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Medizinproduktehandel warnt vor Schutzausrüstung aus dubiosen Quellen

Schwarze Schafe nutzen den aktuellen Engpass aus. Immer mehr nicht zugelassene, nicht zertifizierte und unbrauchbare Produkte überschwemmen den Markt.

FFP2-Maske
© Peter - stock.adobe.com Beispielbild

Die Ausbreitung des Corona-Virus hat weltweit zu einem rasanten Anstieg bei der Nachfrage nach Schutzausrüstung geführt. Aufgrund des erhöhten Bedarfs kommt es zunehmend zu einer Wettbewerbsverzerrung durch Unternehmen, die mit Medizinprodukten handeln, ohne die erforderliche fachliche Qualifikation zu besitzen. Darauf weist Friedrich Strubreiter, Vorsitzender der Fachvertretung Salzburg des Foto-, Optik- und Medizinproduktehandels, hin.

Gesundheit wird gefährdet

„In Österreich herrscht derzeit ein Engpass an FFP2-Masken bzw. medizinischer Schutzausrüstung. Deshalb wittern immer mehr Unternehmen, Händler und Agenturen ein lukratives Geschäft. Oft bedenken sie aber nicht, dass es sich dabei um Produkte handelt, die nicht Ihrer Gewerbeberechtigung entsprechen.“ In den vergangenen Tagen seien vermehrt nicht zugelassene, nicht zertifizierte bzw. unbrauchbare Produkte auf den Markt gekommen. „Dadurch gerät nicht nur der Ruf der Branche in Gefahr, sondern auch die Gesundheit von Menschen.“

Oft fehlt der Befähigungsnachweis

Achtung!
Der Handel mit Medizinprodukten ist ein reglementiertes Gewerbe, das nur mit einem entsprechenden Befähigungsnachweis ausgeübt werden darf. Diesen Nachweis muss der Inhaber oder der gewerberechtliche Geschäftsführer des Handelsunternehmens erbringen.

„Die zertifizierten Salzburger Medizinproduktehändler üben ihr Gewerbe mit Sorgfalt, Erfahrung und fundiertem Fachwissen aus. Jetzt sind sie hauptsächlich damit beschäftigt, Schadensbegrenzung für ihre Kunden zu betreiben“, kritisiert Strubreiter, der die volkswirtschaftliche Bedeutung seiner Branche hervorhebt: „Laut dem Institut für Höhere Studien sichert die gesamte Medizinproduktebranche in Österreich 43.000 Arbeitsplätze. Sie sorgt für eine direkte und indirekte Bruttowertschöpfung von 2,6 Mrd. € pro Jahr.“

Strubreiter hat den Wildwuchs bei der Schutzausrüstung bereits den Gewerbebehörden gemeldet. Er weist darauf hin, dass es sich bei den benötigten Artikeln gegen eine weitere Ausbreitung von Covid-19 in der Regel um Medizinprodukte nach dem europäischen Medizinproduktegesetz handelt. Diese dürfen ausschließlich durch genehmigte Unternehmen vertrieben werden. Davon unterscheiden müsse man persönliche Schutzausrüstung (PSA) sowie andere nicht-regulierte Produkte wie etwa einfache Mund-Nasen-Schutzmasken (MNS).

Der Obmann des Salzburger Medizinproduktehandels rät allen Konsumenten dringend von medizinischer Schutzausrüstung aus dubiosen Quellen ab.

Friedrich Stubreiter
© Sulzer
„Ich kann nur appellieren, sich an die konzessionierten Händler zu wenden und bei Angeboten den Gewerbeschein des Anbieters zu verlangen“, betont Strubreiter. Außerdem sei es wichtig, sich umfassend über den Anwendungsbereich des jeweiligen Produkts zu informieren. „So kann ein subjektives Sicherheitsgefühl vermieden werden, das unter Umständen zu fahrlässigem Verhalten führen kann.“  
Friedrich Strubreiter, Vorsitzender der Fachvertretung Salzburg des Foto-, Optik- und Medizinproduktehandels

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