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Salzburgs Forschungsszene zeigte sich von ihrer besten Seite

Salzburgs Forscher und Hochschulen docken immer mehr an die internationale Spitzenforschung an – mit erfreulichen Perspektiven für den Wirtschaftsstandort Salzburg.

Manfred Tscheligi (PLUS), Elmar Pichl (BMBWF), Bernhard Sagmeister (aws), Walter Haas (ITG), Landesrätin Andrea Klambauer, Rektorin Elisabeth Gutjahr (Mozarteum), Christine Egger (PH Salzburg), Thomas Stütz (FH Salzburg) und Josef Niebauer (PMU).
© Andrea Kurz/ITG Manfred Tscheligi (PLUS), Elmar Pichl (BMBWF), Bernhard Sagmeister (aws), Walter Haas (ITG), Landesrätin Andrea Klambauer, Rektorin Elisabeth Gutjahr (Mozarteum), Christine Egger (PH Salzburg), Thomas Stütz (FH Salzburg) und Josef Niebauer (PMU).

„In Salzburg ist eine positive Trendwende im Gang“, stellte Elmar Pichl, Sektionschef im Wissenschaftsministerium, beim diesjährigen „Salzburger Wissenschafts- und Innovationstreff in Alpbach“ anerkennend fest. Seit drei Jahren nutzen die ITG-Innovationsservice für Salzburg, das Land Salzburg, Salzburgs Hochschulen und Forschungseinrichtungen das „Europäische Forum Alpbach“, um sich gemeinsam der nationalen und internationalen Forschungs-Community zu präsentieren. Diesmal hatte Salzburgs innovative Forscherszene ein ganzes Paket mit Projekten in einem Volumen von immerhin 30 Mill. € im Gepäck, wie ITG-Geschäftsführer Walter Haas erklärte. Das heimische Forschungs- und Innovations-Ökosystem wachse zudem stetig, berichtete Haas den rd. 100 Gästen: „60 Projekte sind derzeit in Bearbeitung. Das sind 150 zusätzliche Vollzeitarbeitsplätze“.

Digital angeleitet zu gesundem Verhalten

Punkten kann Salzburg in Zukunft mit einer ganzen Reihe neuer Vorhaben. Etwa mit dem neuen Ludwig Boltzmann Institut Digital Health Salzburg, das im Oktober offiziell eröffnet wird. Die Kooperation von Paracelsus Medizinischer Privatuniversität (PMU), SALK, Salzburg Research, FH Salzburg, Paris Lodron Universität Salzburg (PLUS) und dem Austrian Institute of Technology (AIT), will in einem ersten Schritt Herz-Kreislauf-Patienten und in weiteren Schritten allen anderen, die es brauchen, mit Hilfe von digitalen Technologien zu mehr körperlicher Bewegung verhelfen. Für diese Pionier-Arbeit stehen jährlich sieben Jahre lang 1,3 Mill. € zur Verfügung. „Wir kennen alle Risikofaktoren für die Gesundheit, aber wir tun im Alltag einfach nichts dagegen“, erklärte der Leiter des neuen Institutes, Prim. Prof. DDr. Josef Niebauer, Vorstand des Universitätsinstituts für Präventive und Rehabilitative Sportmedizin der PMU. Ziel der Forschungskooperation ist es daher, digitale Produkte zu entwickeln, die zu einem gesünderen Lebensstil anleiten und helfen, diesen konsequenter durchzuhalten.

Vesikel ermöglichen Therapie-Revolution

Völlig neue Wege zur Gesundheit will auch die neue Kooperation von PMU und PLUS mit dem Projekt EV-TT (Transferzentrum für Extracellular Vesicles - Theralytic Technologies) erforschen.  Dahinter verbirgt sich eine Salzburger Forschungskooperation, die bereits jetzt wesentliche Beiträge für eine der spannendsten Gebiete der Life Sciences liefert – der Exosomen-Therapie.

Exosomen oder Vesikel sind kleinste Zellteile, die früher als Abfall der Zelle betrachtet wurden, heute aber als Kommunikationssysteme zwischen den Zellen und als möglicher Träger für Wirkstoffe wahrgenommen werden. So könnten Wirkstoffe ohne Nebenwirkungen dank Nano-Vesikel punktgenau dort hingebracht werden, wo sie benötigt werden. 

Die Exosomen-Forschung explodiert derzeit geradezu, weltweit wird an derartigen fortgeschrittenen Therapien gearbeitet. Das EV-TT arbeitet dabei mit Partnern aus der Salzburger Lebensmittelwirtschaft, von Stiegl bis Alpenmilch, zusammen – denn die Exosomen und ihre Wirkstoffe sollen am einfachsten mit herkömmlichen Getränken aufgenommen werden. Schon jetzt sind erste Erfolge mit der Vesikel-Therapie zu verzeichnen, wie Univ.-Prof. Dr. Eva Rohde von der PMU berichtete. Salzburg könnte zu einem internationalen Kompetenzzentrum mit Forschung und Unternehmen für diese revolutionären Therapien werden. 

Erfan Ebrahimnia mit Sophie Bolzer, Gründerin von Audvice
© Hechenberger Erfan Ebrahimnia mit Sophie Bolzer, Gründerin von Audvice

Besser lernen durch hören

Den Besuchern des Salzburger Wissenschaftstreffs wurden ebenso ein Einblick in die Startup- und Bildungsszene geboten:

Audvice, eine Gründung der FH-Studenten Sophie Polzer und Erfan Ebrahimnia, stellt einen neuartigen Lern-Podcast zur Verfügung. Wie bei einem Podcast findet man dort Audiotracks zur Auswahl. Man kann fehlende Inhalte jedoch auch selber aufnehmen - so ist man Hörer und Sprecher gleichermaßen und kann seine Lernziele effizienter erreichen. Audvice, das „das Beste von Spotify und Sprachmemos“ (Sophie Bolzer) zusammenfügt, zielt nicht nur auf den studentischen Markt, sondern will auch den Sektor Corporate Learning erobern. Für die junge Startup-Gründerin war es wichtig, bei der Veranstaltung dabei zu sein: „Es ist toll, wie viele Menschen ich beim Salzburger Wissenschafts- und Innovationstreff erreichen konnte!“

Neues Studium international gefragt

Im Herbst startet zudem ein neues Masterstudium in Salzburg: Human Computer Interaction (HCI), gemeinsam von FH Salzburg und Universität Salzburg konzipiert und abgewickelt: „Die internationale Nachfrage ist groß. Schon jetzt sind unter den Anmeldungen mehr als zehn Nationen vertreten“, berichtete Univ.-Prof. Manfred Tscheligi vom Center für Human-Computer-Interaction. Auch auf diesem Gebiet hat sich Salzburg bereits einen internationalen Ruf als Kompetenzzentrum erarbeitet.

Christina Egger von der Pädagogischen Hochschule Salzburg Stefan Zweig stellte ihr Habilitationsprojekt „NOSprimar" vor, bei dem sie untersucht, wie man Kinder und Lehrer für Forschung und Wissenschaft begeistert.

Spiegelbild der Salzburger Wissenschafts- und Innovationslandschaft

Hendrik Lehnert, der neue Rektor der Paris Lodron Universität Salzburg machte sich ebenfalls auf den Weg nach Alpbach. Von Salzburg als Wissenschafts- und Innovationsstandort ist er überzeugt: „Was wir bei der Veranstaltung erlebt haben, war ein hervorragendes Spiegelbild der Salzburger Hochschul- und Wissenschaftslandschaft. Ich habe das Gefühl, dass der Standort Salzburg im Moment einen enormen Aufbruch erlebt und sich in den unterschiedlichsten Bereichen spannenden Zukunftsthemen widmet - sei es im Bereich der Biomedizin, der künstlichen Intelligenz oder auch der Bildungsforschung." Aber auch der Salzburger Spirit hat den deutschen Mediziner gepackt: „Über die inhaltlichen Punkte hinaus hat mich sehr beeindruckt, wie stark der Zusammenhalt innerhalb Salzburgs ist, angefangen von der Salzburger Hochschulkonferenz mit allen anderen wichtigen Partnern, allen voran das ITG -  Innovationsservice für Salzburg und natürlich auch durch die intensive Begleitung vom Land Salzburg und dem Bund. Das macht extrem optimistisch für die Zukunft".

 

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