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Klessheimer brillieren im Wallsé in New York

Im Restaurant Wallsé von Starkoch Kurt Gutenbrunner in New York City sind zwei ehemalige Schüler der Tourismusschule Klessheim gelandet und haben bereits leitende Funktionen erobert.

Marcel Höller und Dominik Edlinger
© TS Klessheim Zwei „Klessheimer“ in New York City: Marcel Höller (links) und Dominik Edlinger bekleiden im Kultrestaurant Wallsé bereits Leitungsfunktionen.

Dominik Edlinger und Marcel Höller sind Absolventen der Höheren Lehranstalt für Tourismus. Mit erst 23 Jahren arbeitet Höller im Wallsé als Sommelier und Illinger leitet die Küche. Das Restaurant hat einen Michelin-Stern, eine der begehrtesten Auszeichnungen der Branche und steht für österreichische Küche auf höchstem Niveau.

Schon zu Schulzeiten ein gutes Team

Die beiden Klessheimer waren schon früh ein bewährtes Team, schildert Höller: „Wir haben 2014 an der Tourismusschule Klessheim maturiert und uns vom ersten Tag an im Internat ein Zimmer geteilt. Nach der Schulzeit gründeten wir eine Wohngemeinschaft und jetzt machen wir in New York City wieder gemeinsame Sache.“ 

Illinger war nach der Matura ein halbes Jahr in Dubai und dann auf einem Schiff in Asien unterwegs. Höller startete seine Karriere in der Heimat als Restaurantmanager im Hotel Pitter und wagte dann den Sprung nach New York. „Ich bin hier Sommelier. Wir versuchen unser Weinprogramm hauptsächlich österreichisch zu gestalten. Im Moment haben wir von insgesamt 350 Positionen 95% an österreichischen Weinen. Es ist unglaublich interessant, hier Weine von zuhause zu verkaufen. Das kann schon was.“

Österreichische Küche modern interpretieren

Auch Illinger schwärmt für seine Aufgabe als Küchenleiter: „Wir haben ein junges und ambitioniertes Team. Der große Unterschied zu Österreich ist die Standardisierung und effizientere Arbeitsabläufe. Da man viele Mitarbeiter hat, die keinen so hohen Ausbildungsgrad haben, wie wir in Österreich, muss man andere Wege einschlagen, um gute Qualität zu erhalten.  Wir versuchen die österreichische Küche so modern wie möglich zu interpretieren und mit dem New-York-Life-Style zu verbinden.“

Was unterscheidet den österreichischen vom amerikanischen Gast? „Der Amerikaner ist gewillt, bei Wein mehr auszugeben, als der Österreicher. New York ist natürlich ein Schmelztiegel und in Sachen Wein sehr international aufgestellt. Man bekommt hier alles. Das ist einzigartig“, betont Höller. Zu den hohen Preisen meint er: „New York ist eine Metropole. Daher sind auch die Restaurantmieten extrem hoch. Und in New York City müssen alle Produkte teuer herangeschafft werden. Die Logistik ist eine Herausforderung. Das treibt die Preise in die Höhe.“ 

Nach dem Ausland lockt wieder die Heimat

Auch wenn der Auslandaufenthalt für die jungen Männer aufregend und spannend ist, steht fest: Beide wollen nach ein paar Jahren auf jeden Fall wieder zurück in die Heimat. Als Erfolgsrezept geben die beiden Klessheimer anderen Folgendes mit auf den Weg: „Setz dir ein langfristiges Ziel, verliere es nicht aus den Augen, und mache deine Arbeit mit Spaß und Leidenschaft. Dann kann nichts schiefgehen.“

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