th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Vom Energieversorger zur Green Tech Company

Die Salzburg AG hat sich in den vergangenen Jahren komplett neu aufgestellt. „Klassische Geschäftsfelder gibt es nicht mehr“, meint Generaldirektor Leonhard Schitter.

Die Salzburg AG will die Energiewende mitgestalten und forciert die Geschäftsfelder Photovoltaik und Elektromobilität.
© Salzburg AG Die Salzburg AG will die Energiewende mitgestalten und forciert die Geschäftsfelder Photovoltaik und Elektromobilität.

Die "neue Salzburg AG“ versteht sich als digitales Technologieunternehmen. "Wir sind nicht mehr der Landesenergieversorger oder ein Infrastrukturdienstleister, sondern das erste Green Tech Unternehmen in der heimischen Energiebranche“, erklärt Generaldirektor Leonhard Schitter. "Die Veränderung ist notwendig geworden, weil wir wissen, dass die alten Geschäftsmodelle der Energiewirtschaft so nicht mehr funktionieren können. Das liegt unter anderem daran, dass neue Mitbewerber aus völlig anderen Branchen - wie etwa Technologie- und Telekomunternehmen - auf den Markt drängen.“ 

"Green“ bedeute zum einen, erneuerbare Energie zu produzieren und zum anderen, ressourcenschonende Energielösungen anzubieten. "Die großen Themen sind dabei Nachhaltigkeit, Dekarbonisierung und CO2-Neutralität“, so Schitter. Der Tech-Bereich, also die Technologie, spiele dabei eine entscheidende Rolle. "Ohne digitale Produkte ist Nachhaltigkeit nicht zu schaffen. Unser Ziel ist es, leistungsfähige, innovative und digitale Produkte zu entwickeln, die einen Beitrag zur Energie-, Mobilitäts- und Klimawende leisten.“ Der Technologiebereich soll massiv ausgebaut und zum zweiten Standbein des Unternehmens gemacht werden. 

Als Beispiel für den rasanten technologischen Fortschritt in der Branche nennt Schitter das sogenannte Internet of Energy. Darunter versteht man ein System, das zum Teil intelligente Komponenten der Energieinfrastruktur wie Erzeugungsanlagen, Speicher oder Energiezähler vernetzt. "Die Salzburg AG entwickelt sich immer mehr zu einem plattformbasierten Unternehmen. Wir schaffen digitale Plattformen, aus denen sich der Kunde Produkte, die wir dort zusammenführen, herausnehmen kann“, erläutert der Generaldirektor.

Generaldirektor Leonhard Schitter wurde vor zehn Jahren in den Vorstand der Salzburg AG berufen. Seit 2016 ist er Vorstandssprecher.
© Marco Riebler Generaldirektor Leonhard Schitter wurde vor zehn Jahren in den Vorstand der Salzburg AG berufen. Seit 2016 ist er Vorstandssprecher.

Das Unternehmen wird in den nächsten fünf Jahren knapp 1,6 Mrd. € investieren und dabei erneuerbare Energien und den Technologiebereich forcieren. "Wir investieren eine Viertelmilliarde Euro in den Breitbandausbau, um flächendeckend schnelles Internet mit einem Gigabit im Up- und Download zur Verfügung stellen zu können. Bis zu 400 Mill. € fließen in den Ausbau von Photovoltaikanlagen. Unser Ziel ist es, bis 2027 zu den Top-Fünf -Photovoltaikanbietern in Österreich zu gehören“, sagt Schitter.

Bei der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens hat man sich an drei wesentlichen Eckpunkten orientiert. "Erstens: Der Kunde steht über allem, alles orientiert sich am Kundennutzen. Zweitens: Digitalisierung auf allen Ebenen. Das betrifft nicht nur digitale Produkte, sondern auch interne Prozesse. Und drittens: Wachstum durch Innovation.“ 

Salzburger Start-ups sind mit an Bord

Ein wesentlicher Teil der Innovationsstrategie ist die Zusammenarbeit mit Start-ups. 2019 initiierte die Salzburg AG ein eigenes Corporate-Venture-Capital-Programm, das mit 4 Mill. € dotiert ist. Das Unternehmen hat sich mittlerweile an den Salzburger Start-ups Cognify, Solbytech und Ocean Maps beteiligt. "Start-ups sind ideale Problemlöser. Deshalb wollen wir in den nächsten Jahren bis zu 20 weitere Beteiligungen eingehen. Der Fokus liegt auch hier ganz klar auf Nachhaltigkeit und technologischen Lösungen“, erläutert Schitter.

Einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Unternehmens haben auch die bislang vier Innovation-Challenges geleistet, für die sich jeweils bis zu 300 Start-ups aus 60 Ländern beworben haben. Aus den Ideenwettbewerben ist unter anderem das 2018 gegründete Corporate Startup My Flexbox hervorgegangen, das intelligente Schließfachsysteme entwickelt und anbietet. "Bei den sogenannten offenen Systemen ist My Flexbox mittlerweile die Nummer eins in Österreich“, freut sich Schitter. 

Die Transformation der Salzburg AG wird auch in den nächsten Jahren weitergehen, kündigt der Generaldirektor an: "Dieser Prozess ist nie abgeschlossen. Wir werden schon in zwei Jahren ganz anders aussehen als heute.“

In Zahlen

  • Die Salzburg AG setzte im Vorjahr mit 2.400 Mitarbeitern rund 1,45 Mrd. € um, mehr als die Hälfte davon entfiel auf den Strombereich
  • Das Investitionsbudget beträgt heuer 212 Mill. € und soll im kommenden Jahr auf den Rekordwert von 320 Mill. € steigen.


Das könnte Sie auch interessieren

Auszeichnungen sind für Maria und Robert Stainer fast schon Routine: Ihr Camping Park Grubhof wurde fünf Mal hintereinander zum beliebtesten Campingplatz Europas gewählt.

Freilufthotel mit Luxusausstattung

Die Eigentümer haben viel Geld in den Komfort des Camping Parks Grubhof investiert. Das macht sich bezahlt: Der Campingplatz zählt zu den wichtigsten Tourismusbetrieben im Saalachtal. mehr

Martin Macheiner und Alexander Planitzer von Viabirds Technologies GmbH spezialisieren sich auf die ­Entwicklung von E-Commerce-Lösungen im Bereich Order & Collect.

Viabirds beflügelt den Online-Handel

Mit www.flyby.shop revolutioniert das Salzburger Technologie-Start-up Viabirds einmal mehr den Online-Handel. ­Regionales im Vorbeifliegen zu ­kaufen soll „Menschen in Bewegung“ den Alltag erleichtern und einen wertvollen Beitrag zum nachhaltigen Einkaufen leisten. mehr

Conny Hörl, Unternehmerin, Lifestyle Expertin & Business Angel

Gutes durch Besseres ersetzen

Conny Hörl ist seit über 20 Jahren leidenschaftliche Unternehmerin und überzeugt vom Erfolgskonzept Familienunternehmerin. Im SW-Interview spricht sie über ihr ganz persönliches Erfolgsverständnis. mehr