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Baulehre weiter im Aufwind

Im Baugewerbe freut man sich trotz Coronakrise über ein ansehnliches Lehrlingsplus. Die im Vorjahr gestartete Digitalisierung der Baulehre beweist gerade in Zeiten der Pandemie ihren großen Nutzen.

Baulehrling mit Tablet
© WKS/Neumayr

In Salzburgs Baugewerbe gab es im Vorjahr einen Zuwachs von 7,4% bei der Gesamtzahl der Lehrlinge (inklusive Bauindustrie 311 junge Nachwuchsfachkräfte). Der Anstieg im 1. Lehrjahr lag sogar bei 10,3% (inklusive Bauindustrie 102 Lehrlinge). Für den Lehrlingswart und stellvertretenden Innungsmeister der Landesinnung Bau, Bmstr. Franz Steger, liegen die Gründe dafür vor allem in dem jahrelangen Bemühen um den Nachwuchs und in der augenscheinlichen Arbeitsplatzstabilität in schwierigen Coronazeiten. „Wir hatten im Gegensatz zu vielen anderen Branchen das Glück, dass auf den Baustellen - bis auf wenige Tage zu Beginn der Pandemie - immer gearbeitet werden konnte. Das haben natürlich die Leute bemerkt, was sich positiv auf unser Arbeitgeberimage ausgewirkt hat“, betont Steger. 

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die gute Lage sind zudem die zahlreichen Schulbesuche bzw.
-vorträge, die die Landesinnung laufend organisiert. Bereits vor mehr als zehn Jahren wurde mit Mag. Silvia Giritsch eine eigene Lehrstellenakquisiteurin eingesetzt und mit dem alljährlichen „Bau-Lehrlingscasting“ an der BAUAkademie Salzburg wird ebenso Werbung für die Bauberufe unter Salzburgs Jugendlichen gemacht.  

Tablets für den Nachwuchs 

Neu ausgerichtet wurde im Vorjahr auch das Grundkonzept der Lehrlingsausbildung im Bauwesen. Mit „Baulehre 2020“ wurde sie an das digitale Zeitalter angepasst. So fließen u. a. neue Arbeitstechniken (z. B. digitale Vermessung, elektronisches Daten-Management) in die Lehre ein. Neben der strategischen Neuausrichtung werden Akzente im Bereich E-Learning gesetzt. Bereits angeboten werden Lernvideos, Online-Trainings und digitale Wissens-Checks (Nähere Info: www.e-baulehre.at), die sich speziell in der aktuellen Corona-Krise als erfolgreiche Unterstützung erweisen. 

Auch im Hardwarebereich wurde aufgerüstet: Im 2. Lehrjahr erhalten die Baulehrlinge kostenlos ein Tablet mit Internet-Zugang und vorinstallierten E-Learning-Programmen. Hinzu kommen weitere Applikationen zu den Themen Arbeitssicherheit, Normen, Baustellendokumentation und umweltgerechte Entsorgung. „Das Konzept ‚Baulehre 2020‘ kann durchaus als Impuls in Richtung Digitalisierung der gesamten Branche verstanden werden. Mit dem Maßnahmenpaket geht der Bau in der Ausbildung neue Wege und leistet Pionierarbeit“, betont Steger. 

Lehrlinge im Mittelpunkt 

Einer der ersten Höhepunkte für die neuen Baulehrlinge ist die Aufdingungsfeier zu Lehrbeginn. Bei dieser Feier, die gemeinsam mit den Ausbildnern und Eltern der Lehranfänger begangen wird, werden die künftigen Fachkräfte der Bauwirtschaft offiziell willkommen geheißen und bekommen einen Werkzeugsack inklusive Sicherheitsausrüstung im Wert von 350 € geschenkt. „Wir haben es uns im Vorjahr trotz Corona nicht nehmen lassen, die Aufdingung unter den vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden zu lassen. Damit zeigen wir den jungen Menschen, wie wichtig sie für die Branche sind und welche großen Karrierechancen mit einer Baulehre möglich sind. Sie reichen vom Polier über den Bauleiter bis hin zum selbstständigen Baumeister“, unterstreicht Steger.

Last, but not least setzt sich die Innung auch für benachteiligte Jugendliche ein.  „Wir geben immer wieder jungen Menschen mit mentaler Beeinträchtigung eine Chance, eine Ausbildung im Baubereich abzuschließen. Diesen Jugendlichen das Erfolgserlebnis einer geschafften Prüfung zu ermöglichen, ist ein besonders schönes Erlebnis. Ihren Ausbildungsfirmen zahlen sie das in sie gesetzte Vertrauen mit besonderer Loyalität und Arbeitseinsatz zurück“, resümiert Steger.

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