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Wirtschaft tritt aktiv für Klimaschutz ein

Die WKS startet 2020 einen eigenen Schwerpunkt „Klima+Wirtschaft“: Mit Unternehmerporträts von Klimapionieren, Workshops, Wissens-Vermittlung, CO₂-Checks und Beratung für Betriebe.

„Act for climate“ lautet das Motto des neuen WKS-Schwerpunktes „Klima+Wirtschaft“. WKS-Präsident Manfred Rosenstatter und WKS-Direktor Manfred Pammer präsentierten das mehrjährige Projekt.
© Birgit Probst „Act for climate“ lautet das Motto des neuen WKS-Schwerpunktes „Klima+Wirtschaft“. WKS-Präsident Manfred Rosenstatter und WKS-Direktor Manfred Pammer präsentierten das mehrjährige Projekt.

 „Wir stellen uns einer der drängendsten Fragen unserer Tage und bekennen uns zum notwendigen Klimaschutz und der Erreichung der Klimaziele. Wir wollen aber, dass auf diese grundlegende Frage die richtige Antwort gegeben wird“, erklärte WKS-Präsident Manfred Rosenstatter am Mittwoch, 20. November in einem Pressegespräch nach dem Wirtschaftsparlament der WKS. „Und diese Antwort kann nur lauten: Klimaschutz mit der Wirtschaft, nicht gegen sie zu machen!“

Das höchste Gremium der WKS, das die Gesamtwirtschaft Salzburgs repräsentiert, hatte tags zuvor in einem gemeinsamen Antrag aller wahlwerbenden Gruppen (mit Ausnahme der „Grünen Wirtschaft“) der Wirtschaftskammer-Leitung den Auftrag zu einem mehrjährigen Schwerpunkt „Klima+Wirtschaft“ erteilt. Unter dem Schwerpunkt-Motto „Act for Climate“ leitet die WKS daher ab sofort die ersten Schritte für ein mehrjähriges Programm ein.

Das Wirtschaftsparlament der WKS verabschiedete am Dienstag einen Rahmen für einen mehrjährig angelegten Schwerpunkt „Klima+Wirtschaft“.
© Neumayr Das Wirtschaftsparlament der WKS verabschiedete am Dienstag einen Rahmen für einen mehrjährig angelegten Schwerpunkt „Klima+Wirtschaft“.

Klimaschutz als Element einer innovativen Standortpolitik

Für Manfred Rosenstatter ist der Klima+Wirtschaft-Schwerpunkt ein Element seines „Future-Fitness-Dialogs“ für Wirtschaft und Standort, mit dem er im April 2019 angetreten ist. Rosenstatter, der sein eigenes Unternehmen nach den Verantwortungszielen des UN-Global-Compact ausgerichtet hat, sieht den Klimaschutz als weiteres Element einer innovativen Standortpolitik. Zu dieser gehört eine forcierte Fachkräfteausbildung, eine für KMU bewältigbare Digitalisierung, prosperierende Regionen und eine gut aufgestellte Wirtschaftskammer, die sich als innovative Plattform begreift, um einen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen zu liefern. „Unser Klimaschwerpunkt wird für all diese Bereiche Beiträge liefern“, betonte Rosenstatter.

No-Go’s und Go’s

„Die Wirtschaftskammer Salzburg bekennt sich zur Erreichung der Klimaziele, entscheidend ist aber der Weg dorthin“, führte der WKS-Präsident aus. Der Schwerpunkt Klima+Wirtschaft der WKS geht daher von folgenden Prämissen aus:

  • Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Investitionskraft dürfen durch eine verstärkte Klimapolitik nicht geschwächt werden.
  • Nationale Alleingänge, Verbote, neue Bürokratie und neue Belastungen sind kein Beitrag zum Klimaschutz, im Gegenteil!
  • Ebenso sieht die WKS keinerlei Notwendigkeit zur Systemüberwindung und Infragestellung der Marktwirtschaft, und hat kein Verständnis für Klimaschutz als Wirtschafts-Bashing.

Die WKS will stattdessen eine Klimaschutz-Politik auf Basis der ökosozialen Marktwirtschaft:

  • Der Schwerpunkt sollte auf positiven Anreizen statt Verboten oder neuen belastenden Steuern liegen.
  • Notwendig ist ein Investitionsklima für das Klima. Forschung und Entwicklung müssen forciert werden, um neue Lösungen (Wasserstoff etc.) zu finden und die Exportchancen zu erhöhen.
  • Klimaschutz sollte als Chance für neue innovative Geschäftsmodelle begriffen werden, nicht als Verzichts- und Wirtschaftsabbau-Programm.

Es werde der Klimaschutz gesellschaftlich nicht funktionieren, wenn dieser mit Wohlstandsabbau, Arbeitsplatz- und Einkommensverlust einhergeht, bekräftigte Rosenstatter: „Wir müssen einen besseren, einen marktwirtschaftlichen Kurs gehen, der Innovationen generiert. Die Wirtschaft kann und wird dazu einen positiven Beitrag leisten, denn sie hat es schon hinlänglich beweisen, dass es an den Unternehmen nicht scheitern wird. Es braucht nur klare, gut durchdachte Rahmenbedingungen von Seiten der Politik, die für alle Unternehmen in Europa faire Wettbewerbsbedingungen ermöglichen.“

Salzburgs Wirtschaft fängt in Sachen Nachhaltigkeit nicht bei Null an

Manfred Rosenstatter erinnerte daran, dass sowohl Salzburgs Unternehmen als auch die WKS schon seit vielen Jahren wesentliche Akzente im Umweltschutz gesetzt haben:

  • Durch Beratung an rund 3.000 Unternehmensstandorten löste das umwelt service salzburg, deren Träger die WKS neben dem Land Salzburg und der Salzburg AG ist, in den vergangenen 15 Jahren eine Verringerung von 90.000 Tonnen CO₂ jährlich aus.
  • In 15 Jahren wurden 393 Mill. € an umweltrelevanten Investitionen in Gang gesetzt.
  • Allein im Jahr 2018 wurden 395 Unternehmen, Gemeinden und Institutionen vom umwelt service salzburg beraten. Jährlich kommen rund 12% neue Beratungskunden dazu.
  • Über die Jahre hat der Bereich Umweltrecht der WKS zahlreiche Veranstaltungen zum Thema erneuerbare Energie, neue Mobilität, Photovoltaik, thermische Gebäudesanierung, Abfallrecht, Energieeffizienz, Umwelttechnik-Präsentationen, Umweltberatungsförderung und Umweltinvestitionsförderung, Ertragschancen durch Energie- und Umweltmanagement und andere Themen abgewickelt.
  • Die WKS knüpft mit Klima+Wirtschaft zudem an das mehrjährige Thema „Wirtschaft trägt Verantwortung“ (ab 2009) an. Schon damals war die WKS die erste Wirtschaftskammer in Österreich, die sich dem Thema Unternehmensverantwortung widmete.

Klima+Wirtschaft: Das Programm für 2020 im Detail

Das mehrjährige angelegte Projekt zum Klimaschutz der Wirtschaft umfasst die Bereiche Wissensvermittlung, Kommunikation, Beratung und Förderung sowie die Schaffung von innovativem Nachhaltigkeits-Know-how für die Unternehmen. Eingebunden werden in einem begleitenden Sounding Board Repräsentanten der wahlwerbenden Gruppen sowie Klima-Experten.

Wissen vermitteln

2020 sind unter dem Titel „Act for Climate – Mehr Wissen!“ rund zehn Workshops für interessierte Unternehmen geplant, die mehr wissen wollen, wie innovativer Klimaschutz funktioniert. Experten werden eingeladen, die Auskunft geben, wie der „Carbon Footprint“ gesenkt werden kann, wie aus Firmenevents Green Events werden, oder wie nachhaltiges Management funktioniert, das Nachhaltigkeit als integralen Bestandteil aller Unternehmensbereiche betrachtet. Die Reihe wird je nach Bedarf inhaltlich angepasst und über 2020 hinaus weitergeführt.

In der Format-Reihe „Act for Climate – So geht Nachhaltigkeit!“ erzählen bereits im Thema engagierte Unternehmer anderen Unternehmern, welche Lösungen in der Praxis möglich sind, welchen Nutzen sie bringen und wie man Nachhaltigkeit und Klimaschutz konkret macht.

Ebenso wird die WKS ihre Bildungseinrichtungen verstärkt ins Spiel bringen: Die Wirtschaftskammer wird für die FH Salzburg einen Stiftungslehrstuhl zum Thema Nachhaltigkeit und Circular Economy ins Leben rufen.

Beraten, wie Klimaschutz zum Vorteil wird

Verstärkt werden die Angebote des umwelt service salzburg, das vor 15 Jahren von der WKS (damals „Ökologische Betriebsberatung“) gegründet wurde, beworben. Das uss ist einer der wichtigsten Hebel in Salzburg für Nachhaltigkeit in der Wirtschaft.

Derzeit arbeiten die Experten der WKS in Zusammenarbeit mit einem Unterneh-men an einem Onlinetool, wie Unternehmen − vorerst im Bereich Mobilität − die österreichischen Klimaschutzziele (auf Basis von #mission2030) erreichen können. Das neuartige Tool wird im Jänner 2020 zur Verfügung stehen.

Eine Kampagne in der Öffentlichkeit stellt vorbildliche Unternehmen in den Mittelpunkt, ganz nach dem Motto „Act for Climate“.

Im Oktober 2020 wird es außerdem einen großen „WE-Day“ zum Thema Klima und Innovation geben.

Die WKS wird unter anderem die Kapazitäten der Photovoltaikanlagen auf ihren Gebäuden in den nächsten Jahren verzehnfachen.
© WKS Die WKS wird unter anderem die Kapazitäten der Photovoltaikanlagen auf ihren Gebäuden in den nächsten Jahren verzehnfachen.

WKS wird selbst Beitrag leisten

Und nicht zuletzt wird sich die WKS als Institution selbst das strategische Ziel setzen, direkt und indirekt einen Beitrag zur Senkung des CO₂-Fußabdrucks und des Energie- und Ressourcenverbrauchs zu leisten. In den vergangenen Wochen wurde intensiv an Zielen gearbeitet. Dazu wurde eine Gruppe an 16 jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der ganzen WKS ins Leben gerufen, (“WE Care“), die eigenverantwortlich eine Fülle von Maßnahmen identifiziert hat, was das Haus und seine Belegschaft selbst für den Klimaschutz beitragen können. „Die Gruppe WE Care ist mit großen Engagement an die Sache herangegangen. Ihre erarbeiteten Maßnahmen bilden einen wesentlichen Teil eines Maßnahmenkatalogs bis 2025“, freut sich Präsident Rosenstatter über das Ergebnis.

Und das wird die WKS (unter anderem) ab 2020 bis 2025 umsetzen:

  • Alle großen Events werden zu „Green Events“, beginnend mit dem Neujahrsempfang der WKS am 9. Jänner 2020.
  • Die Eigenstromproduktion wird durch eigene PV-Anlagen verzehnfacht, von derzeit 46 kWp auf 460 kWp. 2020 erfolgt der erste Schritt auf 100 kWp.
  • Die energetische Sanierung der eigenen Gebäude wird vorangetrieben.
  • Die WKS wird in ihrem Bereich Begrünungsprojekte vorantreiben, wo sinnvoll und möglich.
  • Die E-Ladestellen-Infrastruktur auf eigenen Liegenschaften wird verbessert.
  • Anreiz- und Belohnungssysteme für Mitarbeiter werden etabliert, die mit Öffis oder klimaneutral zur Arbeit kommen.
  • E-Autos als Pool für Dienstreisen werden angeschafft.
  • Der Papierverbrauch wird um 30% verringert, damit auch der Bedarf an Druckern halbiert.
  • Durch Digitalisierung von Prozessen werden Papier und andere Ressourcen eingespart.
  • Die Menge des täglichen Abfalls wird verringert und auf mehr Recycling geachtet: von Kaffeekapseln bis zu Wasserflaschen, von Kartonagen bis zu Büroartikeln.
  • Klimaschutz-Botschafter aus der Belegschaft achten auf Umsetzung, Mitarbeiter der WE-Care-Gruppe bringen regelmäßig neue Vorschläge ein.

„Die Wirtschaft kann Klimaschutz, die Wirtschaftskammer auch“, betont Präsident Manfred Rosenstatter. „Wir in der Wirtschaft haben einen Beitrag zu leisten, wir werden uns einmischen – und ich bin sicher: die Wirtschaft wird auch eine Lösung gemeinsam mit Politik und Zivilgesellschaft finden!“

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