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Wirtschaftliche Lage lässt kein Zuwarten zu

Die Salzburger Tourismusvertreter beharren auf einer kontrollierten Öffnung der Tourismusbetriebe ab 15. März. Die wirtschaftlich angespannte Lage der Betriebe lasse kein weiteres Zuwarten zu.

leerer Restaurant
© WKS/Wildbild Symbolbild

„Das zögerliche Öffnen von Schanigärten bzw. Gastgärten ab 27. März bzw. die Schaffung einer ‚Pilotregion Vorarlberg‘ ab 15. März ist in der aktuellen Lage eindeutig zu wenig. Viele Betriebe stehen wirtschaftlich mit dem Rücken zur Wand und Unternehmer wie Mitarbeiter sind entsprechend verzweifelt“, erläutert Albert Ebner, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKS, die angespannte Situation in vielen Betrieben. „Sieben Monate Lockdown seit Beginn der Corona-Krise sind genug! Unsere Präventions- und Sicherheitskonzepte liegen auf dem Tisch, die Betriebe haben ihre Hausaufgaben gemacht und wir bekennen uns zum Eintrittstesten“, ergänzen Ernst Pühringer, Obmann der Fachgruppe Gastronomie, und Georg Imlauer, Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der WKS. „Wir fordern deshalb eine kontrollierte Öffnung der Tourismus- und Freizeitwirtschaft ab 15. März!“, so die Tourismusobleute.

Folgende Umstände machen ein rasches Öffnen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft unumgänglich: 

  • Viele Hilfen der Regierung kommen nur schleppend bei den Betrieben an. Unter anderem wurden beim Fixkostenzuschuss zwar fast alle Anträge bearbeitet, allerdings erst rund 40% ausbezahlt.
  • Der neue Ausfallsbonus kann zwar bereits beantragt werden, mit der Auszahlung ist aber nicht vor April zu rechnen.
  • Der Härtefallfonds ist für viele Unternehmen der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit 1.000 € begrenzt. Damit kann keinesfalls das Auslangen gefunden werden.
  • Viele Unternehmen leben von der Substanz bzw. von Haftungskrediten der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT). Diese sind in weiterer Folge lediglich Darlehen und auf die Laufzeit zurückzuzahlen.
  • Arbeitslos gemeldete Mitarbeiter werden vom AMS zunehmend umgeschult und in andere Branchen vermittelt.
  • Viele Saisonmitarbeiter, die derzeit freigestellt sind, beziehen Notstandshilfe. Vor Bezug der Notstandshilfe müssen allerdings die Ersparnisse aufgebraucht werden.
  • Situationen wie diese führen dazu, dass Mitarbeiter beginnen aus dem Tourismus abzuwandern und in Zukunft einen zusätzlichen Personal- bzw. Fachkräftemangel auslösen werden. 

Tourismus fit für die Öffnung 

Ein besonderer Dorn im Auge ist den Tourismusvertretern zudem, dass die Branche bei den Öffnungsschritten ständig nachrangig behandelt wird. „Was im Handel und in den Schulen geht, muss auch bei uns möglich sein“, so Ebner, Pühringer und Imlauer unisono. Gerade der Tourismus habe sich wie keine andere Branche frühzeitig mit der Pandemie auseinandergesetzt: Bereits im Frühjahr 2020 wurden Hygienekonzepte en masse produziert, Corona-Beauftragte ausgebildet, Mitarbeiter getestet und Sicherheitskonzepte für Events, Gastronomie, Hotellerie, etc. erarbeitet. In der Folge wurde im vergangenen Sommer der Beweis erbracht, wie eine Sommersaison ohne Ansteckung und ohne ein einziges Corona-Cluster im Tourismus möglich ist. „Es ist einfach nicht mehr einzusehen, warum gut gefüllte Einkaufszentren weniger gefährlich sein sollen als ein Restaurant oder ein Kulturevent, bei dem bereits am Eingang penibel kontrolliert wird und danach alle weiteren Schritte in ein engmaschig geknüpftes Hygiene- und Sicherheitskonzept eingebettet sind“, betonen die Tourismusvertreter weiter. 

Gerade das Eintrittstesten im Tourismus böte die große Chance, noch mehr Infizierte herauszufiltern. „Es ist ganz und gar unverständlich, dass die Regierung diese zusätzliche Möglichkeit zur weiteren Steigerung der Testquote in Österreich einfach auslässt. Im Gegenteil: auf diese Weise werden Feiern und Treffen noch stärker ins unkontrollierte private Umfeld verlagert und so die Unsicherheit und Ansteckungsgefahr weiter befeuert“, betonen die Tourismusobleute.

„Es kann nicht sein, dass der Tourismus ständig der Hauptleidtragende der Corona-Krise ist. Dafür gibt es keinen rationalen Grund“, unterstreichen Ebner, Pühringer und Imlauer. „Wir sind nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung! Diese Tatsache muss endlich anerkannt und deshalb eine Öffnung ab 15. März trotz steigender Corona-Zahlen möglich gemacht werden.“

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