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"salz 21": Fenster zur Zukunft

Das Innovationsfestival "salz21" feierte heuer im Messezentrum Salzburg Premiere. Das Vorhaben, neue Ideen und Impulse nach Salzburg zu bringen und das innovative Salzburg in die Auslage zu stellen, ist gelungen.

Totalaufnahme vom Messegeschehen.
© wildbild

Der bekannte deutsche Trendforscher Nils Müller skizzierte bei salz21 seine Prognosen für die Zukunft und ortete eine Reihe von Megatrends, die seiner Meinung nach auf die Unternehmen zu kommen. Das beginne beim Thema Nachhaltigkeit mit den Aspekten Dekarbonisierung, Kreislaufwirtschaft und Innovationen in der Landwirtschaft reiche über künstliche Intelligenz, Extended Reality und Robotik bis zum Metaverse, dem neuesten Buzzword aus dem Silicon Valley. Diese virtuelle Welt lässt Erinnerungen an das Videospiel „Second Life“ wach werden, das Anfang der 2000er Jahre viele User angezogen hat, dann aber wieder an Attraktivität verloren hat. Das soll mit dem Metaverse jedoch anders werden, sagen die Experten. „Der entscheidende Unterschied ist das Ownership-Modell. Das heißt, man kann nicht nur mitreden, wie bei Social Media, sondern virtuelle Güter besitzen. Beispielsweise eine virtuelle Immobilie oder Kleidung für seinen Avatar (Spielfigur) kaufen. Meine Kunden machen etwa Werbung im Metaverse. Sie haben sich Plakatflächen gekauft“, schildert Müller.

Völlig neue Geschäftsmodelle und Anwendungen im Metaverse

Das eröffne viele Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle und zwar nicht nur im B2C-Bereich, sondern auch für Industriekunden. „Will ein Unternehmen eine Maschine kaufen, konfiguriert sie diese im Metaverse, überprüft die Funktion anhand eines digitalen Zwillings und kann die eigenen Mitarbeiter weltweit im Metaverse darauf einschulen, noch bevor die Maschine ausgeliefert wurde“, erklärt der Trendforscher. Bezahlt werden die digitalen Güter (Tokens) mit Kryptowährungen. Jeder User braucht dafür eine Wallet, eine elektronische Geldtasche, mit der er die Dinge, die er sich kaufen möchte, bezahlen kann. Zentral für das Gelingen des Metaverse sind entsprechende Eigentumsrechte, auf die man sich verlassen kann. „Wenn ich ein Stück Land kaufe, und der Betreiber der virtuellen Welt vergrößert das digitale Gebiet rundherum – was ja einfach zu programmieren ist – dann sinkt der Wert meines Landes schlagartig. Ich bin allerdings überzeugt, dass die Betreiber interessiert daran sind, den Usern sichere Anlagen verkaufen zu können. Deshalb wird man da nicht herumexperimentieren. An geschriebenen Gesetzen wird man aber wahrscheinlich nicht herumkommen“, schätzt Müller. Denn auch im Metaverse werde man sich mit Cybergefahren sowie ethischen, gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen auseinandersetzen müssen. Fake News können natürlich auch über das Metaverse leicht verbreitet werden. Europa liege, was das Metaverse betreffe, noch im Dornröschenschlaf. „Ich sehe derzeit noch eine starke Dominanz von chinesischen und US-amerikanischen Unternehmen. Microsoft investiert eine Milliarde und was macht beispielsweise SAP etwa im Industrial Metaverse für europäische Unternehmen? Wir brauchen eine europäische Antwort, was wir mit dem Metaverse machen wollen und wie wir das steuern wollen. Denn nur wer mitmacht, kann auch steuern“, gibt Müller zu bedenken. Das Metaverse sei jedoch nicht nur für große Unternehmen interessant. „Bis 2030 wird jedes Unternehmen in der nächsten Evolutionsstufe des Internets vertreten sein, genauso wie jedes Unternehmen derzeit im Web 2.0 vertreten ist.“ 

Startup Salzburg Demo Day 2022: Innovation auf der großen Bühne

Beim Demo Day zeigen jedes Jahr die innovativsten Start-ups aus Salzburg, was sie können. Heuer fand dieser Fixtermin für die innovative Gründerszene bei salz21 statt. Insgesamt 18 Start-ups aus den Startup-Salzburg-Programmen präsentierten sich potenziellen Kundinnen und Kunden, Investorinnen und Investoren sowie Partnerunternehmen bei einer Expo und bei einer Pitch-Veranstaltung. „Die gelungene Mischung aus Start-ups und Unternehmen bei salz21 ist für die Salzburger Start-ups sehr wertvoll. Man spürt hier richtig, wie lebendig das Start-up-Ökosystem ist. Dass jetzt wieder Live-Events stattfinden und die Start-ups sich hier präsentieren dürfen, ist deshalb so wichtig“, meinte Oliver Wagner, Leiter vom Startup Salzburg Service-Point bei Innovation Salzburg. „Wir haben gemerkt, wie groß die Resonanz auf die Demo Days der vergangenen Jahre war. Das Interesse an Salzburgs Start-ups ist groß, deswegen haben wir entschieden, den Demo Day auf eine größere Bühne zu holen – nämlich zum Innovationsfestival salz21“, sagte Lorenz Maschke vom Startup Salzburg Service-Point der Wirtschaftskammer Salzburg und Hauptverantwortlicher für den Demo Day.

Auf der Expo präsentierten sich in der Startup Salzburg Area 18 Start-ups. Mit dabei waren „ältere“ und etablierte Start-ups, die bereits seit mehreren Jahren vom Inkubator betreut werden, wie zum Beispiel Fact AI, das KI-basierte Lösungen für Unternehmen entwickelt, solbytech, der Entwickler von innovativen IT-Lösungen für die Energiewirtschaft, das Start-up sproof mit seiner Lösung für rechtsgültige, digitale Unterschriften, Ketofabrik, der Produzent der zuckerfreien Ketoriegeln und ORIGINAL+ mit seinen maßgefertigten Skiern.

Aber auch einige Newcomer, die heuer das Inkubationsprogramm Startup Salzburg FACTORY absolvierten, waren mit am Start: NEEDIT, die Online-Mietplattform für Outdoor-Ausrüstung, das Multichannel Audioübertragungs-System LiveVoice, der Lebensmittelproduzent für Autoimmunerkrankte FLOCKE und EDELWORKS mit der innovativen Steighilfe für Skitourengeherinnen und Skitourengeher. Jene Start-ups, die bei der Investors Lounge den Abschluss der FACTORY 2021/2022 gewannen, durften sich auch beim Demo Day Pitch auf der Hauptbühne einem breiten Publikum präsentieren: EDELWORKS, LiveVoice, Flat Head Studio und FLOCKE. Außerdem erzählten beim Pitch der FACTORY All Star Startup Story ehemalige FACTORY-Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Erfolgsstories: wie easyVEGAN durch Zufall einen veganen Burger-Patty auf Linsenbasis erfand, wie sproof zu Beginn der Pandemie die DSGVO-konforme, digitale Signatur entwickelte und wie VIABIRDS mit einer E-Commerce-Lösung für Lebensmittelhersteller erfolgreich wurde.

Besonders hervorgehoben wurde beim Demo Day Pitch auch das rasante Wachstum des Gaming-Bereichs in Salzburg in den vergangenen Jahren. Neben Flat Head Studio können hier zum Beispiel das Physik-Puzzlespiel „Whalien“ des Start-ups Forbidden Folds und das Multi-Player-Partyspiel „Chapeau“ der Gaming-Schmiede Salt Castle Studios genannt werden. Für Florian Jindra, Lektor beim Studiengang MultiMediaArt an der FH Salzburg, ist das kein Zufall: „In den Studiengängen MultiMediaArt und MultiMediaTechnology an der Fachhochschule Salzburg erlernen Studierende, wie man Games gestalterisch und technisch entwickelt. In den letzten zehn Jahren sind hier circa zwanzig Start-ups entstanden.“ Florian Jindra wünscht sich für die Zukunft, dass die Gaming-Szene in Salzburg auch durch die Förderlandschaft und Investoren unterstützt wird.

Die Start-ups waren vom Setting des Demo Days bei salz21 begeistert. Die Gründerteams konnten sich erfolgreich einem innovationsbegeisterten Publikum präsentieren. „Das gesamte Innovations-Ökosystem von Salzburg ist hier zugegen. Ich bin froh, sagen zu können, dass schon viele von ihnen unsere Kunden sind“, betonte Clemens Brunner, CEO von sproof. „Es ist wichtig, dass wir unsere Produkte vor so einem breiten Publikum präsentieren können“, schilderte Martin Edelsbrunner, CEO von EDELWORKS. „Wir können Erfahrungen mit anderen Start-ups und Unternehmen teilen und bekommen eine gute Einsicht, wie andere Gründer arbeiten“, sagt Co-Gründer Ardit Aliu von FLOCKE.

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