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Starkes Bekenntnis zum stationären Handel

Für Gehmacher entpuppte sich die Corona-Krise als Chance. Das Traditionsunternehmen hat heuer und im Vorjahr gleich sechs Geschäfte in der Salzburger Altstadt eröffnet.

Helmut, Heidi und Julia Gehmacher führen die Geschäfte des traditionsreichen Familienunternehmens, zu dem mittlerweile acht Stores am Alten Markt, in der Judengasse und am Waagplatz gehören.
© Gehmacher/Johannes Bergmann Helmut, Heidi und Julia Gehmacher (v. l.)führen die Geschäfte des traditionsreichen Familienunternehmens, zu dem mittlerweile acht Stores am Alten Markt, in der Judengasse und am Waagplatz gehören.

Die vergangenen zwölf Monate waren die wohl ereignisreichsten in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Otto Gehmacher GmbH. Seit November 2020 stieg die Zahl der Geschäfte des Familienunternehmens von zwei auf acht. Dazu kam noch ein Café im "Gehmacher Outdoor“ in der Judengasse. Der Personalstand nahm von 15 auf 50 zu und hat sich damit mehr als verdreifacht. 

Die rasante Expansion wäre ohne das Entgegenkommen der Vermieter der Geschäfte nicht möglich gewesen, betont Julia Gehmacher, die gemeinsam mit ihren Eltern Heidi und Helmut Gehmacher die Geschäftsleitung des Familienbetriebs bildet. Die neuen Shops seien nicht das Resultat eines lang gehegten Masterplans. "Das hat sich so ergeben. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie war die Judengasse auf einmal halb leer, weil viele Geschäfte zusperren mussten. Wir haben uns gedacht, es kann nicht sein, dass die Salzburger Innenstadt immer mehr ausstirbt, und wollten etwas für ihre Belebung tun.“ 

Mitarbeiter mit Verantwortung

Das rasche Wachstum habe eine Anpassung der internen Strukturen notwendig gemacht. "Wir waren jahrzehntelang ein typischer Familienbetrieb, wo die Chefs sehr stark im Tagesgeschäft verankert sind. Jetzt gibt es Manager, die das operative Geschäft in den Bereichen Home und Clo-
thing sowie im Café leiten“, erklärt Gehmacher. Außerdem sei man gerade dabei, Storemanager aufzubauen, "die ihre Geschäfte aktiv mitgestalten dürfen und sollen.“

Der stationäre Handel hat nach Ansicht Gehmachers eine Zukunft – "wenn er gut gemacht ist und wenn man es schafft, den Kunden ein Erlebnis zu bieten“. Die Konkurrenz aus dem Internet sei aber stark. "Wir spüren das natürlich auch und bemühen uns, in den Geschäften das bestmögliche Erlebnis zu schaffen und den Kunden den Wert der persönlichen Beratung näherzubringen. Sie sollen bei uns eine schöne Zeit verbringen.“

Ein eigener Online-Shop für Mode ist derzeit kein Thema. "Wir sind auf Facebook und Instagram sehr aktiv. Unsere Philosophie ist es, die Kunden über diese Kanäle in die Geschäfte zu holen“, erklärt Gehmacher.  

Ursprünglich verkaufte das Unternehmen im Stammhaus am Alten Markt Heimtextilien, Vorhänge und Bettwäsche. Heute umfasst das Sortiment Wohnaccessoires, Dekorationen, Möbel und Bekleidung. Mit der aktuellen Geschäftslage ist Julia Gehmacher zufrieden. "Im Stammhaus sind wir beinahe schon wieder auf Vorkrisenniveau. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Thema Wohnen während der Pandemie wichtiger geworden ist.“ In den neu eröffneten Geschäften seien die Umsätze im Plan. ""Da erwarten wir uns noch Steigerungen. Erfahrungsgemäß dauert es immer zwei oder drei Jahre, bis ein neues Geschäft richtig läuft.“ 

Weitere Geschäftseröffnungen schließt Gehmacher nicht aus: "Aktuell gibt es keine konkreten Pläne. Wenn sich aber im Bereich Alter Markt, Judengasse, Waagplatz etwas ergeben würde, wären wir vermutlich nicht abgeneigt.“

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