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Industrie ist in Salzburg Lokomotive für den Aufschwung

„Industrie und Bau sind derzeit die Zugpferde für ein beginnendes Konjunkturhoch in Salzburg“, analysiert Dr. Peter Unterkofler, IV-Präsident und Obmann der Sparte Industrie der WKS, die Lage. Nach einem Einbruch 2020 geht es heuer wieder stark aufwärts.   

Ausbildner im Betrieb und zwei Lehrlinge bei Liebherr
© Liebherr/Robert Stöckl Die Salzburger Industrie setzt mehr denn je auf die Ausbildung von Fachkräften.

Das zeigt die jüngste Konjunkturumfrage der IV Salzburg. Auf Basis eines spürbaren globalen Aufschwungs zeichnet sich auch hierzulande die Überwindung des Corona-Tiefs von 2020 ab. Österreichs Industrie hatte jedoch im Vorjahr den zweitstärksten Einbruch in der Geschichte der Zweiten Republik erlebt. Die Industrieproduktion ist um mehr als 11% zurückgegangen, was einem Minus von 20 Mrd. € entspricht. Kein einziger Sektor der Industrie verzeichnete ein Plus in der Produktion. Betroffen waren vor allem die Energieerzeugung, der Stahl- und Bergwerke-Bereich und die Fahrzeugindustrie. Die Zahl der Beschäftigten ist jedoch – dank Kurzarbeit – nur um 2,7% gesunken, bei den Lehrlingen blieb sie sogar stabil.

Die Zeichen stehen auf Aufschwung

Doch dürfte sich nun die 2020 noch trübe Lage deutlich aufklären: Laut IV-Konjunkturbefragung drehen sich die Indikatoren, die ein insgesamt besseres Geschäftsklima signalisieren, in Salzburg weiterhin ins Positive. Salzburg führt hier mit Oberösterreich und Steiermark die Spitzengruppe der Optimisten an. Immerhin schon 90% der befragten Salzburger Betriebe bewerten die aktuelle Geschäftslage als „gut“ bzw. „steigend“ oder „durchschnittlich“. Nur sieben Prozent klagen über eine schlechtere Geschäftslage. Ebenso schätzen mittlerweile neun von zehn Betrieben die derzeitige Auftragslage und die Auftragseingänge aus dem Ausland als gleichbleibend bzw. steigend ein. Der Anteil der Industriebetriebe, die von einer „guten“ Ertragssituation sprechen, ist von 25% auf 39% gestiegen, nur mehr 13% der Befragten geben eine „schlechte“ Ertragslage an. 

„Salzburgs Industriemotor kommt wiederstark auf Touren!“
Dr. Peter Unterkofler, IV-Präsident und Obmann der Sparte Industrie

Die Zeichen für einen Aufschwung sind deutlich: Nur noch 4% blicken der Zukunft nicht mit Optimismus entgegen. Fast alle Unternehmen gehen von einer stabilen Konjunkturentwicklung aus, rund die Hälfte erwartet Produktionssteigerungen. Keines der befragten Unternehmen will außerdem Stellen abbauen, 60% wollen den derzeitigen Mitarbeiterstand halten, 40% suchen Fachkräfte. Unterkofler zieht das Fazit: „Salzburgs Industriemotor kommt wieder stark auf Touren!“

Diesen Prozess haben jüngst IV, Sparte Industrie und WKS mit einer Impfaktion für Schlüsselkräfte im Export wesentlich unterstützt. „Es ist jetzt entscheidend, dass heimische Schlüsselkräfte mit dringlichem internationalem Reisebedarf – wie Mitarbeiter zur Installierung und Wartung von Maschinen und Anlagen, Techniker und Forscher, Vertriebsmitarbeiter mit strategischen Schlüsselaufgaben – wieder auf den globalen Märkten präsent sein können“, stellt Peter Unterkofler fest: „Internationale Wettbewerbsfähigkeit ist für ein erfolgreiches Exportland wie Salzburg grundlegend.“

Dr. Peter Unterkofler, IV-Präsident und Obmann der Sparte Industrie
© IV Dr. Peter Unterkofler, IV-Präsident und Obmann der Sparte Industrie

Qualität des Standortes verbessern

Damit die Betriebe als Zugpferde für den Aufschwung ihre Kraft stetig ins Spiel bringen können, braucht es aber mehr denn je die richtigen Rahmenbedingungen, betont der oberste Vertreter der Salzburger Industrie. „Jetzt geht es nicht nur um wirksame Konjunkturmaßnahmen, sondern auch und besonders um eine Qualitätsverbesserung des Industriestandortes Österreich.“ Unterkofler spricht hier nicht nur die neuesten Anreize für Investitionen an, die grundsätzlich positiv zu werten sei. Ebenso müsse man gerade in der Post-Corona-Phase darauf achten, nicht neue Kostenbelastungen zu erzeugen: „Die ambitionierten Pläne für einen Green Deal in Europa und Österreich in Ehren, aber Klimaschutz kann nur als Wachstums- und Innovationsturbo wirken, wenn den Betrieben dabei nicht wettbewerbsverzerrende Hürden und Steuerbelastungen aufgebürdet werden. Es braucht für eine erfolgreiche Klimaschutzpolitik vor allem positive Anreize für Forschung und Entwicklung in Sachen umweltschonende Technologien, damit Österreich an der Spitze der Green-Deal-Entwicklungen mitwirken kann.“

Gar nichts hält Unterkofler davon, den Aufschwung durch neue sozialpolitische Experimente zu gefährden. Weder sei eine Arbeitszeitverkürzung der richtige Weg, noch seien dies Vermögensteuern. Was die Wirtschaft jetzt brauche, seien Planungs- und Investitionssicherheit – und politischer Rückenwind, damit es zu einem tragenden Aufschwung komme.

Fachkräfte-Offensive für die Technik

Unabdingbar ist für den IV-Präsidenten und Spartenobmann außerdem eine breit angelegte Offensive für Fachkräfte in Industrie und Technologie. Denn der Mangel an Fachkräften ist mittlerweile nicht nur in der Industrie zu einem Wachstumshemmnis geworden. „Corona hat hier zu einem Rückschlag geführt, den wir wieder aufholen müssen“, ist Unterkofler überzeugt. Gemeinsam werden IV und Sparte Industrie daher heuer wieder ihre breit angelegten Aktivitäten verstärken, um mehr Jugendliche für eine Ausbildung in Technik und Industrie zu gewinnen. Peter Unterkofler: „Die Fachkräfteausbildung ist so wie die Digitalisierung eine absolute Zukunftsfrage. Das wird und muss einer der wesentlichen Schwerpunkte der nächsten Jahre in Politik und Wirtschaft sein.“ 

Fachkräftenachwuchs: Industrie startet durch

Die Pandemie und Lockdown-Regeln haben 2020 vieles verhindert, doch heuer wird, wenn es die Situation zulässt, Salzburgs Industrie wieder alle Aktionen für die Fachkräfteausbildung hochfahren.

  • „Salzburger Industrieviertel“ auf der Berufsinformationsmesse Salzburg 2021: Teilnehmende Betriebe und Partner aus Salzburg und dem angrenzenden bayerischen Raum geben Jugendlichen Einblick in die Industrie-Welt Kunststoffindustrie. Angeboten werden Führungen für Schulklassen, persönliche Beratung durch Lehrlinge und Ausbildungsleiter sowie spannende Arbeitsstationen. So wird den Jugendlichen Lust auf Technik gemacht.
  • i-star – St. Johann: Rund 1.000 Schüler werden sich auch heuer wieder im Herbst über Karrierechancen bzw. Lehrstellen in Pongauer Industrieunternehmen informieren.
  • Schnuppertage der Salzburger Industrie: Schon jetzt bieten die Lehrbetriebe der Salzburger Industrie auf der Website der Salzburger Industrie eine Übersicht über die Lehrstellen und vielen Schnupperangebote.
  • „KOMPASS-Berufe-Talks“ sind Online-Workshops für Schulklassen (7./8. Schulstufe) zum Thema Berufswelt der Salzburger Industrie. Die Besonderheit: Junge Fachkräfte aus der Industrie erzählen über ihre Ausbildungen.
  • Bei den „Lust auf Technik Workshops“ für Schulklassen (7./8. Schulstufe) geht es darum, Begeisterung für die Technik zu wecken und über technische Berufe zu informieren.
  • „Smart Summer“: Wieder geplant ist im Sommer in Zusammenarbeit mit zehn Unternehmen die beliebte Reihe „Smart Summer“: Zwei Wochen gibt es für jeweils 30 Jugendliche (12- bis 15-Jährige) Workshops und ein Programm rund um Technik, IT und Programmieren.



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