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Seilbahnwirtschaft erweist sich einmal mehr als kräftiger Investitionsmotor

Die Seilbahnwirtschaft, eine der investitionsstärksten Branchen Salzburgs, präsentierte am Montag ihre Leistungsbilanz. So werden heuer rund. 150 Mill. € in Erneuerung gesteckt. Und man stellt sich den Herausforderungen wie Digitalisierung, Klimawandel und der „Overtourism“-Debatte.

  Veronika Scheffer, Obfrau der Fachgruppe der Seilbahnen, und Dr. Kurt Egger, stellvertretender Fachgruppenobmann: „Die Seilbahnbranche ist der Wirtschaftsmotor in den Gebirgsgauen“. © WILDBILD Veronika Scheffer, Obfrau der Fachgruppe der Seilbahnen, und
© WKS7wildbild Veronika Scheffer, Obfrau der Fachgruppe der Seilbahnen, und Dr. Kurt Egger, stellvertretender Fachgruppenobmann: „Die Seilbahnbranche ist der Wirtschaftsmotor in den Gebirgsgauen“. © WILDBILD Veronika Scheffer, Obfrau der Fachgruppe der Seilbahnen, und

„Wir investieren auch heuer wieder rd. 150 Mill. €, um auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben. Und wir werden in Zukunft mit Sicherheit weiter viel investieren“, sagte Fachgruppenobfrau Veronika Scheffer, Geschäftsführerin der Zauchensee Liftgesellschaft Benedikt Scheffer, Anfang der Woche in einem Pressegespräch gemeinsam mit Dr. Kurt Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG. Damit erweisen sich die 52 Salzburger Skigebiete mit ihren Seilbahnbetrieben einmal mehr als „wesentlicher Wirtschafts- und Innovationsmotor“, wie Scheffer betonte: „Kein anderer Wirtschaftszweig steckt ähnlich hohe Umsatzanteile in Erneuerungen wie die Seilbahnen“. Längst ist man in der digitalisierten Welt angekommen: jeder Pistengerätfahrer weiß dank Sensoren stets, wieviel Schnee unter seinen Raupen liegt. Keine Schneekanonen, die nicht punktgenau die Schneemenge steuern kann, geht es doch darum, nicht zu viel Ressourcen und Energie zu verbrauchen.

Digitale Allianzen bilden

Die Digitalisierung umfasst mittlerweile alle Sektoren der Seilbahnwirtschaft, einen Schwerpunkt legt man jedoch auf das digitale Gästeangebot: Dieses reicht von Online-Angeboten und Social Media sowie Apps über kundenfreundliches Ticketing bis hin zu digital nutzbaren Angeboten vor Ort. Skitickets müssen auch schon von zuhause aus online bestellt werden können und mittels QR-Code an neuen Ticket-Points direkt an den Talstationen abgeholt werden, ohne Wartezeit an der Kassa. Das Ticket am Handy wird in naher Zukunft kommen. Kabinen und Liftstationen bieten WLAN, auf Websites assistieren Chatbots bei der Planung des Skitages.


Veronika Scheffer plädiert für eine noch tiefergehende Integration: „Wir brauchen ein umfassendes Angebot für unsere Gäste. Es muss möglich sein, einfach und mit wenigen Klicks alle vor Ort gewünschten Leistungen online buchen zu können: Liftkarte, Hotelzimmer, Sportausrüstung, Skikurs, den Tisch im Restaurant und Zusatzangebote wie Wellness.“ Die Seilbahnunternehmen wollen hier die Federführung übernehmen und starke Allianzen bilden, um eine intelligente Buchungsplattform zu schaffen.“

Ausbildung zum Seilbahntechniker sehr beliebt

Eine Erfolgsgeschichte ist der seit 2009 angebotene Lehrberuf des Seilbahntechnikers, den bis heute mehr als 550 Personen abgeschlossen haben. „Allein im jetzt beginnenden Ausbildungsjahr starten zwei Klassen mit 44 Lehrlingen“, freut sich Veronika Scheffer. Heutige Seilbahnanlagen sind komplexe, hochtechnische Anlagen, die aus Sicherheitsgründen nur von qualifiziertem Personal bedient und gewartet werden müssen. Seilbahntechniker sind daher Spezialisten im Bereich Seilbahn- und Elektrotechnik, aber auch der Bereich Umwelt und Natur spielt eine große Rolle. In Kombination mit Elektrotechnik kann der Doppelberuf Seilbahntechniker und Elektrotechniker erlernt werden. Aktuell machen von diesem Angebot 21 Lehrlinge Gebrauch. Nach dieser Ausbildung stehen alle Karrierewege bis zum Betriebsleiter offen.

Salzburgs Seilbahnen eröffnen sommerliche Bergerlebnisse – und schaffen damit zunehmend Ganzjahresarbeitsplätze. Im Bild die Almenwelt Lofer der Bergbahnen Lofer.
© Bergbahnen Lofer Salzburgs Seilbahnen eröffnen sommerliche Bergerlebnisse – und schaffen damit zunehmend Ganzjahresarbeitsplätze. Im Bild die Almenwelt Lofer der Bergbahnen Lofer.

Boom beim Sommer-Tourismus

Die Entwicklung in den Sommermonaten war auch 2019 ausgezeichnet. Bedingt durch die heißer werdenden Sommer und den zunehmenden Wunsch nach Erlebnissen in der Natur entscheiden sich Gäste immer öfter für einen Urlaub in den Bergen. Das vorausblickende Marketing, wirkungsvolle Themensetzungen und erfolgreiche Inszenierungskonzepte für den Bergsommer zeigen Erfolg auf ganzer Linie. Dr. Egger, Chef der Schmittenhöhebahn AG, analysiert: „Mit dem Sommerbetrieb eröffnen sich für die Bergbahnen und die Regionen touristisch ganz neue Dimensionen: Die Bergbahnen können zwei Saisonen bedienen und die hochwertige Infrastruktur effizienter nutzen. Wir können unseren Mitarbeitern vermehrt attraktive Ganzjahresjobs bieten und dadurch wertvolles Know-how für unsere Unternehmen sichern.“

Kirchturmdenken überwunden

Mit der Herstellung von sinnvollen Verbindungen zwischen starken Ski-Destinationen nimmt die Salzburegr Seilbahnwirtschaft den Konkurenzkampf mit den großen Skigebieten in der Westschweiz und Frankreich auf. „Wir haben das frühere Kirchturmdenken endlich über-wunden“, freut sich Dr. Egger, zumal weitere Erschließungen immer schwieriger werden.  Die Schmittenhöhebahn rückt mit der Eröffnung einer neuen Bahn ins Glemmtal dem Zusammenschluss mit dem Skicircus Saalbach-Hinterglemm Leogang Fieberbrunn wieder einen Schritt näher. Die Erschließung des Kitzsteinhorns von Kaprun schafft zusätzliche Attraktivität. Die Verbindung des Skigebietes Hochkönig mit dem Skigebiet am Natrun in Maria Alm hat gezeigt, wie wichtig sinnvolle Verbindungen für den Gast sind. Die nächsten Verbindungen zwischen bestehenden Skigebieten sind im Pongau im kommenden Jahr angedacht. „Wir spielen damit international weiter in der ersten Liga. Denn wir wissen, dass bei der Auswahl des Urlaubsziels die Größe wie die Modernität der Anlagen für den Gast wesentliche Entscheidungskriterien darstellen.“ 

"Wir wollen nicht, dass unseren Gästen glauben, dass sie nicht willkommen sind und sehen auch keine Grenze bei 30 Mill. Übernachtungen jährlich."
Dr. Erich Egger

Sensibilität statt „Gästebashing“ 

Wenig Freude hat man in der Branche mit der im Sommer grassierenden Overtourism-Debatte. Egger plädiert hier für mehr Sensibilität in der Diskussion: „Wir in den Gebirgsgauen haben noch Bedarf an neuen Betten und zusätzlichen Hotels, an qualitätsvollem Wachstum und ebenso einer Stärkung der auslastungsschwächeren Zeiten. Wir wollen nicht, dass unseren Gästen glauben, dass sie nicht willkommen sind und sehen auch keine Grenze bei 30 Mill. Übernachtungen jährlich. Wenn die Stadt Salzburg hier bremsen will, dann ist das ihr legitimes Recht. Aber es darf nicht passieren, dass der mediale Diskurs eine Negativspirale auslöst. Wir freuen uns über jeden Bus und jeden Gast, der zu uns kommt.“

Die beiden Branchenvertreter verweisen zudem auf umfangreiche Bemühungen im Umweltschutz: „Umweltschutz ist uns Seilbahnern seit jeher ein Anliegen, weil wir unseren Gästen eine intakte Natur bieten wollen und müssen. Deshalb geben wir sehr viel Geld dafür aus.“ Erich Egger ergänzt: „Alles, was dem Klimaschutz dient, ist uns willkommen!".


Die größten Einzel-Investionen der Salzburger Seilbahnen

  • Ski Amadé: 70 Mill. € Investitionssumme
  • Hochkönig: Fertigstellung der Gabühelbahn bei Mühlbach/Dienten – 10er Kabinenbahn mit einer Förderkapazität von 2.400 Personen pro Stunde
  • Gletscherbahnen Kaprun: 20,8 Mill. € Investitionen
  • Bergbahn Lofer GmbH: 23,3 Mill. € Investitionen
  • Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang Fieberbrunn: 19,6 Mill. € Investitio-nen
  • Schmittenhöhebahn AG: 26,2 Mill. € Investitionssumme




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