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Gesamte Branche vor den Kopf gestoßen

Für die heimische Tourismuswirtschaft ist die weitere Verlängerung der Corona-Sperre nicht nur wirtschaftlich äußerst schmerzvoll, sondern auch eine vertane Chance im Hinblick auf die Steigerung der Corona-Testungen in Österreich.

Albert Ebner, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKS.
© Neumayr Albert Ebner, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKS.

„Es ist sehr ärgerlich und bringt die gesamte Branche in allergrößte Schwierigkeiten, dass der Tourismus von der Politik weiter hingehalten wird und noch immer nicht öffnen darf“, ärgert sich der Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der WKS, Albert Ebner. Bei allem Verständnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Pandemie und der veränderten Situation durch die Mutationen brauche es nun endlich auch für uns klare Öffnungsperspektiven, sagt Ebner weiter. So wie im Handel oder bei den körpernahen Dienstleistern wäre es auch in der Gastronomie problemlos möglich, Eintrittstests zu kontrollieren. Dadurch würde sich auch die Anzahl der Testungen in Österreich enorm erhöhen, was ja ein erklärtes Ziel der Regierung ist. Mitarbeiter im Tourismus würden ohnedies wöchentlich über die Testinitiative des Tourismusministeriums getestet. „Es kann nicht sein, dass auf der einen Seite Einkaufszentren gut gefüllt sind und auf der anderen Seite in den Gaststuben und den Hotels gähnende Leere herrscht!“, betont Ebner. 

Der Spartenobmann gibt weiter zu bedenken, dass nicht nur die wirtschaftliche Situation der Betriebe immer ernster werde, sondern auch die Motivation bei den Mitarbeitern arg in Mitleidenschaft gezogen wird. „Wie soll ich meine Mitarbeit in der Kurzarbeit noch motivieren, wie halte ich meine Saisonmitarbeiter bei der Stange und wie plane ich meine Sommersaison? Das sind nur einige der vielen Fragen, die sich derzeit im Tourismus stellen“, macht Ebner klar. „Wir haben die Wiedereröffnung nun bereits zum siebten Mal verschoben, bei der Verlängerung der Einstellungszusage befinden wir uns in Runde drei. So kann es nicht weitergehen!“ 

Erwartungen in Ostergeschäft 

Auch die Hotellerie möchte unbedingt wieder möglichst rasch zu einem vorkrisenähnlichen Normalzustand zurückkehren. „Für viele Betriebe wird es wirtschaftlich bereits ziemlich eng“, betont Georg Imlauer, Obmann der Fachgruppe Hotellerie in der WKS. Gerade in der Stadt Salzburg hätte man sich von einem Geschäft vor und zu Ostern einiges erwartet. „Für das Öffnen brauchen wir aber mindestens zwei Wochen Vorlaufzeit. Geht das Hinhalten so weiter, werden wir das nicht mehr zeitgerecht schaffen“, sagt Imlauer weiter. Auch für die Tourismusgebiete am Land ist es frustrierend, wenn zwar Lifte laufen, Restaurants und Hotels aber geschlossen halten müssen. „Könnte ein Hotelgast keinen gültigen negativen Corona-Bescheid vorweisen, würden wir das problemlos mit Schnelltests an den Rezeptionen organisieren“, betont Imlauer. Auch er ist davon überzeugt, dass die Motivation, einen Corona-Test zu machen, dadurch enorm gestiegen wäre. „Das hätte einen riesigen Mehrwert für die Gesamtsituation in Österreich gehabt. Damit hätten wir noch mehr Corona-Positive herausfiltern können. In die Gaststuben bzw. die Hotels wären ohnedies nur Corona-negative Personen gekommen“, betont Imlauer. 

Unerlässlich wäre eine baldige Öffnung auch für die vielen Sport- und Freizeitbetriebe gewesen. „Durch fehlende Planungssicherheit und mangels politischer Konzepte steht nun eine ganze Branche vor dem Aus“, kritisiert der Sprecher der heimischen Fitnessbetriebe, Christian Hörl MBA. Darüber hinaus, so Hörl, ist bei vielen Menschen mit erheblichen gesundheitlichen Langzeitfolgen zu rechnen, da sie ihrem Training und ihren Therapien schon lange nicht mehr nachkommen können. 

Gerade die Tourismus- und Freizeitwirtschaft hat im vergangenen Sommer vorbildlich vorgezeigt, wie Tourismus und Freizeitvergnügen mit umfassenden Sicherheits- und Hygienekonzepten möglich sind. „Wie der Handel und die körpernahen Dienstleister wären unsere Betriebe dafür bereit gewesen, den Beweis zu erbringen, dass eine sichere Gastfreundschaft auch in schwierigen Corona-Zeiten möglich ist. Es ist daher jetzt der Punkt erreicht, wo man auch uns klare Öffnungsperspektiven geben muss. Da es hier um tausende Existenzen geht, ist ein weiteres Vertrösten auf die nächsten Wochen oder gar bis Ostern nicht mehr hinnehmbar“, resümiert Spartenobmann Ebner.

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