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Wirtschaft lässt sich den Optimismus nicht nehmen

Die Frühjahr-Konjunkturumfrage 2019 der WKS zeigt Salzburgs Wirtschaft in einem anhaltenden Stimmungshoch. Eine Verunsicherung über die kommende Wirtschaftslage zeigt sich nur in Spurenelementen.

Salzburgs Wirtschaft erfreut sich nach wie vor einer konjunkturellen Schönwetterlage. Wermutstropfen ist der Fachkräftemangel.
© Fotolia Salzburgs Wirtschaft erfreut sich nach wie vor einer konjunkturellen Schönwetterlage. Nahezu einziger Wermutstropfen ist der Fachkräftemangel.

Da mögen in Deutschland bereits die ersten Wolkenbänke aufziehen, die Form des Brexit weiter unentschieden sein oder die weltpolitischen Sologänge des US-Präsidenten Beinahe-Handelskriege vom Zaun brechen, sowohl Österreichs Wirtschaft als auch Salzburgs Betriebe zeigen sich davon jedenfalls relativ unbeeindruckt. Sowohl WIFO als auch IHS gehen von einer weiterhin soliden guten Wirtschaftslage aus, was die Umfrage der Wirtschaftskammer Salzburg unter den Salzburger Betrieben aus allen Branchen bestätigt: „Die leichten Unsicherheiten des vergangenen Jahres haben sich nicht bewahrheitet. Salzburgs Betriebe sind wieder auf Optimismus-Kurs eingeschwenkt. Eine Verunsicherung zeigt sich nur in Spurenelementen“, zieht WKS-Konjunkturexperte Helmut Eymannsberger den Schluss aus der Befragung. Quer durch alle Branchen, von den KMU bis zu den Exporteuren wird davonausgegangen, dass es noch einige Zeit gut bis sehr gut weiterläuft. Einziger Wermutstropfen: Schon 32% der Betriebe – 29% vor einem Jahr - bekommen keine geeigneten Mitarbeiter.

Wirtschaft will Fortsetzung des Reformkurses

„Das stabile und erfreulich hohe Niveau der Konjunktur in Salzburg ist sehr erfreulich und nutzt Betrieben wie den Mitarbeitern. Es ermöglicht Beschäftigung wie nie zuvor und damit Einkommen und soziale Sicherheit“, betont WKS-Präsident Manfred Rosenstatter: „Das hohe Niveau der wirtschaftlichen Aktivität ist auf weiten Strecken auch Ergebnis einer guten Standortpolitik, die gemeinsam von Wirtschaft und Landespolitik gestaltet wurde. Zusammenarbeit und eine aktive Standortpolitik zahlen sich einfach aus“. 

"Die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe muss Priorität haben!"
WKS-Präsident Manfred Rosenstatter

Umso wichtiger ist es daher für Rosenstatter, dass nach den kommenden Nationalratswahlen möglichst schnell eine stabile Regierung gebildet wird, die den Reformkurs fortsetzt. „Die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe und des Standortes müssen Priorität haben. Das sind keine ‚Geschenke‘ an die Wirtschaft, sondern standortpolitische Investitionen in die Zukunftsfähigkeit und damit in die Fortführung des hohen Beschäftigungsniveaus. Davon haben alle was, Arbeitgeber wie Arbeitnehmer“. Erreichte Verbesserungen wie flexible Arbeitszeiten dürfen daher keinesfalls wieder zurückgeschraubt werden. Die Senkung der Abgaben- und Steuerlast durch eine Steuerreform muss auf der Agenda bleiben. „Und es braucht neuen Schwung bei der Zurückdrängung der Bürokratie!“.  

Die derzeitige Geschäftslage und die Erwartungen für 2019 zeigen kaum veränderten Optimismus an.
© WKS Die derzeitige Geschäftslage und die Erwartungen für 2019 zeigen kaum veränderten Optimismus an.

Konjunktur trägt heuer noch gut

Zu Beginn des Sommers 2019 sind laut Analyse der WKS in Salzburg noch kaum Wolken am Konjunkturhimmel sichtbar:

  • Derzeitige Geschäftslage: Noch immer bewerten Salzburgs Unternehmen die derzeitige Geschäftslage weit überwiegend als gut oder zufriedenstellend. Bezeichneten die derzeitige Geschäftslage im Herbst 2018 noch 48% als „gut“, so sind das im Frühjahr 2019 rd. 47%. Zufrieden mit der derzeitigen Geschäftslage sind derzeit 43%. Betrachtet man die einzelnen Branchen, so beurteilen die Industrie, Gewerbe und Handwerk sowie die Mitglieder der Sparte Information und Consulting die aktuelle Lage am besten.
  • Erwartungen für heuer (Geschäftslage in sechs Monaten): Mit dem Jahr 2019 verbinden sich weiterhin sehr gute Erwartungen. Man geht davon aus, dass die Konjunktur zumindest heuer noch weiter gut trägt. Dass es heuer noch mal „gut“ wird, glauben immerhin 49% (Herbst 2018: 47%). Nur 5 % meinen, es würde schlechter (6 % im Herbst 2018).
  • Etwas vorsichtigerer Blick in die weitere Zukunft: Was die erwartete Geschäftslage der nächsten Jahre betrifft, senkt sich der positive Saldo aus guten und weniger guten Erwartungen geringfügig. Hier rechnen 33% mit einem „eher besser“ (Herbst 2018: 36%) und 57% (55%) mit einer gleichbleibenden Tendenz. Dies ist angesichts des hohen Niveaus der Wirtschaftslage alles andere als ein schlechter Befund. Langfristig rechnen die meisten Unternehmen mit einer befriedigenden bis guten Geschäftslage. Im Handel und der Industrie ist die Stimmung dabei am besten. Hier erwarten 35% der Sparte Handel und 42% in der Sparte Information und Consulting eine verbesserte Geschäftslage über die nächsten sechs Monate hinaus.
  • Auftragsstand und Auftragserwartung: Gegenläufige Tendenzen zeigen diesmal die Fragen zu Auftragsstand und Auftragserwartung. Der Auftragsstand derzeit wird leicht schlechter beurteilt. Die Erwartungen bei den Aufträgen in den nächsten sechs Monaten legten aber leicht zu. Derzeit sprechen 16% von Auftragsrückgängen. Das taten im Herbst 2018 13%, im Frühjahr 2018 noch 10%.
  • Kaum schlechte Auslastung. Nur wenig ändert sich bei der guten Auslastungssituation (Maschinen, Fuhrparks, Verkaufsflächen, Gästebetten etc.) gegenüber Herbst 2018: Als „optimal“ bezeichneten im heurigen Frühjahr 38,6% der Betriebe die Auslastung, nach 37,9% im Herbst 2018. Über 41% sprechen von einer zufriedenstellenden Auslastung. Von Vollauslastung bzw. fehlenden Kapazitäten berichten 12,1% (11,4% im Herbst 2018). Der Anteil der schlecht ausgelasteten Betriebe ist von 6,7% auf 7,9% gestiegen.
Bei Auftragsstand und Auftragserwartungen überwiegen die positiven Antworten nach wie vor deutlich
© WKS Bei Auftragsstand und Auftragserwartungen überwiegen die positiven Antworten nach wie vor deutlich

32% der Firmen haben zu wenig Personal

  • Preisdruck leicht gesenkt. Nach 30% im Herbst geben nun 20% der befragten Unternehmen an, ihre Verkaufspreise erhöhen zu müssen. Auch bei Material- und Wareneinsatz rechnen 40% damit, dass die Kosten steigen werden.
  • Ertragslage. Alle drei Salden aus positiven und negativen Antworten sind bei der derzeitigen Ertragslage, bei der Ertragsentwicklung in den nächsten sechs Monaten und bei der Einschätzung der längerfristigen Tendenz im Frühjahr 2019 im positiven Bereich geblieben. Allerdings zeigen die beiden erstgenannten Salden leicht nach unten.
  • Personalmangel wird stärker: 32% der Unternehmer – vor einem Jahr war dieser Wert bei 29% – sagen, dass sie zu wenig Personal haben. Mehr Personal wollen oder können nur 20% der Betriebe einstellen. Nach wie vor liegt der Hauptgrund dabei in den hohen Lohnnebenkosten und im Mangel an geeigneten Mitarbeitern. Von zu viel Personal berichten nur 5% der Betriebe. Fast 74% wollen den Personalstand halten.

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