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Neubau der Tourismusschule Klessheim 

Für den Neubau der Tourismusschulen Klessheim im Herbst 2021 fahren bereits die ersten Bagger auf. Salzburg rüstet sich mit dem 30 Mill. €-Projekt für neue internationale Tourismuszukunft. 

Schülerinnen der Tourismusschule Klessheim mit Zeugnissen
© TS Klessheim/Andreas Lutche

„Die Tourismusschule Klessheim gehört zu den besten Tourismusschulen der Welt und ist eine der zentralen Ausbildungsstätten für den Tourismus im Land Salzburg. Sie ist außerdem von hoher wirtschafts- und regionalpolitischer Bedeutung und ein Herzstück des Bildungsstandortes Salzburg“, betont WKS-Präsident KommR Peter Buchmüller anlässlich des bevorstehenden Neubaus der Tourismusschule Klessheim, der im Herbst 2021 starten wird. Bereits jetzt fahren die ersten Bagger auf. Die Schüler übersiedeln vorübergehend in ein „Schuldorf“, bis sie das neue Schulgebäude, dessen Eröffnung 2023 geplant ist, wieder beziehen können.

Tourismusschulen Klessheim – ein Bildungsvorzeigeprojekt

Die 1972 am heutigen Standort begründete Schule muss aus zahlreichen bautechnischen Gründen neu errichtet werden, um zeitgemäßen baulichen und pädagogischen Standards zu entsprechen und um auch weiterhin attraktiv für neue Schüler zu sein. „Die erneuerte Tourismusschule Klessheim ist ein unverzichtbarer Bestandteil einer Qualitätsorientierung des heimischen Tourismus. Sie sind darüber hinaus Kompetenzträger in einer volkswirtschaftlich zentralen Branche Salzburgs, die in der Post-Covid-Phase flexibel neue Tourismusangebote entwickeln wird“, sagt Buchmüller und ergänzt: „Die dazu notwendigen Zukunftskompetenzen finden in neuen pädagogischen, ökologischen und digitalen Konzepten ihre Umsetzung, wodurch die neue Tourismusschule Klessheim zu einem Bildungsvorzeigeprojekt in Salzburg wird.“

Schüler:innen siedeln Bilder um
© TS Klessheim/Andreas Lutche
Starker Wirtschaftsimpuls

Die gemeinsame Investition von Land, WKS und Bund in Höhe von 30 Mill. € stellt einen wichtigen Konjunkturimpuls dar. Da der Standort Salzburg durch die Covid-Krise aufgrund seiner hohen Tourismusintensität konjunkturell besonders getroffen wurde, ist eine dementsprechende Investition in die Bildung konjunktur- und standortpolitisch der richtige Schritt zur richtigen Zeit.

Unverzichtbar für die Ausbildung im Tourismus

Das Projekt der Erneuerung der Tourismusschule Klessheim ist für den Tourismus von zentraler Bedeutung, nicht zuletzt im Hinblick auf den notwendigen Aufschwung und einer nachhaltigen Entwicklung in diesem Sektor, wozu bestens ausgebildete junge Fachleute benötigt werden. Derzeit werden in der Tourismusschule Klessheim knapp 400 Schüler ausgebildet. Es gibt drei Ausbildungsformen: eine dreijährige Hotelfachschule, die fünfjährige Höhere Lehranstalt für Tourismus und das Kolleg für Hospitality Management, das in englischer Sprache geführt wird.

Ca. 40% der Schüler kommen aus Unternehmerfamilien, zwei Drittel davon aus dem Tourismussektor. Vielfach rekrutieren sich die Betriebsübernehmer aus der Gruppe der Absolventen der Tourismusschulen. Die Tourismusschule Klessheim ist daher auch ein wesentlicher Faktor für die Erneuerung der Tourismusstrukturen. „Nicht vergessen werden darf, dass besonders Klessheim-Absolventen durch ihre Engagements in internationalen Tourismusdestinationen über Jahrzehnte für ein ausgezeichnetes Image der österreichischen Gastlichkeit und für einen besonders guten Ruf der österreichischen Tourismusausbildung gesorgt haben“, sagt WKS-Direktor Dr. Manfred Pammer.

Lehrer siedelt Klassenmöbel um
© TS Klessheim/Andreas Lutche
Klessheim als Garant für Qualitätsorientierung

Corona wird voraussichtlich auch auf längere Sicht einen Wandel bei Gästeverhalten in Bezug auf Nachhaltigkeit, Sicherheit, Angebotsstruktur und digitalen Vermittlungsformen bewirken. Vor allem aber dürfte die touristische Positionierung Salzburgs hin zu hoher Qualität, Nachhaltigkeit und Authentizität eine wesentliche Verstärkung erleben. In dieser Transformationsphase kommt es entscheidend auf eine zeitgemäße, fortschrittliche Ausbildung an: Das neue Ausbildungskonzept in Klessheim, das mit dem neuen Gebäude Hand in Hand geht, zielt mit seinen geplanten Inhalten, seiner Internationalität, seiner Anwendung in neuen digitalen Unterrichtsformen und seiner Verankerung hin zu Nachhaltigkeit genau auf die nach Corona nachgefragten Qualitäten im Tourismus ab. Die erneuerte Tourismusschule Klessheim ist daher ein hervorragendes Element einer neuen Qualitätsstrategie des Landes im Tourismus bzw. ist auch im Zusammenhang mit einer Bildungsoffensive des Landes zur Überwindung der Corona-Krise zu sehen.

Leuchtturmprojekt für Salzburg: Eine Investition für die Zukunft

Mit dem Neubau der Tourismusschule Klessheim entsteht eine zeitgenössische „Bildungs-Landmark“ in Salzburg. Ein „Internationaler Bildungscampus Klessheim“, ergänzt durch eine geplante englischsprachige „Klessheim International School“ (Schulform: Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe) könnte eine ähnliche Strahlkraft entwickeln wie etwa die herausragende Architektur der FH am Campus Urstein oder der Cluster der Universität in der Science-City in Salzburg-Itzling. Salzburg rüstet sich damit für eine neue internationale Tourismuszukunft, in der Natur, Kultur, Nachhaltigkeit und höchste Gastlichkeit Wirtschaftsperspektiven für das 21. Jahrhundert eröffnen.

Internationaler Bildungscampus Klessheim

Mit dem Neubau verstärkt die Tourismusschule Klessheim generell eine ihrer wichtigsten Qualitäten – die Internationalität. Viele erfolgreiche Absolventen haben den ausgezeichneten Ruf der Tourismusschulen Klessheim weltweit begründet. „Klessheim“ ist so zum Synonym für eine international wettbewerbsfähige Tourismusausbildung geworden, die auch international stark nachgefragt wird.

Am Standort Klessheim besteht seit 1965 das „Institute of Tourism and Hotel Management“ (ITH). Hier wurden in über 55 Jahren rund 2.700 Schüler aus 144 Ländern ausgebildet. Basierend auf diesen guten internationalen Kontakten wurden in den vergangenen Jahren viele internationale Ausbildungsprojekte geleitet. So wurde eine Tourismusschule im Königreich Bhutan und eine Hotelfachschule in Russland aufgebaut. Auch für den Aufbau touristischer Ausbildungen in Nepal, Vietnam, Oman und Indonesien waren und sind die Tourismusschulen Salzburg maßgeblich verantwortlich. Dieses internationale Engagement hat den Ruf Österreichs und vor allem Salzburgs als Tourismusdestination von Weltrang maßgeblich gestärkt.

Umzug der Klassenmöbel
© TS Klessheim/Andreas Lutche

Internationale Schule in Klessheim

An der Tourismusschule Klessheim werden bereits mehrere englischsprachige Ausbildungsangebote geführt. Neben dem ITH werden ein zweijähriges Tourismuskolleg und eine fünfjährige Ausbildung mit Schwerpunkt Englisch angeboten. Dieses internationale Angebot soll ab 2023 um eine internationale Schule erweitert werden. Schon 2013 wurde die Etablierung einer internationalen Schule am Standort angedacht, da die Salzburger Wirtschaft verstärkt ein Schulangebot für die Kinder ihrer internationalen Fachkräfte suchte. Aber auch österreichische Familien, die eine internationale Orientierung aufweisen, waren laut dieser Studie des IBW sehr an einem internationalen Schulangebot interessiert. 91% der befragten Salzburger Unternehmer erachteten die Errichtung einer internationalen Schule für „sehr“ oder „im Großen und Ganzen“ sinnvoll. Auch über 75% der befragten Eltern beantworteten die Frage sehr positiv.

Basierend auf dieser Studie wurde am Bundesgymnasium Zaunergasse die Salzburg International School (SALIS) erfolgreich errichtet. SALIS steht vor allem österreichischen und internationalen Schülern im Zentralraum Salzburg zur Verfügung, eine Erweiterung dieses Angebots für Schüler aus anderen Regionen ist somit sinnvoll und in Klessheim aufgrund des Internats möglich.

Die neue Klessheim International School Salzburg wäre in Österreich einzigartig: Die Verbindung einer berufsorientierten Ausbildung mit dem International Baccalaureate wäre bis dato einmalig. Der geplante Schulschwerpunkt Kommunikation und Mediendesign mit Fokus auf Digitalisierung passt perfekt zu den Plänen, Klessheim zu einem internationalen Bildungscampus der Zukunft zu machen und Salzburg noch stärker als internationalen Bildungsstandort zu etablieren.


Informationen zum Neubau der Schule:

Neubau ohne Alternativen

1972 wurde das Schulgebäude am heutigen Standort in Klessheim eröffnet. Durch das hohe Baualter und die zahlreichen baulichen Adaptierungen und Erweiterungen, ist ein Gebäude entstanden, das von Grund auf zu erneuern ist, da es für eine moderne pädagogische Ausbildung nicht mehr geeignet ist. Es ist daher aus bauphysikalischer und bautechnischer Sicht sowie vor allem aus sozialpädagogischen und didaktischen Gründen dringend notwendig, den Neubau der Tourismusschule Klessheim in Angriff zu nehmen.

Der 2001 errichtete Bauteil C mit dem Burscheninternat und die 2010 erneuerten Turnhallen bleiben bestehen und wurden von Architekt Max Rieder in das Gesamtkonzept eingegliedert. Der Neubau beinhaltet insgesamt 19 Klassen, Lehrküchen und Lehrrestaurants, eine eigene Patisserie, neue Räume für die Sommelier- und Käsekenner-Ausbildung sowie eine Demo-Küche. Neu errichtet wird außerdem das Mädcheninternat. Baubeginn wird im Herbst 2021 sein, die Bauzeit wird voraussichtlich zwei Jahre dauern. Die Eröffnung ist für Herbst 2023 geplant.

Konzept: Hofgarten, Blick Richtung Westen
© TS Klessheim/Max Rieder Hofgarten, Blick Richtung Westen
Konzept: Entrée Hauptbauteil: Theorie und Praxis
© TS Klessheim/Max Rieder Entrée Hauptbauteil: Theorie und Praxis
Konzept: Foyer Aula - Auditorium
© TS Klessheim/Max Rieder Foyer Aula - Auditorium
Konzept: Aula - Auditorium
© TS Klessheim/Max Rieder Aula - Auditorium

Innovatives Raum-Konzept

Die architektonische Planung (Architekt Max Rieder) sieht die Schaffung zeitgemäßer Lernräume vor. Arbeitsinseln und multifunktionale Gruppenräume schaffen offene Raumstrukturen und einzelne Räume sind zu größeren Einheiten verbindbar. Es stehen Kommunikationsräume sowie Gruppen- und Projekträume genauso zur Verfügung wie Rückzugsmöglichkeiten. Errichtet werden eine 19‐klassige Ausbildungsstätte mit Lehrpraxis (zwei Lehrküchen und zwei Lehrrestaurants), acht Bereiche für kooperatives offenes Lernen in Gruppen, zwei digitale ausgerüstete Lernräume für kooperatives Lernen im Praxisunterricht, ein Auditorium für 166 Gäste, Verwaltungstrakte und ein Mädcheninternat.

Ökologische Aspekte

Das Umfeld und das Erscheinungsbild des Bauwerks wird naturnah ausgebildet, um dem Landschafts- und Naturschutz gerecht zu werden. In einer Tiefgarage werden 53 Standard-Parkplätze und zwei behindertengerechte Stellplätze errichtet. Lediglich für Anlieferung, Betriebsküche, Internatsgäste und Verwaltungsgäste schafft man 20 oberirdische Stellflächen. Naturparkähnliche Zonen, die unmittelbar an den Mühlbach angrenzen, sollen erweitert werden und so am Campus ein parkähnliches Milieu schaffen. Die Baukonstruktion erfolgt aus einem Stahlbetonskelett mit Holzwand- oder Ganzglassystemen. Innenwände werden in Holzbauweise, Glas bzw. in Trockenbauweise errichtet. Das Flachdach erhält extensive Begrünung. Die COOL‐Zonen, Podiumstreppen und Zimmer des Internates werden mit Holz ausgestattet und ergeben ein freundliches Arbeits‐ bzw. Aufenthaltsmilieu. Die Raumklimatisierung wird mittels Betonkernaktivierung (kühlen/heizen) und kontrollierter Raumbelüftung sichergestellt. Als Hauptenergieträger wird eine Grundwasserwärmepumpe eingesetzt. Für die Warmwasserversorgung im Internat wird Fernwärme verwendet. Für den Eigenstromverbrauch am Campus und die Versorgung der eLadestationen wird eine 150 kWp PV-Anlage installiert.

Pädagogische Ansätze

Das Raumkonzept der Tourismusschule Klessheim wurde speziell auf die Anforderungen neuer Lernmethoden ausgerichtet. Der Unterricht wird künftig nicht mehr in einem rein lehrerzentrierten Setting ablaufen, es werden vielmehr verschiedene neue Arten der Wissensvermittlung Bedeutung erlangen. Im Fokus steht die Vermittlung der Skills für das 21. Jahrhundert, etwa Kreativität und Innovation, Zusammenarbeit, Informationsbeschaffung, Übernahme der Verantwortung für den eigenen Lernfortschritt, die Fähigkeit, Probleme zu lösen, Technologie- und Medienkompetenz, Flexibilität und Agilität. Diese Fähigkeiten werden unter anderem durch den Einsatz innovativer Lernmethoden vermittelt und durch digitale Tools erleichtert.

Konzept: Cool-Raum, Lernlandschaft
© TS Klessheim/Max Rieder Cool-Raum, Lernlandschaft

Digitalisierung im Unterricht

Zur Umsetzung des pädagogischen Konzeptes wird neben dem modernen Raumkonzept eine zukunftsfähige technische Ausstattung etabliert. Der neue Campus verfügt über keine stationären IT-Räume mehr. Es wird ein komplettes „bring your own device“ Konzept bei Schülern und Lehrern umgesetzt. Das gesamte Areal wird mit einem leistungsstarken WLAN ausgestattet. Das Tablet/Notebook wird als wichtigstes Lehr- und Lernmedium definiert. Die fachspezifischen Anwendungsprogramme werden den Schülern auf deren privaten Geräten zur Verfügung gestellt. Durch die technische Infrastruktur der neuen Schule wird die ständige Verfügbarkeit der Daten gewährleistet sein. Die Schüler werden sowohl in der Schule, als auch außerhalb an den gleichen Daten arbeiten können. Sie werden von verschiedenen Orten aus gleichzeitig Dokumente bearbeiten können, die cloudbasiert verfügbar sind. Der Austausch von Lerninhalten, Arbeitsaufträge und die Zusammenarbeit werden über Lernplattformen und Office365 sichergestellt. Alle Räume werden mit modernsten Präsentationsgeräten ausgestattet.

Smarte Gastrosysteme

In den Praxisbereichen werden smarte Gastrosysteme nach modernstem Stand der Technik zum Einsatz kommen. Schüler müssen in der Lage sein, mit den Programmierfunktionen professioneller Küchengeräte umzugehen, digitale Formen der Bestellung und Lagerhaltung beherrschen und die verschiedenen Formen der bargeldlosen Zahlungsabwicklung kennen. 

Die Schüler und Studierenden werden Online-Conventions und Bar Camps (Career Day etc.) organisieren können und an solchen teilnehmen, auch in Zusammenarbeit mit internationalen Partnerschulen. Ebenso wird die neue Tourismusschule Klessheim eng mit der neuen, von Land, WKS und WKÖ geschaffenen Plattform EdTech Austria zusammenarbeiten. Die Schule wird so zum bevorzugten Anwender neuer Lerntechnologien und zum Innovationspartner im Bereich neuer digital unterstützter Lernformen. Auch dies wird, neben Neubau und pädagogischen Konzepten, zu einer Attraktivierung bei den kommenden Schüler-Generationen beitragen. Nicht zuletzt können so auch andere Schulen in Salzburg von den Erfahrungen und Erkenntnissen im Bereich digitales Lernen profitieren.

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