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Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Mit der Verlängerung der Nahversorgerförderung sichert das Land auch weiterhin die Vielfalt im Salzburger Lebensmittelhandel.

Elisabeth Feldinger, die Inhaberin des Ökohofs Feldinger hat mit Unterstützung der Nahversorgerförderung den Rochushof im Salzburger Stadtteil Maxglan komplett neu gestaltet.
© WKS/wildbild Elisabeth Feldinger, Inhaberin des Ökohofs Feldinger in Wals-Siezenheim, hat mit Unterstützung der Nahversorgerförderung den Rochushof im Salzburger Stadtteil Maxglan komplett neu gestaltet.

Kleine und mittelgroße Lebensmittelgeschäfte versorgen die Bevölkerung mit Waren des täglichen Bedarfs. Damit sie dieser wichtigen Aufgabe auch weiterhin nachkommen können und um die regionale Wirtschaft zu stärken, wurde die 1992 eingeführte Nahversorgerförderung des Landes neuerlich verlängert und ausgeweitet. Damit können vorerst bis Ende 2020 Investitionen von Lebensmitteleinzelhändlern mit einer Kreditsumme von maximal 200.000 € auch weiterhin gefördert werden. 

Beispielhaftes Förderprogramm 

In Anspruch nehmen können die Förderung Nahversorger, die höchstens zehn Betriebsstätten betreiben, deren Lebensmittelverkaufsfläche 600 Quadratmeter nicht übersteigt und die pro Jahr höchstens 3 Mill. € Umsatz pro Standort erwirtschaften. "Mit der Verlängerung dieser Förderaktion möchten wir den erfolgreichen Weg weitergehen und die Sicherung und Verbesserung der Nahversorgersituation unterstützen. Lebensqualität im lokalen Umfeld ist eng mit einer intakten Versorgungsstruktur verbunden und daher ein wichtiger Faktor zur Stärkung des ländlichen Raums", betont Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer.

Unbürokratisch und treffsicher 

Auch KommR Christian Winzer, Gremialobmann des Salzburger Lebensmittelhandels, begrüßt die Fortsetzung der Förderinitiative. "Diese Maßnahme ist ein enorm wichtiger Beitrag zur Sicherung der Nahversorgung vor Ort. Hier werden vor allem kleinere Betriebe unbürokratisch und mit hoher Treffsicherheit unterstützt", meint Winzer. "Der Lebensmittelhandel ist ein zentraler Faktor für die Infrastruktur eines Ortes, der Frequenz schafft und damit auch andere Branchen beflügelt. Insofern kommt der Nahversorgerförderung eine wesentliche regionale Bedeutung zu, die über den Lebensmittelhandel hinausgeht." 

Von der Einführung der Nahversorgerförderung 1992 bis Ende des vergangenen Jahres wurden 1.619 Betriebe gefördert. Die Fördersumme betrug insgesamt knapp 6,6 Mill. €. Die durch die Förderung ausgelösten Investitionen sind fast siebenmal so hoch und liegen bei rund 42 Mill. €.

Wer kann die Förderung beantragen? 

  • Gefördert werden Unternehmen, die dem Gremium Lebensmittelhandel bzw. der Innung Bäcker oder Fleischer der Wirtschaftskammer Salzburg angehören (aber nur, wenn es im Ort keinen Lebensmittelhändler gibt) und die höchstens zehn Betriebsstätten betreiben.  
  • Die Förderung kann von Nahversorgern in Anspruch genommen werden, die jährlich maximal 3 Mill. € Umsatz mit Lebens- und Genussmitteln pro Standort erwirtschaften und deren reine Lebensmittelverkaufsfläche höchstens 600 Quadratmeter beträgt. 
  • Die Investitionsförderung erfolgt bei einer Kreditsumme von maximal 200.000 € durch einen Zinszuschuss von 6% pro Jahr für fünf Jahre. Die Auszahlungssumme ist mit 29.700 € gedeckelt. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, über einen Sonderfonds den ersten bzw. letzten Nahversorger in einem Ort mit einem Zinszuschuss von weiteren 3% zu fördern. Für Investitionen bis zu 40.000 € netto kann ein Direktzuschuss von 10% der förderbaren Kosten gewährt werden. 
  • Die Betriebsmittelförderung sieht für einen Kreditrahmen von maximal 70.000 € einen Zinszuschuss von 3% pro Jahr für fünf Jahre vor. Die maximale Auszahlungssumme beträgt 10.500 €. 

Zahlen und Fakten


  • 2018 gab es laut einer Erhebung des Salzburger Instituts für Raumordnung und Wohnen (SIR) im Bundesland Salzburg 309 Lebensmittelnahversorger mit einer Verkaufsfläche von über 200 Quadratmetern. Zählt man die Teilversorger ab einer Fläche von 30 Quadratmetern dazu, sind es 408 Geschäfte.  
  • Im Salzburger Lebensmitteleinzelhandel arbeiten rund 8.000 unselbstständig Beschäftigte, im gesamten Einzelhandel sind derzeit 25.600 Mitarbeiter beschäftigt. 
  • Die Zahl an Lebensmitteleinzelhändlern ist seit Jahren sowohl österreichweit als auch im Bundesland Salzburg relativ konstant. Zugleich nimmt die Zahl der Beschäftigten in dieser Branche zu: Von 2008 bis 2017 gab es in Salzburg ein Plus von rund 24% oder knapp 1.200 Mitarbeitern.
  • Der Lebensmitteleinzelhandel ist die mit Abstand umsatzstärkste Einzelhandelsbranche in Österreich: 2017 war rund ein Drittel (21,9 Mrd. €) der gesamten Einzelhandelsumsätze dieser Branche zuzurechnen. Auf Salzburg entfallen etwa 7% der Erlöse des österreichischen Lebensmitteleinzelhandels. Das sind ca. 1,6 Mrd. € netto.  
  • Im Bilanzjahr 2016/17 erzielten die kleinen und mittleren Lebensmitteleinzelhändler mit Sitz im Bundesland Salzburg ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von durchschnittlich 2,2% der Betriebsleistung. Das bedeutet, dass im Schnitt ein Gewinn von 2,2% des Umsatzes (vor Ertragssteuern) erwirtschaftet werden konnte. Damit liegt die Ertragskraft der Salzburger Lebensmitteleinzelhändler (nur KMU) deutlich über dem Österreich-Niveau von 1,2%, aber unter dem durchschnittlichen Gewinn im gesamten Einzelhandel, der 3,2% beträgt.  
  • Der größte Kostenbrocken für KMU im Salzburger Lebensmitteleinzelhandel ist der Handelswareneinsatz, der 72,7% der Betriebsleistung ausmacht. Mehr als 16% des Umsatzes werden für Personalkosten aufgewendet. 
  • Zehn Salzburger Gemeinden haben derzeit keinen Lebensmittelvoll- bzw. -teilversorger. Davon befinden sich sechs im Lungau (Göriach, Lessach, St. Andrä, Thomatal, Unternberg und Weißpriach), drei im Flachgau (Dorfbeuern, Ebenau und Plainfeld) und eine im Tennengau (Scheffau). In Tweng und Untertauern gibt es nur mehr im Ortsteil Obertauern Lebensmittelgeschäfte. In Göming steht den Kunden im Lagerhaus ein eingeschränktes Lebensmittelangebot zur Verfügung.  

Quelle: SIR, KMU Forschung Austria, WKS Sparte Handel


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