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Lehre.Lab: Ein Tag „out of the Box“ für die Lehre

In Fragen der Lehrlingsausbildung über den Tellerrand blicken, um die Lehre mit neuen Ansätzen noch besser zu machen! Das hat sich das erste „Lehre.Lab“ der WKS vorgenommen. Das Ziel: Neue Ideen für das Lehrlingsland Nummer Eins!

Die Teilnehmer des ersten „Lehre.Labs“ der WKS: Konkrete Projekte, mutige Ideen und enorm viel Engagement für die Lehrlingsausbildung!
© WKS/Kolarik Die Teilnehmer des ersten „Lehre.Labs“ der WKS: Konkrete Projekte, mutige Ideen und enorm viel Engagement für die Lehrlingsausbildung!


„Das Lehre.Lab finde ich ganz großartig. Ich bin froh, dass ich heute dabei sein kann!“, erklärte Unternehmerin Evelyn Ikrath vom Hotel Haus Hirt aus Gastein: „Wir müssen als Unternehmer gemeinsam Wege finden, wie wir die Generation Y in die Berufswelt und Lehre integrieren.“ „Sehr spannend! Schule, Lehrlinge und Unternehmen denken über neue Wege nach. Wir brauchen ein neues Lehrlingsmodell, dass interaktiv und flexibel ist und die digitale Welt integriert“, betonte Alexander Kirchgasser, Chef des E-Mobilitätsspezialisten has to be aus Radstadt. „Das Lehre.Lab kommt gerade richtig. Es geht darum, ein Erfolgsmodell, die Lehre, für die Zukunft fitter zu machen“, meinte Günther Grall, Vizerektor der FH Salzburg.

„Wir wollten mit dem Lehre.Lab neu und anders über die Lehre nachdenken und damit ausgetretene Pfade verlassen“, erklärte Manfred Pammer, der stellvertretende Direktor der WKS: „Unser Ansatz war: Die Lehre ist eine super Ausbildungsform. Wie kann sie noch besser und ansprechender werden?“

Keine Idee ist schlecht

Indem man viele Persönlichkeiten bittet, das Thema vorurteilsfrei aus vielen verschiedenen Blickwinkeln zu beleuchten. Insgesamt 25 Unternehmer, Ausbildner, Lehrlinge, Bildungsexperten und Schüler arbeiteten am Mittwoch dieser Woche mit viel Elan an neuen, mutigen Ideen zur dualen Ausbildung. Im „Lehre.Lab“ durften mit der Methode des Design Thinkings bewusst alle mögliche Ideen gewälzt werden. „Keine Idee ist schlecht. Und das Wörtchen ‚Aber‘ gibt es heute nicht“, erklärte Moderatorin Yvonne Pirkner vom Beratungsunternehmen Wonderwerk, das den Prozess begleitet.

Hintergrund für das Lehre.Lab ist das Bestreben von Land und WKS, Salzburg zum lehrlingsfreundlichsten Bundesland Österreichs zu machen. Ebenso ist eine starke Lehrlingsausbildung das beste Mittel gegen den Fachkräftemangel. Ziele also, die beflügeln. Die Ideen flossen daher reichlich in den Workshops. Unternehmer brachten ihre Erfahrungen ein, Experten das nötige System- und Rechtswissen, und die „Next Generation“, was sie sich von der dualen Ausbildung wünscht. Und da kam einiges zusammen. 

Etwa die Idee, dass sich kleine Lehrlingsausbildner zusammentun, Ressourcen, Ausrüstung teilen und sich im Rahmen eines Netzwerkes in der Ausbildung unterstützen. „Ich denke an eine Clusterbildung der kleinen Betriebe, auch gemeinsam mit dem WIFI“, sagte etwa Unternehmerin Michaela Hilber: „Die zukünftigen Ausbildungswege werden ganz anders aussehen als heute“, ist Hilber, Vorsitzende des WKS-Bildungsausschusses, überzeugt. Um Durchlässigkeit und neue Zugänge ging es Günther Grall von der FH: „Unsere besten Studenten sind die, die aus der Lehre mit Matura kommen. Die Lehre muss offen und noch durchlässiger werden. Sie ist nicht nur etwas für 15-Jährige, sondern auch für 50-Jährige im zweiten Bildungsweg“. Das bedingt bessere Andockpunkte ins System der Lehre aus unterschiedlichsten Zielgruppen. 

Ein neuer Name für den „Lehrling“ und mehr

Auf der Liste der konkreten Projekte, die im Lehre.Lab entstanden, und nun in Folgeworkshops ausgearbeitet werden:

  • Die Vorbereitung von Lehrlingen im letzten Lehrjahr als zukünftige Ausbildner im Betrieb.
  • Eine transparentere Ausbildung: Lehrlinge erhalten zu Beginn Karrierepläne mit möglichen Karriere- und Bildungsschritten und Optionen im Betrieb.
  • „Coole Trainee Camps“ für Lehrlinge aus allen Bereichen für Persönlichkeitsentwicklung und Soft Skills.
  • Salzburger „Tage der Lehre“, an denen sich möglichst viele Lehrbetriebe dem breiten Publikum öffnen.
  • Und nicht zuletzt der Vorschlag, für die Bezeichnung „Lehrling“ einen neuen Namen zu finden, da die Begriffe wie Lehrling oder Geselle nach Ansicht der Lehre.Lab-Teilnehmer nicht mehr ganz zeitgemäß sind.

Noch in der ersten Jahreshälfte werden die nächsten Workshops im Rahmen des Lehre.Labs folgen.

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