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Gasteiner Bergbahnen gehen neue Wege

Um die Qualität des ­Angebots zu verbessern und die Besucherströme besser steuern zu können, führt das Pongauer ­Skigebiet ein Dynamic-Pricing-Modell ein. 

Skifahrer, die ihre Tickets eine Woche vor dem Gültigkeitstag online kaufen, können bis zu 25% im Vergleich zum regulären Preis sparen.
© Gasteiner Bergbahnen Skifahrer, die ihre Tickets eine Woche vor dem Gültigkeitstag online kaufen, können bis zu 25% im Vergleich zum regulären Preis sparen.

Wer früh bucht, spart: Dieser Grundsatz gilt in der neuen Wintersaison bei den Gasteiner Bergbahnen. Für die Käufer von Tageskarten, die rund 20% der Besucher ausmachen, wird ein dynamisches Preismodell eigeführt.

Wintersportler, die ihren Skipass eine Woche vor dem Gültigkeitstag im Online-Shop kaufen, zahlen statt dem regulären Preis von 63,50 € im Bestfall nur 47,50 €. Mit einer Versicherung um 2 € kann das Ticket bis zum Tag der Gültigkeit kostenfrei storniert werden. "Wer sich die besten Tage und die beliebtesten Zeiten aussucht, sich aber vorab nicht festlegen möchte, muss für die gewünschte Flexibilität und Qualität entsprechend mehr bezahlen“, erklärt Vorstand Wolfgang Egger.

In der Vergangenheit sei es vor allem in der Hauptsaison bis etwa 10.30 Uhr zu einem massiven Andrang und damit zu Wartezeiten für die Skifahrer gekommen. Das soll jetzt anders werden. "Wir wollen unseren Besuchern die ganze Saison über eine konstant hohe Qualität anbieten. Dafür müssen wir den Andrang zu den Spitzenzeiten reduzieren und gleichzeitig die Attraktivität der Randzeiten erhöhen und vor allem bekannter machen“, sagt Egger. 

"Bei hoher Nachfrage haben wir die Möglichkeit, die Tageskarten mengenmäßig zu begrenzen“, ergänzt Vorstand Franz Schafflinger. "Es geht darum, durch spürbare Anreize das Verhalten der Kunden zu ändern und eine gewisse Entzerrung der Besucherströme zu erreichen.“

Tourengeher, die Pisten und Parkplätze der Gasteiner Bergbahnen benutzen, müssen 14 € pro Tag oder 140 € für eine Saisonkarte bezahlen.
© Gasteinertal Tourismus GmbH Tourengeher, die Pisten und Parkplätze der Gasteiner Bergbahnen benutzen, müssen 14 € pro Tag oder 140 € für eine Saisonkarte bezahlen.

Bei der technischen Umsetzung des dynamischen Preismodells arbeiten die Gasteiner Bergbahnen mit der Firma Skidata in Grödig zusammen. "Unsere eCommerce-Lösung ermöglicht den Gasteiner Bergbahnen die Digitalisierung des Ticketverkaufs. Dadurch werden aus anonymen Gästen registrierte Kunden, die von Marketingaktionen profitieren“, sagt Franz Holzer, General Manager Austria bei Skidata. In Skandinavien werde bereits jeder zweite Skipass online gekauft, so Holzer.   

Tourengeher müssen zahlen 

Die Besucherlenkung im Gasteinertal erstreckt sich auch auf Skitourengeher, die in immer größerer Zahl die Pisten benutzen. Für sie wurden Routen festgelegt sowie einheitliche Regeln und Preise ausgearbeitet. "Tourengeher, die Parkplätze, präparierte Pisten und Mautstraßen nutzen, sollen dafür auch einen Teil der Kosten übernehmen. Darüber hinaus geht es natürlich auch um die Sicherheit der Wintersportler“, meint Benjamin Rogl von den Gasteiner Bergbahnen. Eine Tageskarte für Pistentourengeher kostet 14 €, für die Saisonkarte sind 140 € fällig. 

Eine stärkere Lenkung der Besucherströme durch intelligente Produkte fordert auch Prof. Kurt Luger, Vorsitzender des Instituts für Interdisziplinäre Tourismusforschung, ein. "Wenn zu viele Menschen am Berg sind, führt das zu einer Überlastung der Infrastruktur und damit zu weniger Spaß am Tourismuserlebnis“, sagt der Experte. Es werde vermutlich einige Zeit dauern, bis die Gäste das Dynamic Pricing annehmen und seine Vorteile nutzen, so Luger. Eine zielgerichtete Kommunikation der Informationen ist hier unabdingbar.“

Weitere Schritte sind geplant 

Dynamic Pricing ist bei Bahn- und Flugreisen sowie bei der Buchung von Hotelzimmern längst gang und gäbe. Für die heimischen Bergbahnen ist es dagegen Neuland. Gastein ist nach Sölden und Gurgl in Tirol erst das dritte österreichische Skigebiet, das dynamische Preise einführt. Das Modell soll nach der Wintersaison evaluiert und in den kommenden Jahren ausgeweitet werden. Gedacht ist etwa an Zeitfenster mit unterschiedlichen Preisen. "Wir setzen jetzt den ersten Schritt in diesem Bereich, der vermutlich noch nicht den ganz großen Lenkungseffekt bringen wird. Für uns ist das ein Feldversuch, mit dem wir Erfahrungen sammeln können“, meint Vorstand Franz Schafflinger.

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