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Vorbeugen hilft Schäden zu vermeiden oder zu mindern

Immer mehr werden auch Betriebe von extremen Wetterereignissen in Mitleidenschaft gezogen. WKS-Experten haben zusammengefasst, wie man durch vorbeugende Maßnahmen Schaden verhindern oder ihn so gering wie möglich halten kann.

Starkregen, Hochwasser und andere „Klimaereignisse“ mit Gefahrenpotenzial nehmen zu. Man kann sie nicht vermeiden, aber man kann sich darauf vorbereiten.
© Fotolia Starkregen, Hochwasser und andere „Klimaereignisse“ mit Gefahrenpotenzial nehmen zu. Man kann sie nicht vermeiden, aber man kann sich darauf vorbereiten.

Die Mure in Uttendorf von Anfang Juli und das jüngste Unwetter in Rußbach zeigen deutlich: Mit derartigen Ereignissen ist leider zunehmend zu rechnen! Die Zahl der extremen Wetterereignisse steigt – und mit ihnen die Zerstörungskraft einer entfesselten Natur. Rückversicherer geben an, dass allein die Schäden des Jahres 2017 doppelt so hoch sind wie die durchschnittlichen Schäden der vergangenen zehn Jahre zusammen! Extremer Schneefall, Stürme, Hagel und Starkregen sind Normalität geworden. Damit kommen jedoch auf das Risikomanagement der Unternehmen ganz neue Herausforderungen zu. Einige Grundsätze müssen daher verstärkt in den Fokus rücken, ebenso werden auch versicherungsrechtliche Fragen relevanter denn je.

Sich auf das Ereignis vorbereiten

Die WKS hat in einem aktualisierten Leitfaden zusammengefasst, was man tun kann, um Schäden gering zu halten. Die Maßnahmen lassen sich groß in zwei Gruppen einteilen: „Vorbeugen und sichern“, sowie „Vorsorgen in versicherungsrechtlicher Hinsicht“.

Man kann und sollte sich jedenfalls mit einigen wenigen aber wirksamen Maßnahmen auf Ereignisse wie Starkregen, Sturm oder Hagel vorbereiten, insbesondere, wenn man in gefährdenden Gebieten seinen Betrieb hat, was man auf der Website http://www.hochwasserrisiko.at klären kann:

  • Regelmäßiges Reinigen von Dachrinnen und Abflüssen sorgt für einen besseren Abfluss.
  • Sandsäcke für tendenzielle Eintrittsstellen (Lichtschächte, Garageneinfahrten etc.) sind bereitzuhalten, die man zügig zum Einsatz bringen kann.
  • Schaltafeln können ebenso das Wasser vom Gebäude wegleiten und sollten für den Fall der Fälle vorrätig sein.
  • Weiters empfiehlt sich die Anschaffung einer Tauchpumpe für den Notfall.
  • Feuchtigkeitsempfindliches Inventar, Elektrogeräte, wichtige Unterlagen sollten nicht im Keller oder im Erdgeschoss gelagert werden.
  • Wichtige Unterlagen für den Betrieb können in einem Notfallkoffer griffbereit sein, Daten können ortsunabhängig in der Cloud gesichert werden.
  • Ist Hagel angesagt, können Hagelschutzgitter bei Lichtkuppeln und Glasfronten helfen. Es sollten zudem ausreichend Abdeckplanen vorhanden sein. Bei Hagelwarnung sind Fenster und Türen zu entriegeln und wenn möglich abzudecken. Weitere wichtige Hinweise finden sich auf der Website www.hagelregister.at.
  • Für den Schutz vor Schäden durch Stürme ist eine regelmäßige Wartung der Gebäudehüllen wie der Dachdeckung, Fassaden, Türen und Tore wichtig. Nicht fix verankerte Gebäudeteile oder Zubehör müssen bei Sturmwarnung gesichert werden. Markisen, Jalousien sollten bei Stürmen eingezogen, Panzerjalousien geschlossen werden.
  • Bei Sanierungen sollten auf Problemstellen Sturmklammern angebracht werden und die Untersicht von Dachvorsprüngen verschalt werden.
  • Gegen direkten Blitzschutz hilft nur eine richtig dimensionierte Blitzschutzanlage. Ebenso empfehlen sich Überspannungsschutzeinrichtungen. Informationen dazu hält auch der Versicherungsverband Österreichs unter https://www.vvo.at parat. 
  • Der nächste Winter kommt bestimmt und mit ihm möglicherweise wieder extremer Schneefall: Daher empfiehlt sich die regelmäßige Überprüfung der Dachkonstruktionen auf Verformungen und Brüche.

Bei allen Maßnahmen sollten auf jeden Fall befugte Unternehmen wie Dachdecker, Spengler, Holzbaumeister, Elektrotechniker etc. eingesetzt werden, welche Gefahren bewerten und auch beseitigen können.

Personenschutz ist oberstes Gebot

Besonders wichtig: Unternehmer, bzw. Liegenschaftsbesitzer müssen unbedingt den Personenschutz beachten. Der Liegenschaftsbesitzer haftet, wenn Dritte etwa durch Dachlawinen etc. zum Schaden kommen. Das bloße Aufstellen von Warntafeln oder Stangen entlässt nicht aus der Haftung.

Richtig versichern beruhigt

Die Versicherungsbranche hält eine Fülle von Produkten parat und berät individuell. Dennoch können einige Grundsätze herausgearbeitet werden.

  • Es gilt genau zu evaluieren, welche Risiken den Betrieb eigentlich bedrohen können, erst danach kommt die Auswahl eine Versicherung.
  • Bestehen bereits Versicherungen, ist zu klären, ob diese noch mit der Risikolage übereinstimmen. Vorteilhaft ist es, wenn der Versicherer die Möglichkeit bekommt, das zu versichernde Objekt an Ort und Stelle zu besichtigen.
  • Sondervereinbarungen sollten auch im Polizzentext aufscheinen. Beim Abschluss von Versicherungen ist auf die Risikoausschlüsse zu beachten, möglicherweise können diese auch zu Gunsten des Versicherungsnehmers abgeändert werden. Wichtig ist auch, wie man sich im Schadensfall verhalten muss.
  • Versicherungsnehmer, die in hochwassergefährdeten Gebieten angesiedelt sind, erhalten eine Kostendeckung in der Regel nicht. Selbst bei Katastrophendeckung ist die sogenannte Kumulschadengrenze zu berücksichtigen, das ist die Höchstentschädigungsgrenze des Versicherers je Naturkatastrophe.
  • Für eine Haftpflichtversicherung ist eine zumutbare Sorgfaltspflicht oder Obliegenheits- und Schadenminderungspflicht Voraussetzung – die aufgezählten Maßnahmen könnten also auch versicherungstechnisch relevant werden.

Beratungsteam der WKS für schwierige Zeiten

Neben der persönlichen Betroffenheit stellen sich bei Naturkatastrophen viele rechtliche Fragen. Ein kompetentes Team der Wirtschaftskammer Salzburg steht zur Beratung zur Verfügung, sollte es zu Naturkatastrophen kommen, die den Betrieb betreffen.

Die Anträge an den Landeskatastrophenfonds sind über die Gemeinden einzureichen. Dort liegen auch Formblätter auf. In diesen ist anzugeben, inwieweit die Versicherung den Schaden deckt. Die Betroffenen sollen ihre Schäden vor Veränderungsarbeiten dokumentieren (Fotos) und an den Fonds melden. Sobald die Meldungen eingelangt sind und die Schäden geschätzt wurden, wird in einer Sitzung der Katastrophenfondskommission über die Unterstützung entschieden. Der Landeskatastrophenfonds trägt im Schnitt 30 % - 50 % der Schadenssumme, teilweise (z.B. bei Wegen) sogar 80 % der festgestellten Schadenssumme.

Auch WKS unterstützt im Katastrophenfall

Anfragen zum Unterstützungsfonds der Wirtschaftskammer Salzburg: Dr. Lorenz Huber, Tel. 0662/88 88, DW 323.

Der Unterstützungsfonds der WKS unterstützt in Not geratene Unternehmer nach Maßgabe der Richtlinien. Die Förderung beträgt 15% des vom Katastrophenfonds des Landes anerkannten Schadens, maximal 10.000 €.

Weitere Tipps finden sich im Leitfaden „Naturkatastrophen und ihre Auswirkungen auf Unternehmen“. 

 

 

 

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