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FH-Studiengang hat ein Herz für KMU und Gründer

Speziell für die Managementbedürfnisse von KMU wurde 2014 der FH-Studiengang KMU-Management & Entrepreneurship ins Leben gerufen. Eine Besonderheit: „Entwicklungsräume“ sorgen für eine enge Rückkopplung an die Praxis.

Die FH Salzburg ist Ausbildungsstätte und Ideenschmiede für neue Geschäftsmodelle in einem.
© Wildbild Die FH Salzburg ist Ausbildungsstätte und Ideenschmiede für neue Geschäftsmodelle in einem.

Ein kleines oder mittleres Unternehmen führen oder gründen – das machen viele irgendwie aus dem Bauch heraus. Und oft gelingt das auch gut. Doch die Anforderungen an Leadership im KMU-Bereich steigen rapide. Im Zeitalter des Fachkräftemangels Mitarbeiter finden und nicht wieder verlieren, die notwendige Digitalisierung einleiten, im Wettbewerb bestehen, neue Produkte entwickeln – das alles funktioniert im Grunde nur mehr mit einer fundierten Ausbildung.

„Genau an diesem Punkt – den wachsenden Anforderungen im KMU-Bereich – setzt unser Studiengang an. Wir wenden uns an Eigentümer, Manager und Gründer im KMU-Sektor und vermitteln alles, was man zum Führen und Weiterentwickeln von kleineren und mittleren Unternehmen benötigt“, erzählt FH-Prof. Veit Kohnhauser, der wissenschaftliche Leiter des Studiengangs: „Uns liegen die KMU und die Gründer am Herzen.“ Sie sollten in die Lage versetzt werden, Chancen besser zu nutzen und das Potenzial ihres Unternehmens richtig zu entfalten.

KMU-Management & Entrepreneurship bietet alles, was man zum Führen und Weiterentwickeln von KMU braucht!
FH-Prof. Veit Kohnhauser

Fit für neue Aufgaben werden

Im dreijährigen Bachelor-Studiengang werden daher folgende Themen, ausgerichtet auf die Notwendigkeiten im KMU-Bereich, vertieft: Rekrutierung von Fachkräften und Fachkräftebindung, mit Engpässen umgehen, Fragen der Finanzierung, Projekt- und Prozessmanagement für kleinere Unternehmen, Innovationen vorantreiben, neue Geschäftsmodelle entwickeln, Kooperationen mit anderen Unternehmen – und soziale Kompetenzen des Umgangs mit Mitarbeitern, Partnern und Kunden.

Rund 75 Studenten weist der Studiengang derzeit auf – ein Mix aus Unternehmern, Managern – und potenziellen Gründern. „Sie kommen zu uns, weil im Unternehmen neue Aufgaben anstehen, weil es gilt, Wissenslücken auszufüllen oder weil eine Unternehmensnachfolge anzutreten ist“, berichtet Kohnhauser. „Das Konzept des Studiengangs ist gut aufgegangen. 2017 hatten wir die ersten Absolventen. 46 haben das Studium bereits erfolgreich abgeschlossen“.

Die Salzburger Gründerwerkstatt

Was den Studiengang jedoch von anderen Angeboten unterscheidet und ihn zu einer Art „Gründerschule“ macht, ist ein integriertes Entwicklungslabor für Geschäftsideen, die „Entwicklungsräume“. Hier werden alleine oder in Gruppen konkrete Geschäftsideen entwickelt und über drei Semester lang ausgearbeitet. Begleitet von Coaches pitchen die Studenten ihre Projekte mehrmals und bekommen Feedback von Mentoren und erfahrenen Investoren. Der Studiengang ist mit den führenden Köpfen der heimischen Startup- und Investorenszene gut vernetzt, die immer wieder Inputs liefern.

Neben dem Bachelorabschluss erhalten die Studenten somit eine vollständig geplante Geschäftsidee mit auf den Weg. „So sind schon einige interessante Gründungen und Ideen entstanden“, berichtet FH-Prof. Stefan Märk, der im Studiengang für den Entrepreneurship-Teil zuständig ist.

Ketogene Diät: Naschen erlaubt

Frisch aus der Gründerwerkstatt kommt etwa das Konzept KETO Fabrik. Das Drei-Mann-Team rund um Dusan Milekic will der Zielgruppe jener, die sich mit ketogener, also kohlehydratreduzierter Diät ernähren wollen und müssen, die Lust auf Süßigkeiten zurückbringen. „Mit unserem Schokoriegel schaffen wir für diese Zielgruppe eine Alternative zum kalorienreichen Naschen“, erklärt Milikic, der als selbstständiger Vermögensberater den Studiengang berufsbegleitend im 4. Semester besucht. Die ersten Prototypen sind produziert, sie können übrigens am KMU-Tag am 9. Mai gekostet werden. In den nächsten Monaten wird das Konzept verfeinert. „Wir wollen auf jeden Fall ein Business daraus machen.“

Das haben möglicherweise auch Gerd Lerchster und Harald Toferer nach Abschluss ihres Studiums vor. Sie entwickelten das Konzept des „Greetainers“ und damit möglicherweise ein Stück Zukunft der Nahrungsmittelproduktion. „Die Lebensmittelproduktion ist weit weg von den Konsumenten. Es gibt oft kaum Berührungspunkte. Mit dem Greentainer bringen wir den Gemüseanbau zurück“, erzählten Toferer und Lerchster.

Der auf dem Konzept des erdelosen Anbaus beruhende Container spart Dünger, benötigt keine Pestizide und kann energie- und wassersparend eingesetzt werden. Die Anwendungen sind vielfältig: Vom Anbau in der Nachbarschaft bis zum Lieferanten von frischem Gemüse auf Kreuzfahrtschiffen könnte der mobile Greentainer viele Probleme lösen. Toferer: „Wir sind auf der Suche nach der modernen Mistgabel.“ Erste Präsentationen brachten den beiden ermutigendes Feedback: „Dem Greentainer wird vielfach Erfolgspotenzial eingeräumt!“


„KMU-Management & Entrepreneurship“ bietet eine Hochschulausbildung für das Management in Klein- und Mittelbetrieben an, das ab Herbst 2019 in seinen sechsten Jahrgang geht. Das dreijährige Bachelor-Studium wird berufsbegleitend angeboten. Während im ersten Studien­jahr primär theoretische Grundlagen vermittelt werden, beginnt im zweiten die Verzahnung von Theorie und Praxis. Die Studenten entwickeln ihre eigenen Geschäftsideen. Bis 26. Juni 2019 kann man sich für das Studium bewerben. Die Online-Bewerbung ist auf der Website des Studiengangs möglich. 


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