainingsperformance auch im Wettkampf abrufen zu können.  

An welchen Stellschrauben kann im Mentaltraining gedreht werden?

Ich arbeite mit der Methode der Selbstgespräche. Jeder Athlet kommuniziert mit sich selbst, ist sich aber oft nicht bewusst, welche Auswirkung diese Selbstgespräche auf die Leistung im Wettkampf haben, vor allem wenn sie negativ sind. Positive Selbstgespräche sind dagegen motivierend und leistungssteigernd. Die Methode kann der Athlet schnell lernen und anwenden. Auch im Bereich Entspannung setze ich an. So führen bestimmte Atemtechniken schnell zum gewünschten Erfolg. Neben Zielsetzungen ist es mir aber am wichtigsten, die jungen Sportler auf dem Weg zu selbstbestimmten und selbstbewussten Athleten zu begleiten. Die Workshops sind hier ein Türöffner, später sollen sie mit individuellen Mentaltrainingseinheiten hier weiterarbeiten können.  

Wie ist die Arbeit mit den jungen Sportlern?

Mir macht es unglaublich Spaß mit jungen Sportlern zu arbeiten. Sie sind offen und ehrgeizig und mit der richtigen Einstellung können sie viel erreichen. Ein Teil ihres Weges zu sein, ist eine wunderschöne und bereichernde Arbeit.


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