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Salzburgs Jungunternehmer wieder auf Betriebstemperatur

Für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Neustart nach der Corona-Krise müssen jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Die Junge Wirtschaft fordert deutliche Entlastungen und will auf das Engagement der Betriebe und die Chancen in Sachen Klimaschutz hinweisen.

Foto von Martin Kaswurm und Christiane Holzinger
© JW

„Die Stimmungslage bei den Salzburger Jungunternehmerinnen und Jungunternehmern hat sich nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie wieder spürbar verbessert. Viele sind zuversichtlich, die Krise wirtschaftlich überwunden zu haben“, freut sich Martin Kaswurm, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Salzburg. Das belegen nicht nur die zahlreichen Gespräche, die Kaswurm in den vergangenen Wochen mit jungen Selbstständigen geführt hat, sondern auch die Ergebnisse des jüngsten Konjunkturbarometers der Jungen Wirtschaft Österreich. Demnach geht fast die Hälfte der Befragten in Westösterreich (Salzburg, Tirol und Vorarlberg) von einer Erholung der gesamten Wirtschaft aus. Auch die Investitionsneigung und die Absicht, Personal einzustellen habe wieder deutlich zugenommen. Viele junge Selbstständige hätten sich an die schwierige Situation angepasst, innovative Problemlösungen gefunden und ihr Geschäftsmodell danach ausgerichtet „Salzburgs Jungunternehmer befinden sich wieder auf Betriebstemperatur und erreichen von der Stimmungslage her wieder das Vorkrisenniveau. Jetzt ist es wichtig, diesen Schwung mitzunehmen und die richtigen Impulse für einen nachhaltigen Aufschwung zu setzen“, betont Kaswurm.

Leistungen des betrieblichen Klima-und Umweltschutzes sichtbar machen 

Der Klimaschutz hat laut JW-Konjunkturbarometer durch die Corona-Pandemie deutlich an Bedeutung gewonnen. So ist für 88% der befragten Jungunternehmer Umweltschutz mit und nicht gegen die Wirtschaft ein vorrangiges Ziel, um auch in Zukunft gute Chancen und ausreichend Ressourcen vorzufinden. Die JW hat deshalb die Plattform #unternehmenumwelt (www.unternehmenumwelt.at) eingerichtet, auf der Fördermaßnahmen, Checklisten, News zu Nachhaltigkeit und Best-Practice-Beispiele von betrieblichen Klimaschutzmaßnahmen präsentiert werden. Denn laut einer Market-Umfrage, die im Auftrag der WKÖ durchgeführt wurde, räumen 86% der Befragten heimischen Betriebe dem Klimaschutz einen „sehr hohen oder hohen Stellenwert“ ein. Fast 70% sind überzeugt, dass Klima- und Umweltschutz im eigenen Unternehmen in Zukunft noch wichtiger sein wird.  

„Mit kreativen Ideen, unternehmerischen Lösungen, internen Verbesserungen, neuen Technologien made in Austria und zukunftsorientierten Geschäftsmodellen leisten die heimischen Betriebe maßgebliche Beiträge zu einer intakten Umwelt und zu wirksamen Klimaschutz“, bekräftigt JW-Bundesvorsitzende Christiane Holzinger. Eine Initiative, die auch von der JW Salzburg mitgetragen wird. „Ich möchte die Salzburger Betriebe einladen, die Plattform zu besuchen und sich an der Aktion zu beteiligen. Denn von klugem Umwelt- und Klimaschutz profitiert nicht nur die Umwelt, sondern auch die Unternehmen, der Arbeitsmarkt und künftige Generationen“, ergänzt der Salzburger JW-Landesvorsitzende Kaswurm.

Steuersenkungen und Generationengerechtigkeit 

Ganz oben auf der Liste der wichtigsten Forderungen an die Politik steht für die Befragten die steuerliche Entlastung. Laut Konjunkturbarometer führt für fast 60% der Befragten kein Weg an einer Steuersenkung vorbei. „Das ist für die jungen Betriebe der richtige Weg, damit Investitionen – etwa in Wachstum und Klimaschutz – wieder neue Handlungsspielräume eröffnen. Auch zur Stärkung der Eigenkapitalbasis brauchen die jungen Betriebe eine spürbare Entlastung“, ist Holzinger überzeugt. Sie nennt beispielsweise eine Senkung der Körperschaftsteuer (KöSt) auf 21% oder die Einführung eines Beteiligungsfreibetrages. Letzterer soll private Beteiligungen an Neugründungen oder KMU bis zu einer Höhe von 100.000 € als Freibetrag und über fünf Jahre absetzbar ermöglichen. 

Den jungen Selbstständigen ist aber auch die Generationengerechtigkeit ein großes Anliegen. Denn junge Unternehmen dürften nicht durch Fehlentscheidungen und Reformstau in ihren zukünftigen Chancen beeinträchtigt werden, zumal sich das langfristig auch auf den gesamten Wirtschaftsstandort negativ auswirke. Im Visier hat man dabei in erster Linie die Handlungsfelder Pensionen, Budget und Klimaschutz. „Wenn die Babyboomer in Pension gehen, dann verschiebt sich das Verhältnis in unserem Pensionssystem zu Ungunsten der jungen Generationen. Deshalb benötigen wir eine Stabilisierung des Pensionssystems etwa indem die Kluft zwischen dem faktischen und dem gesetzlichen Pensionsantrittsalter endlich geschlossen wird“, appelliert Holzinger an die Verantwortungsträger. Auch die Budgetpolitik müsse auf generationengerechte, finanzpolitische Rahmenbedingungen achten, denn die Schulden von heute belasten die folgenden Generation. Deshalb brauche es eine behutsame, aber wirtschaftsfördernde Rückkehr zu einer nachhaltigen Budgetpolitik und strukturelle Reformen, um die Staatsfinanzen und den Sozialstaat nachhaltig abzusichern. 

Impfung als Corona-Wellenbrecher 

Angesichts der stetig steigenden Infektionszahlen in den vergangenen Wochen sind sich Holzinger und Kaswurm einig, dass die Impfung das Mittel der Wahl im Kampf gegen die Delta-Welle ist: „Wenn wir keine Lockdowns und Einschränkungen mehr haben wollen, braucht es wesentlich mehr Dynamik bei den Impfungen. Die derzeitige Impfquote reicht noch nicht aus, um vor Einschränkungen und Schließungen in der kommenden Herbst-Winter-Saison sicher zu sein“, meint Holzinger. Zudem könnte Corona in den kommenden Monaten abermals für vermehrte Krankenstände und Quarantänen von Kontaktpersonen sorgen und damit die Betriebsabläufe wieder stark beeinträchtigen. „Mit einer zu geringen Durchimpfungsrate riskieren wir, den derzeitigen Aufschwung wieder zu verspielen. Das kann Betriebe schnell wieder in Bedrängnis bringen und tausende Arbeitsplätze kosten“, gibt Kaswurm zu bedenken.

JW Salzburg in Zahlen:

  • 3.093 Mitglieder
  • Die meisten JW-Mitglieder kommen aus der Stadt Salzburg (1.082) gefolgt vom Flachgau (703)        
  • Die männlichen Mitglieder überwiegen (59%) gegenüber den Frauen (41%)

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