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346 Jungmeister erhalten Meisterbriefe

Am 16. Oktober findet im Rahmen der „Festspiele des Handwerks“ im Haus für Mozart wieder die feierliche Überreichung der Meisterbriefe an 346 Jungmeister statt. Wie eine aktuelle Umfrage der WKÖ bestätigt, genießen Meister- und Lehrlingsausbildung hierzulande höchstes Ansehen.

Nikola Buchschachermair ist mit 20 Jahren heuer die jüngste Meisterin Salzburgs. Sie hat die Meisterprüfung im Damenkleidermachergewerbe absolviert.
© WKS/Hauch Nikola Buchschachermair ist mit 20 Jahren heuer die jüngste Meisterin Salzburgs. Sie hat die Meisterprüfung im Damenkleidermachergewerbe absolviert.

Dass der Meistertitel in den vergangenen Jahren noch attraktiver geworden ist, belegt die Statistik der Meisterprüfungsstelle in der WK Salzburg: Lag die Zahl der Jungmeister 2015 noch bei knapp 250, so werden am 16. Oktober 346 Absolventen ihre Meisterbriefe in Empfang nehmen. „Das ist ein neuer Rekord-Höchststand“, freut sich KommR Josef Mikl, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der WKS. „Wir sind sehr froh darüber, dass wir nach dem coronabedingten Verzicht auf die große Feier unserer Preisträger 2020 die heurige Preisverleihung wieder vor großem Publikum im Haus für Mozart abhalten können. Das Ganze findet natürlich unter exakter Einhaltung der 3-G-Regel statt“, betont Mikl. 

Die vielen Meister sind laut Mikl auch die Basis für das hochwertige duale Berufsausbildungssystem (von der Lehre über den Facharbeiter bis zum Meister) in Österreich: „Dieses auf der ganzen Welt anerkannte Berufsbildungssystem ist unser großer Schatz, den es zu erhalten gilt. Und das tun wir mit der Förderung der Meisterprüfung am besten!“  

Dass die Meisterausbildung hierzulande ein äußerst hohes Ansehen genießt, wird zudem durch eine aktuelle Umfrage im Auftrag der WKÖ unter Österreichs Bevölkerung belegt: Danach gefragt, wer denn als „sehr angesehen“ bezeichnet werden könnte, wurden zwar traditionell die Ärzte (59%) genannt, danach folgen jedoch gleich die Meisterinnen und Meister aus Gewerbe und Handwerk (36%). Eine ähnlich hohe Einschätzung gab es stets auch in den Vorjahren. 

René Wenger hat mit 21 Jahren die Meisterprüfung in der Metalltechnik abgeschlossen.
© WKS/Hauch René Wenger hat mit 21 Jahren die Meisterprüfung in der Metalltechnik abgeschlossen.

Auch Lehrlingsimage hoch 

Gefragt wurde auch nach dem Image der Lehrlinge. Das erachten 47% der Österreicher als gut, wobei das Image der Lehre nirgendwo so hoch ist wie in den drei westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg – drei in der Lehrlingsausbildung traditionell sehr starke Bundesländer. Hier sagen 63% der Bevölkerung, dass die Lehre ein gutes Image aufweist. „Jahrelange Kampagnen wie ‚Lehre: Sehr g’scheit!‘ und viele engagierte Lehrbetriebe zahlen sich eben aus. In Salzburg gilt die Lehre deutlich mehr als anderswo“, betont Mikl. Das zeigt sich auch in der Bewertung der Lehrlinge als Berufsgruppe. Hier erzielen die Lehrlinge einen österreichweiten Wert von 55%, womit dieser von einem Tiefststand von 35% im Jahr 2013 seit damals kontinuierlich gestiegen ist.  

Marianne Erlmoser ist frischgebackene Kfz-Technik-Meisterin.
© WKS/Hauch Marianne Erlmoser ist frischgebackene Kfz-Technik-Meisterin.
Trotz der wirtschaftlich schwierigen Corona-Zeit sind die Salzburger Gewerbe- und Handwerksbetriebe weiter zur Lehrlingsausbildung gestanden. „Ich bin stolz darauf, dass überdurchschnittlich viele Betriebe auch in der Krise Lehrlinge aufgenommen haben. Auf das Handwerk und Gewerbe ist eben Verlass“, freut sich Mikl. Insgesamt werden in Salzburgs Gewerbe und Handwerk 3.789 junge Menschen zu künftigen Fachkräften ausgebildet. Die Gesamtzahl der Lehrlinge in Salzburg liegt derzeit bei 7.512. 

Aufgrund der anziehenden Konjunktur sind die heimischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe aktuell wieder händeringend auf der Suche nach Nachwuchs: offene Lehrstellen im dreistelligen Bereich gibt es derzeit etwa in den Bauberufen (140 offene Lehrstellen) und in den Metall- und Elektroberufen (255 offene Lehrstellen). Ein Lehrlingsmangel herrscht zudem bei den Holzverarbeitern (50 offene Lehrstellen), im Nahrungsmittelgewerbe (41 offene Lehrstellen), bei den Friseuren (26 offene Lehrstellen), in den Gesundheitsberufen (24 offene Lehrstellen), bei den Stein-, Keramik- und Glasberufen (10 offene Stellen) sowie im Textilgewerbe (10 offene Lehrstellen). 

Auch Steinmetz Robert Moser, Silbermedaillen-Gewinner bei den Berufs-Europameisterschaften „EuroSkills 2018“, hat die Meisterprüfung absolviert.
© WKS/Hauch Auch Steinmetz Robert Moser, Silbermedaillen-Gewinner bei den Berufs-Europameisterschaften „EuroSkills 2018“, hat die Meisterprüfung absolviert.

Kür der Sieger des Handwerkspreises 

Als einer der Höhepunkte der Meisterbriefverleihung findet auch die Kür der Sieger des „31. Salzburger Handwerkspreises“ der WKS statt. Den ersten Platz holte sich heuer Sunbeam Yachts in Mattsee mit der neuen Segelyacht Sunbeam 32.1. Den zweiten Platz belegte die P. Lienbacher Holzbauwerk GmbH aus Kuchl mit dem Bauprojekt Wooden Corn Box (Neubau Lerchenmühle in Golling). Mit dem dritten Platz wurde Mst. Herbert Lanner aus Radstadt mit seinem Motorrad-Umbauprojekt für eine Harley Davidson FLSTF ausgezeichnet. Anerkennungspreise erhielten schließlich der Berufsfotograf Ing. Mst. Ralf Weichselbaumer aus Seeham mit dem Leader-Projekt „Umsetzung der Bildideen“ und Die Kalkputzer OG in Stuhlfelden mit dem „Sanierungsprojekt Kirchturm Piesendorf“.

 

www.handwerkspreis.at

 

Pressefotograf Franz Neumayr wird den Redaktionen aktuelle Fotos von der Meisterbriefverleihung zur Verfügung stellen.

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