th share video content contact download event event-wifi cross checkmark close xing whatsapp wko-zahlen-daten-fakten wko-wirtschaftrecht-und-gewerberecht wko-verkehr-und-betriebsstandort wko-unternehmensfuehrung wko-umwelt-und-energie wko-steuern netzwerk wko-innovation-und-technologie wko-gruendung-und-nachfolge wko-bildung-und-lehre wko-aussenwirtschaft wko-arbeitsrecht-und-sozialrecht Twitter search print pdf mail linkedin google-plus Facebook arrow-up arrow-right arrow-left arrow-down calendar user home icon-gallery icon-flickr icon-youtube icon-instagram pinterest skype vimeo snapchat
news.wko.at
Mein WKO

Corona befeuert den Online-Handel

Die Salzburger haben im Vorjahr deutlich mehr Geld für Einkäufe im Internet ausgegeben als 2019. Der Großteil davon ging an ausländische Online-Händler. 

Die Paketflut steigt: Im Vorjahr ist die Zahl der Salzburger, die im Internet bestellen, sprunghaft angestiegen.
© WKO/Corbis Die Paketflut steigt: Im Vorjahr ist die Zahl der Salzburger, die im Internet bestellen, sprunghaft angestiegen.

71% der Salzburger im Alter von 16 bis 74 Jahren haben 2020 laut einer aktuellen Erhebung des Wiener Economica Instituts für Wirtschaftsforschung zumindest einmal in einem Webshop eingekauft. Der Anteil der Online-Shopper ging damit innerhalb eines Jahres um 14 Prozentpunkte nach oben. "Im Corona-Jahr 2020 ist – nicht zuletzt aufgrund der Lockdowns im stationären Einzelhandel – die Zahl der Online-Shopper um 60.000 Personen bzw. um 25% gestiegen. Das ist der höchste Zuwachs in den vergangenen zehn Jahren“, erklärt Projektleiter Peter Voithofer.

"Der Online-Boom geht ganz klar zu Lasten des stationären Handels."
Spartenobmann Hartwig Rinnerthaler

Insgesamt gaben die Salzburger im Vorjahr 570 Mill. € für Einkäufe im Internet aus. Das sind um 80 Mill. € oder 16,3% mehr als 2019. Im Vergleich zu 2013 beträgt der Zuwachs 58,3%. "In Salzburg werden bereits 11,5% aller Ausgaben im Einzelhandel online getätigt. Die Covid-19-Krise hat das Online-Shopping zwar nicht revolutioniert, jedoch die Entwicklung deutlich beschleunigt“, sagt Voithofer. Er verweist darauf, dass drei Viertel der Online-Shopper zum Teil oder ausschließlich bei ausländischen Internethändlern einkaufen. "Das wirft natürlich die Frage auf, wie wichtig das Thema Regionalität für die Konsumenten ist. Für viele scheint der Grundsatz ‚Regionalität predigen, aber global handeln‘ zu gelten“, meint dazu KommR Hartwig Rinnerthaler, Obmann der Sparte Handel in der WK Salzburg. 

Alarmierende Zahlen 

Seiner Ansicht nach sind die Zahlen alarmierend: "Der Wettbewerb der Vertriebsformen ist voll entbrannt, der Online-Boom geht ganz klar zu Lasten des stationären Einzelhandels.“ Auch wenn sich die Konkurrenz aus dem Internet je nach Branche unterschiedlich auswirke, müssten Geschäfte in allen Größen, Lagen und Regionen Umsatzeinbußen hinnehmen. "Das betrifft große Einkaufszentren ebenso wie die Innenstädte und kleine Händler auf dem Land“, betont Rinnerthaler. "Der Kaufkraftabfluss ist in der ohnedies angespannten wirtschaftlichen Lage eine zusätzliche Belastung für viele Geschäfte. Letztlich erleidet das gesamte Bundesland dadurch Einbußen.“

Ungewisse Zukunft 

Die weitere Entwicklung könne derzeit nur schwer vorhergesagt werden. "Man wird erst in zwei bis drei Jahren beurteilen können, ob der sprunghafte Anstieg der Internet-Einkäufe ein pandemiebedingter Ausreißer oder ein anhaltender Trend ist“, sagt Rinnerthaler. "Ob die Online-Ausgaben auch nach der Covid-19-Krise weiterhin so hoch ausfallen, bleibt abzuwarten“, meint auch Voithofer. 

Internetnutzung in Salzburg

  • 90% der 16- bis 74-jährigen Salzburger nutzen das Internet, 80% sind täglich online.
  • Seit 2010 hat sich die Zahl der Internetnutzer um 22% auf 380.000 erhöht.
  • Deutlich stärker gewachsen ist zuletzt der Anteil jener Salzburger, die Social-Media-Kanäle wie Facebook oder Instagram nutzen: Er nahm 2020 von 53 auf 60% zu. 


Das könnte Sie auch interessieren

BEW

Handwerksberufe hautnah erleben

Nach der coronabedingten Absage im Vorjahr findet am 28. und 29. Juni wieder eine „Berufserlebniswelt“ der Sparte Gewerbe und Handwerk in der WKS statt. mehr

Norbert Dornik – im Bild mit Sohn Patrick und Mitarbeiter Karl Wurz – hat erst vor kurzem ein neues Geschäft in Wals-Siezenheim eröffnet.

Fahrradhändlern fehlt es an Nachschub

Weil die Lieferketten weltweit unter Druck geraten sind, profitiert der Sportartikelhandel nur bedingt vom anhaltenden Fahrradboom. or allem bei E-Bikes ist die Nachfrage wesentlich größer als die verfügbare Menge.  mehr