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Rennstrecke kurbelt die regionale Wirtschaft an

Der Salzburgring feiert sein 50-jähriges Bestehen. Obwohl die großen Motorsportveranstaltungen der Vergangenheit angehören, bleibt die Rennstrecke ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Fuschlseeregion.

Die Rennstrecke im Nesselgraben ging im September 1969 in Betrieb. Seither fanden dort unzählige Motorsport-Großveranstaltungen statt.
© Heimo Spindler Die Rennstrecke im Nesselgraben ging im September 1969 in Betrieb. Seither fanden dort unzählige Motorsport-Großveranstaltungen statt.

In den 1970er-Jahren drehten Stars wie der kürzlich verstorbene Niki Lauda oder Jackie Stuart auf dem Salzburgring ihre Runden. Der erste österreichische Formel-1-Weltmeister Jochen Rindt bestritt im Nesselgraben sein letztes Rennen. Bis 1994 fanden dort Motorrad-WM-Läufe statt, die von bis zu 100.000 Fans mitverfolgt wurden. "Mit diesen Grand-Prix-Rennen ist der Salzburgring zu einer international bekannten Marke und einer Institution geworden“, meint Ernst Penninger, der seit dem Vorjahr Geschäftsführer des IGMS ist, der den Salzburgring betreibt.  

Sorgt jedes Jahr im Sommer für Massenbesuch: das Electric Love ­Festival, das Musikfans aus mehr als 60 Nationen anlockt.
© Patrick Ziebermayr Sorgt jedes Jahr im Sommer für Massenbesuch: das Electric Love ­Festival, das Musikfans aus mehr als 60 Nationen anlockt.

Penninger will die von seinem Vorgänger Alexander Reiner begonnene Weiterentwicklung und Neupositionierung fortsetzen. "Für mich ist der Ring eine Rennstrecke und zugleich ein multifunktional nutzbares Areal, wo auch Radrennen, Musikevents und andere Kulturveranstaltungen Platz haben.“ Bestes Beispiel sei das Electric Love Festival, das seit 2013 jährlich stattfindet. "Wenn drei Tage lang jeweils 45.000 Besucher aus mehr als 60 Nationen hier sind, ist das ein enormer Werbewert und Wirtschaftsfaktor. Die Mitarbeiter reisen zum Teil drei Wochen vorher an und geben ihr Geld ebenso wie die Besucher in der Region aus.“  

Wertschöpfung ist enorm

Das Festival der elektronischen Musik sei ein Hauptgrund für die enorme Wertschöpfung, die der Salzburgring der Fuschlseeregion und speziell den Anrainergemeinden Plainfeld, Koppl und Hof beschere. "Wir arbeiten an einer Wertschöpfungsanalyse, die voraussichtlich 2020 fertig wird. Ich gehe aber davon aus, dass wir pro Jahr Umsätze im zweistelligen Millionenbereich auslösen“, erklärt Penninger.  

"Wir vergeben Aufträge bewusst nur an Handwerker und Dienstleister aus der Region."
Geschäftsführer Ernst Penninger

Nutznießer seien nicht nur Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe sowie Lebensmittelhändler. "Wir vergeben Aufträge bewusst nur an Handwerker und Dienstleister aus der Region. Dazu zählen etwa Elektriker, Installateure oder Reinigungsfirmen. Konsumgüter für die Events kaufen wir ebenfalls in der Umgebung“, sagt Penninger. Die Rennstrecke bringe vielen regionalen Unternehmen laufend wirtschaftliche Impulse. 

Viele Branchen profitieren

Das bestätigt auch Wolfgang Lindner. "Der Salzburgring ist ein Motor, der nicht nur den Tourismus, sondern die ganze Wirtschaft belebt. Im Grunde profitiert fast jede Branche direkt oder indirekt von den Veranstaltungen“, meint der Autohändler und Obmann der Wirtschaftsregion Fuschlsee, der rund 250 Mitgliedsbetriebe aus acht Gemeinden angehören.  "Großveranstaltungen wie der Histo Cup kommen allen Kategorien zugute – vom Campingplatz bis zum Fünf-Sterne-Superior-Hotel. Dazu kommen die zahlreichen kleineren Veranstaltungen, die kontinuierlich für Gästenächtigungen sorgen“, fügt Hildegund Schirlbauer hinzu. Die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Fuschlseeregion kann sich auf dem Areal auch Veranstaltungen vorstellen, die Kultur und Motorsport kombinieren. "Vor einigen Jahren wurde hier eine Jochen-Rindt-Oper aufgeführt. Damit kann man ein Statement setzen.“ 

"Der Salzburgring ist ein Motor, der nicht nur den Tourismus, sondern die ganze Wirtschaft belebt."
Wolfgang Lindner (Obmann Wirtschaftsregion Fuschlsee)

Während der von Mitte März bis Mitte November dauernden Saison ist der Salzburgring an 200 Tagen gebucht. Neben den derzeit vier Rennwochenenden und dem Electric Love Festival tragen vor allem Fahrsicherheitstrainings sowie Fahrzeugtests und -präsentationen zum Jahresumsatz von 2 Mill. € bei.  

Im Juni dieses Jahres gastierte die Porsche Sprint Challenge auf dem Salzburgring.
© Salzburgring Im Juni dieses Jahres gastierte die Porsche Sprint Challenge auf dem Salzburgring.

Mehr als ein Drittel der Buchungstage geht auf das Konto der Fahrsicherheitstrainings des bayerischen Autoherstellers BMW. "Allein die Instruktoren und Kunden von BMW machen rund 3.500 Gästenächtigungen in der Region aus“, betont Penninger. Obwohl der Salzburgring keine Subventionen bekomme, stehe er wirtschaftlich hervorragend da: "Wir machen jedes Jahr Gewinne und haben keine Bankverbindlichkeiten. Die mehreren hunderttausend Euro, die wir jährlich für die Instandsetzung und Modernisierung der Infrastruktur ausgeben, kommen aus dem Cashflow.“ 

E-Mobilität hält Einzug 

Heuer investiert der Salzburgring vor allem in das Zukunftsthema E-Mobilität. Nachdem in der ersten Jahreshälfte eine eigene Hochspannungsleitung die verfügbare Stromkapazität verzehnfacht hat, werden nun im Boxengelände sieben 150-Kilowatt-Schnellladestationen mit je zwei Ladepunkten errichtet. "Mit diesem Projekt, das wir gemeinsam mit der Salzburg AG verwirklichen, verfügen wir über ein Testzentrum für Ladetechnik, das in Österreich einzigartig ist. Es gibt auch keine Rennstrecke in Europa, die das kann“, sagt Penninger stolz.  Der Salzburgring schaffe damit die Voraussetzungen für die Teilnahme an einer geplanten Rennserie für Elektro-Tourenwagen. "Ich kann mir gut vorstellen, da mit dabei zu sein.“


Fakten

  • Der Salzburgring wurde 1968/69 auf einem 42 Hektar großen Areal im Nesselgraben zwischen Plainfeld und Koppl gebaut. Die Eröffnung fand im September 1969 statt.
  • Grundeigentümer ist das Land Salzburg. 
  • Die knapp 4,3 Kilometer lange Rennstrecke wird vom Internationalen Gemeinnützigen Motorsportverein Salzburgring (IGMS) betrieben. Der Pachtvertrag mit dem Land läuft noch bis 2025 und soll verlängert werden.


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