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Schlotterer will Vorzeigewerk bauen

Der geplante Erweiterungsbau auf den Adnetfeldern soll in mehrfacher Hinsicht Maßstäbe setzen.

Diese Visualisierung zeigt, wie das Werk 3 nach zehn Jahren aussehen könnte. Die zweigeschossige Ausführung soll den Bodenverbrauch reduzieren.
© Schlotterer/Zuchna Diese Visualisierung zeigt, wie das Werk 3 nach zehn Jahren aussehen könnte. Die zweigeschossige Ausführung soll den Bodenverbrauch reduzieren.

120 Millionen € will die Schlotterer Sonnenschutz Systeme GmbH für ihr drittes Werk am Standort Adnet in die Hand nehmen. Das ist deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 60 bis 80 Mill. €. "Die steigenden Baukosten machen nur einen Teil der Mehrkosten aus“, erklärt Geschäftsführer Peter Gubisch. "Wir wollen auch sehr viel Geld in eine effiziente Energieversorgung ohne fossile Energieträger, in den Schallschutz sowie in Aufenthalts- und Freibereiche für unsere Mitarbeiter:innen investieren.“

Einen Erdgasanschluss werde es beim neuen Werk nicht geben. "So können wir pro Jahr rund 1.100 Tonnen CO2-Emissionen einsparen.“ Geplant ist eine Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von einem Megawatt. Die Heizung und die Kühlung des Gebäudes sollen über Erd- und Luftwärmepumpen erfolgen. Eine Hackschnitzelheizung wird die Öfen der Pulverbeschichtungsanlage befeuern. "Mit dieser Form der Energieversorgung kann das gesamte Werk CO2-neutral betrieben werden“, sagt Gubisch. Für die Werke 1 und 2 werde eine Umstellung auf Hackschnitzelheizung bzw. Bio-Flüssiggas geprüft, so der Geschäftsführer: "Wir werden langfristig auch bei den bestehenden Werken auf Erdgas verzichten. Hier sind nachhaltige Lösungen in Sicht.“

Schlotterer will die stark wachsende Raffstoresproduktion komplett in das neue Werk verlegen. Dort könnten bis zu 650 Mitarbeiter:innen beschäftigt werden.
© Schlotterer Schlotterer will die stark wachsende Raffstoresproduktion komplett in das neue Werk verlegen. Dort könnten bis zu 650 Mitarbeiter:innen beschäftigt werden.

Das neue Werk mit einer Fläche von 21.000 Quadratmetern soll um vier bis fünf Meter abgesenkt werden. Die Außenfassaden sollen durchgehend mit Holz verkleidet und über weite Strecken begrünt werden. Um die Lärmbelastung der Anrainer zu minimieren, ist neben Schallschutzwänden auch ein drei Meter hoher Erdwall geplant. Die Parkplätze werden nicht in Asphalt, sondern in Rasensteinen ausgeführt.  

Integrierte Produktion spart Ressourcen

Im Werk 3 soll ein neues Konzept für die integrierte Produktion umgesetzt werden. "Die kurzen Wege für Menschen, Materialien und Produkte werden höchste Effizienz und Sicherheit ermöglichen“, erläutert Gubisch. Der aktuelle Planungsstand wird noch im Juni der Adneter Bevölkerung präsentiert. "Uns geht es darum, alle Informationen, die wir haben, transparent zur Verfügung zu stellen“, sagt der Geschäftsführer. 

An der Erweiterung führe kein Weg vorbei. "Unsere klimaschonenden Produkte sind sehr gefragt. Seit 2017 sind der Umsatz um 60% und die Zahl der Mitarbeiter um 40% gestiegen. Aufgrund des rasanten Wachstums werden wir bereits in zwei Jahren an unsere Kapazitätsgrenzen stoßen“, betont Gubisch. 

Baubeginn frühestens Ende 2023

Er hofft, dass die Adneter Gemeindevertretung im Herbst die Umwidmung des erforderlichen Areals auf den Adnetfeldern beschließen wird und noch heuer alle notwendigen Bewilligungsverfahren mit positiven Bescheiden abgeschlossen werden. "Dann könnten wir Ende nächsten Jahres mit dem Bau beginnen und das Werk 2026 in Betrieb nehmen.“ Sollte es kein grünes Licht für die Erweiterung geben, müsse man sich überlegen, das neue Werk an einem anderen Standort zu bauen. Eine Absiedlung des Unternehmens stehe aber nicht zur Diskussion, so Gubisch: „Dafür sind wir viel zu stark in der Region verwurzelt.“

Fakten

  • Schlotterer produziert unter anderem Rollläden, Raffstores (Jalousien) und textilen Insektenschutz.
  • Das Unternehmen gehört zur IFN-Gruppe (Internorm) und ist in Österreich Marktführer für außenliegenden Sonnenschutz.
  • Mit 630 Mitarbeiter:innen zählt Schlotterer schon jetzt zu den größten Arbeitgebern im Tennengau. Bis 2035 soll der Personalstand auf 1.350 steigen.
  • Im laufenden Geschäftsjahr wird der Umsatz voraussichtlich von 112 auf 130 Mill. € steigen. 


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