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Salzburger Handwerk wird immer meisterlicher

Bei der Meisterbriefverleihung am 15. Oktober im Haus für Mozart werden Meister- und Befähigungsprüfungs-Urkunden an fast 350 neue Meister:innen verliehen. Darüber hinaus werden die Sieger:innen des Salzburger Handwerkspreises 2022 prämiert.

Bekanntgabe der Sieger des Handwerkspreises
© WKS/Andreas Kolarik Bei der Bekanntgabe der Sieger des Handwerkspreises 2022 (v. l.): Spartenobmann KommR Josef Mikl, Wolfgang Wagner (FUBO), Andreas Zimmer (Pihapper Ltd.), Gerhard Fercher (Fercher + Stockinger) und Spartengeschäftsführer Mag. Wolfgang Hiegelsperger.

„Ich gratuliere allen Gewinner:innen zu ihren hervorragenden Projekten. Der Salzburger Handwerkspreis ist einer der renommiertesten Wirtschaftspreise des Landes und zeigt Jahr für Jahr, zu welch meisterlichen, kreativen und innovativen Leistungen Salzburgs Gewerbe- und Handwerksbetriebe fähig sind“, sagte Spartenobmann KommR Josef Mikl im Rahmen der Bekanntgabe der Sieger im Franziskanerkloster in Salzburg.

Die Bandbreite der Einreichungen war auch heuer groß: Sie reichte von technisch aufwändigen Sanierungen bzw. Neubauten über innovative Neuentwicklungen bis hin zu traditionellen Handwerksarbeiten. Die Basis für diese „Top-Qualität made in Salzburg“ ist das hochwertige duale Berufsausbildungssystem (von der Lehre bis zum Meister:in). „Dieses auf der ganzen Welt anerkannte Berufsbildungssystem ist unser größter Schatz, den es zu erhalten gilt“, unterstrich Mikl.

Meister:innen genießen höchstes Ansehen

Gerade dabei könne die Wirtschafskammer auf große Erfolge in der jüngsten Vergangenheit verweisen. Seit 2019 ist der Meister dem akademischen Bachelor gleichgestellt und seit zwei Jahren dürfen Handwerksmeister ihren Titel offiziell führen und in Dokumenten eintragen lassen. „Es ist bemerkenswert, wie rasch die Aufwertung des Meisters in der Gesellschaft angekommen ist. Ein schöner Erfolg, durch den wir uns in unserer Initiative bestätigt sehen. Und ein gutes Signal für den Wirtschaftsstandort: Wir brauchen mehr Meister:innen, um das Land und die Regionen zu stärken“, betonte Mikl. Dass der Meistertitel in den vergangenen Jahren noch attraktiver geworden ist, belegen auch die Zahlen der Meisterprüfungsabsolvent:innen in Salzburg: Lag deren Zahl 2015 noch bei knapp 250, so werden am 15. Oktober fast 350 Absolvent:innen ihre Meisterbriefe in Empfang nehmen.

Die Sieger:innen des Salzburger Handwerkspreises 2022:

1. Platz: Zum Siegerprojekt des Salzburger Handwerkspreises 2022 wurde das „Vierteilige Splitboard“ von Andreas Zimmer von Pihapper Ltd. in Mittersill gekürt. Das Splitboard ist ein Snowboard, das in mehrere Teile zerlegt werden kann. Die zwei Außenteile sind wie Tourenski für den Aufstieg verwendbar, der Mittelteil kann zusammengeklappt werden und so einfach in einem Rucksack verstaut werden. Eine Besonderheit stellt das geringe Gewicht der beiden Aufstiegshilfen dar, sodass eine Vergleichbarkeit mit Tourenski gegeben ist. Das vierteilige Splitboard wurde von Andreas Zimmer selbst geplant und konstruiert und stellt eine gelungene Weiterentwicklung einer bestehenden Idee dar.

 www.pihapper-ltd.com

2. Platz: Den zweiten Platz belegte die Fußbodentechnik Ing. Maikl GmbH (FUBO) aus Salzburg für die Terrazzoarbeiten beim Franziskanerkloster in Salzburg. Terrazzoböden wurden in früherer Zeit häufig für die Ausgestaltung von Stiegenhäusern oder großen Räumen verwendet. Die Herstellungs- und Verarbeitungstechnik ist heute kaum mehr bekannt, stößt gegenwärtig aber wieder auf verstärkte Nachfrage. Das Projekt Franziskanerkloster zeigt alle Techniken und Einsatzmöglichkeiten von Terrazzo für Bodenbeläge und Stiegenausbildungen. Terrazzo ist ein aus Zement und verschieden getönten Steinchen hergestellter Werkstoff.

 www.fubo.at

3. Platz: Mit dem dritten Platz wurde die Fercher + Stockinger Holzhandwerk GmbH aus Seekirchen für die Fenstersanierung beim Pfarrhof Maria Himmelfahrt in Freilassing-Salzburghofen ausgezeichnet. Bei dem Projekt wurde die Herausforderung, das Erscheinungsbild einer historischen Fassade mit zeitgemäßen Anforderungen zu verbinden, optimal gemeistert. Erreicht wurde das durch ein harmonisches Zusammenspiel von Außen- und Innenfenstern. Die Außenebene wurde sehr historisch gestaltet (mit Winkelbändern, Espagnolettenverschluss bzw. gebürsteten Oberflächen), die Innenseite ist für die energetische Abdichtung zuständig. Darüber hinaus wurden auch Türen nach historischen Vorbildern wiederhergestellt.

 www.fensterstock.at

Mit Anerkennungspreisen wurden ausgezeichnet:

Meisterfloristin Elena Hofmann aus Hallein mit dem Projekt „Florale Raumgestaltung mit spezieller Konservierungstechnik“. Hofmann gestaltet Wandbilder, in der sie die Schönheit der Natur Österreichs einfängt. Die Bilder stellen ein neues Gestaltungselement für Innenräume dar und zeichnen sich durch besondere handwerkliche Kunstfertigkeit aus. Eine spezielle Herausforderung besteht in der Konservierung der pflanzlichen Grundstoffe.

 www.floralsbyelena.at

Die Hartl Bau GmbH aus Salzburg mit der Wendeltreppe mit Rundbrüstung in Sichtbeton für die BV B&R Industrial Automation, Campus Eggelsberg. Die Fertigung der Wendeltreppe war sowohl eine technische als auch eine handwerkliche Herausforderung. Obwohl sie in mehreren Arbeitsschritten errichtet werden musste, weist das Bauwerk ein äußerst harmonisches Erscheinungsbild auf. Eine besondere Herausforderung stellten die komplizierten Einmessarbeiten dar.

 www.hartlbau.com

Amanda Cantarella aus Anif für das Projekt „Monster High Nägel“. Das Nageldesign von Cantarella ist sowohl künstlerisch als aus handwerklich sehr hochwertig. Das jeweilige Motiv wird mit einem weißen Painting-Gel vorgezeichnet und in aufwändiger Handarbeit vollendet. Darüber hinaus werden alle medizinisch-hygienischen Ansprüche erfüllt.

Konjunkturbarometer ist im sinken

Laut aktueller Umfrage der KMU Forschung Austria verzeichneten Salzburgs Gewerbe- und Handwerksbetriebe im 1. Halbjahr 2022 noch eine wertmäßige Steigerung der Umsätze von durchschnittlich 2,9%. Dafür verantwortlich sind mehrheitlich allerdings die erhöhten Preise. Gleichzeitig ist der mengenmäßige Absatz gesunken. Im 3. Quartal überwiegen die Betriebe mit guter Geschäftslage um 12 Prozentpunkte. Das bedeutet ein Absinken des Stimmungsparameters sowohl gegenüber dem Vorjahresquartal (24% positiv) als auch gegenüber dem 2. Quartal d. J. (29% positiv). Der Auftragsbestand in den investitionsgüternahen Branchen (Bau, Metall, Holz etc.) ist im Vergleich zum 3. Quartal 2021 um 6,7% gestiegen. 19% der Betriebe könnten sofort zusätzliche Aufträge ausführen und zeigen einen Rückgang der Auslastungssituation. In den konsumnahen Branchen (Kfz, Lebensmittel, Gesundheit, Kunsthandwerk etc.) ist der Anteil an Betrieben mit Umsatzsteigerungen stark von 41% auf 14% gesunken. Die Situation ist somit wesentlich schlechter als im Vorquartal. Die Erwartungshaltung für das 4. Quartal 2022 ist insgesamt negativ. Es überwiegen die pessimistischen Einschätzungen um einen Prozentpunkt. Die Stimmung ist bei den konsumnahmen Branchen optimistischer als in den investitionsgüternahen Branchen.

Weiterer Preisschub und zusätzliche Hilfen erwartet

„Steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie die hohe Inflation führen schon gegenwärtig zu steigenden Preisen bei Produktion und Dienstleistung. Dabei sind die zu erwartenden Lohnsteigerungen noch gar nicht einkalkuliert und werden 2023 einen weiteren Preisschub bringen“, prognostiziert Mikl. Die von der Regierung angekündigte Umsetzung des Energiekostenzuschuss-Gesetzes mit der korrespondierenden Richtlinie konnte für die Betriebe nach zähen Verhandlungen zwar verbessert werden, indem eine Aufstockung der Fördermittel von 450 Mill. € auf 1,3 Mrd. € inklusive einer Pauschalregelung für die Kleinbetriebe geschaffen wurde. Die konkrete Umsetzung ist allerdings noch nicht bekannt. Positiv zu vermerken ist, dass für Betriebe mit einem Jahresumsatz von 700.000 € die Energieintensität keine Fördervoraussetzung ist und damit jedes Unternehmen den Zuschuss beantragen kann, das von erhöhten Energiekosten betroffen ist. Der Förderzeitraum ist vorweg mit 1. Februar bis 30. September 2022 definiert. „Das, was jetzt präsentiert wurde, ist eine dringende Ersthilfe. Falls das nicht ausreicht, werden mit Sicherheit weitere Förderperioden notwendig sein“, resümiert Mikl.

 www.handwerkspreis.at



Bildtexte:

 Foto PK1: Bei der Bekanntgabe der Sieger des Handwerkspreises 2022 (v. l.): Spartenobmann KommR Josef Mikl, Wolfgang Wagner (FUBO), Andreas Zimmer (Pihapper Ltd.), Gerhard Fercher (Fercher + Stockinger) und Spartengeschäftsführer Mag. Wolfgang Hiegelsperger.

Foto PK2: Im Bild (v. l.): Wolfgang Wagner (FUBO), Andreas Zimmer (Pihapper Ltd.) und Gerhard Fercher (Fercher + Stockinger).

 Fotos: WKS/Kolarik

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