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Die Zuversicht kehrt langsam zurück

Von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie waren auch die Mitgliedsbetriebe der Sparte Information und Consulting in Salzburg massiv betroffen. Doch die Wolken am Konjunkturhimmel lichten sich.

Symbolbild - Blick auf Konjunkturbilanz mit langsamen Aufwärtstrend
© Rawpixel Ltd./stock.adobe.com Wissensbasierte Dienstleistungen kennzeichnen die Branchen der Sparte IC.

Laut der jüngsten Studie der KMU Forschung Austria hat die dynamische positive Entwicklung, die die Branchen der Sparte IC in den Vorjahren genommen hat, im ersten Corona-Jahr ein abruptes Ende gefunden. 2020 mussten die Betriebe der Sparte Information und Consulting (IC) nominell einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von 6,6% hinnehmen. Der österreichische Durchschnitt liegt bei -5,4%. Salzburg reiht sich damit an vorletzter Stelle ein, nur die Steiermark hat mit -7,9% noch schlechter abgeschnitten. Freilich waren nicht alle Betriebe und Branchen gleich stark von den wirtschaftlichen Beeinträchtigungen betroffen. 45% der Betriebe mussten 2020 im Vergleich zum Vorjahr Umsatzrückgänge hinnehmen, 24% meldeten stabile Umsätze und 31% konnten ihre Umsätze steigern. Einige IC-Branchen spielen eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der Krise, etwa die Betriebe der Fachgruppe UBIT. „Die Unternehmensberater, Bilanzbuchhalter und IT-Experten halfen bei der Neuausrichtung vieler Betriebe, bei der Abwicklung der Corona-Hilfen und der Digitalisierung der Geschäftsprozesse“, sagt Spartenobmann KommR Dr. Wolfgang Reiger CSE.      

Werber besonders stark getroffen 

Verhältnismäßig glimpflich davongekommen sind im Corona-Jahr etwa die Versicherungsmakler mit einem Rückgang des Umsatzes um „lediglich“ 1,4% im Vergleich zu 2019. Besonders hart getroffen wurden die Betriebe der Werbung und Marktkommunikation. In dieser Branche sind die Umsätze 2020 nominell um 16,4% unter das Niveau des Vorjahres gesunken. Da die fehlende Nachfrage es auch in den kommenden Monaten schwermachen wird, Umsätze aufzuholen, fordert die Branche Anreize, damit Betriebe wieder vermehrt in Werbung investieren. „Sinnvoll wäre etwa eine Anschubförderung für Werbeinvestitionen zur Belebung der Konjunktur, wie sie bereits in anderen Bundesländern umgesetzt wird“, sagt Fachgruppenobmann Clemens Jager. Das helfe allen Unternehmen, besonders den vielen KMU, und unterstütze die Wirtschaft, wieder schnell in Fahrt zu kommen.

Spartenobmann Wolfgang Reiger will motivieren
© Kolarik „Wir müssen den durch Corona entstandenen Digitalisierungsschub für die Krisenbewältigung nutzen“, ist Spartenobmann KommR Dr. Wolfgang Reiger CSE überzeugt.

Optimismus für Rest des Jahres steigt  

Um die wirtschaftlich schwierige Lage einigermaßen abzufedern, wurden von den Betrieben Investitionsvorhaben abgebrochen oder verschoben und diverse Corona-Hilfsmaßnahmen in Anspruch genommen. Am häufigsten wurden der Härtefall-Fonds, die Kurzarbeit, der Fixkostenzuschuss sowie Steuerstundungen bzw. die Herabsetzung der Vorauszahlungen genutzt. Verstärkt wurde auf Online-Kundenkontakt gesetzt (72% der Befragten). Die aktuelle Auftragslage (Stand Februar/Mitte März 2021) wird von den Betrieben insgesamt mit „befriedigend“ beurteilt. Für das Gesamtjahr 2021 rechnen die Unternehmen mit einem Umsatzplus von 8,2%.

Besonders optimistisch beurteilen die Betriebe der Fachgruppe UBIT die kommenden Monate. Die Werber hoffen auf einen Aufholeffekt. Für das Gesamtjahr 2021 rechnen die Unternehmen mit einem Umsatzplus von circa 8%. Heuer ist eine Erhöhung des derzeitigen Beschäftigtenstandes um knapp 6% geplant. Die Investitionen dürften um gut 12% steigen. Während 31% der Befragten zum Befragungszeitpunkt Februar/März angaben, dass ihr Auftragsniveau nicht mehr beeinträchtigt sei, gaben 27% an, dass sie erst in mehr als einem Jahr mit einer Rückkehr auf ein Auftragsniveau vor der Corona-Krise rechnen. Spartenobmann Reiger sieht in der Krise aber auch eine Chance: „Wir müssen den Digitalisierungsschub nützen. Dazu brauchen wir ausreichend gut ausgebildete Fachkräfte und einen Ausbau der digitalen Infrastruktur. Aber auch die Beratung und Umsetzungsförderung muss weiterentwickelt werden, damit die digitale Wende in den Betrieben vorangetrieben wird.“      

Die Sparte Information und Consulting umfasst rund 8.400 Mitgliedsbetriebe (Stand 1. Quartal 2020) mit 13.265 Beschäftigten. Sie ist damit nach der Sparte Gewerbe und Handwerk (20.462) und der Sparte Handel (12.985) die drittgrößte Sparte und gliedert sich in zehn Fachgruppen:

  • Werbung und Marktkommunikation
  • Buch- und Medienwirtschaft
  • Druckereien
  • Entsorgungs- und Ressourcenmanagement
  • Finanzdienstleister
  • Immobilien und Vermögenstreuhänder
  • Ingenieurbüros
  • Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen
  • Fachgruppe UBIT (Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie)
  • Versicherungsmakler 

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