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FH Salzburg baut an der ­virtuellen Holz-Universität mit

Lehrinhalte aus dem Bereich Holztechnologie und Holzwirtschaft grenzüberschreitend, virtuell und vernetzt zu vermitteln, das ist die Idee des „Virtual Wood ­University“-Projekts, das von Prof. Günter Berger von der FH Salzburg/Campus Kuchl geleitet wird.

Profilfoto von Günter Berger
© WKS/Probst Günter Berger, Leiter des „Virtual Wood University“-Projekts sieht dringenden Handlungsbedarf in der Entwicklung neuer Unterrichtsformate.
"Gemeinsam mit Lehrenden der vier kooperierenden Hochschulen – der LAB University in Lahti (FIN), der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Mosbach (D), der FH Salzburg (AT) und der Technischen Universität Tallinn (EST) – werden im Rahmen eines mit € 217.000 dotierten Erasmus+-Projektes virtuelle Lehrveranstaltungen entwickelt und umgesetzt“, berichtet Projektleiter FH-Prof. Mag. Günter Berger, Fachbereichsleiter Wirtschaft & Management und Lehrender im Studiengang für Holztechnologie an der FH Salzburg/Campus Kuchl. 

Virtuell & vernetzt

„Den Zuschlag des Förderprogramms der Europäischen Union erhielt das Projekt vor allem deshalb, weil die virtuellen Lehrveranstaltungen von mindestens zwei Dozentinnen aus den jeweiligen Partnerländern gemeinsam entwickelt und durchgeführt werden. Die grenzüberschreitende Aufbereitung der Modulinhalte berücksichtigt die unterschiedlichen Produktanwendungen- und -verwendungen in den jeweiligen Ländern. Dabei sollen vor allem auch die verschiedenen Perspektiven auf Märkte, Technologien und Anwendungen von Holz in den Partnerländern integriert werden“, berichtet Berger. „Der damit einhergehende internationale Erfahrungsaustausch eröffnet den Studierenden neue Horizonte. e-Learning bedeutet in unserem Fall also weit mehr als bloß die Möglichkeit, Vorlesungen vom Hörsaal in den virtuellen Raum zu übertragen.“ 

Die Idee entstand bei einem Fachkongress in Finnland, wo europäische Universitäten über die Zukunft der Hochschulausbildung im Holzbereich diskutierten. „Der ‚War for Talents‘ ist mittlerweile auch in der europäischen Hochschullandschaft für Holzwirtschaft und Holztechnologie angekommen“, erklärt Berger. So mussten in Finnland fast alle Hochschulen, die diese Ausbildung anbieten, aufgrund zu weniger Studierender schließen. Die LAB University in Finnland gab die Inspiration für dieses Pilotprojekt: Dort konnten neben den Präsenzstudierenden über Distance-Learning-Programme weitere 50 Studierende gewonnen werden. Diese wohnten teilweise bis zu 1.000 km weit von der Hochschule entfernt und konnten ihr Studium berufsbegleitend absolvieren.

Grenzüberschreitende digitale Lehre als Zukunftsmodell

Ziel der kooperierenden Holz-Universitäten war es, neuartige Unterrichtsformate zur Gewinnung von Fachkräften für die stark wachsenden Holzbranche zu entwickeln.  „Nur mit diesen wird es uns gelingen, die Attraktivität unserer Studienangebote zukünftigen Fachkräften schmackhaft zu machen: Flexibilisierung, geografische Entkoppelung und die Möglichkeit, das Studium berufsbegleitend zu absolvieren, sind immer stärker nachgefragte Entwicklungen, denen auch wir in der Holzausbildung gerecht werden müssen“, meint Berger.

Große Nachfrage

„Der erfolgreiche Start ins erste gemeinsame Semester Anfang März hat gezeigt, dass wir mit diesem Pilotprojekt den Nerv der Zeit treffen: Mehr als 210 Studierende aus vier Ländern haben sich für die Kurse angemeldet. Das Feedback nach den ersten Kursen fällt sehr positiv aus“, berichtet Berger.
„Das Teamteaching und die Diskussion der Themen unter Teilnahme mehrerer Kolleginnen aus unterschiedlichen Ländern wurden als besonders interessant bewertet. Die ‚Virtual Wood University‘ wirkt also sehr gut gegen die aufkommende Online-Müdigkeit mancher Studierender“, so Berger weiter.  
Aktuell läuft das Modul „Entrepreneurship in der Holzbranche“, das Günter Berger mit Hubert Speth, Studiengangsleiter der deutschen Hochschule, entwickelt hat. Für die Studierenden ergibt sich zudem ein inhaltlicher Mehrwert, der in Europa bis dato einzigartig ist: Als Ziel des 3-jährigen EU-Projektes soll ein virtuelles Erasmus-Semester entstehen. Damit können Studierende, denen aus finanziellen, privaten oder beruflichen Gründen ein Auslandssemester verwehrt bleibt, internationale Erfahrungen sammeln.

„Wir freuen uns über das zunehmende Interesse weiterer Hochschulen, die Idee einer virtuellen Holz-Universität mitzugestalten und weiterzuentwickeln. Damit bietet dieses Projekt über die dreijährige Laufzeit hinaus die Grundlage dafür, die Vision eines paneuropäischen virtuellen Studiengangs der Holztechnologie und Holzwirtschaft Wirklichkeit werden zu lassen“, erzählt Berger.

Studierende vom Campus Kuchl
© FH Salzburg/wildbild FH Salzburg/Campus Kuchl

Was tut sich an der FH Salzburg/Campus Kuchl?

Die dynamische Entwicklung des „nachhaltigen Standortes der FH Salzburg“ geht auch in diesen „besonderen Zeiten“ ungebremst weiter.

Aktuelle Projekte & Fakten:

  • Bioraffinerien – neue Wertschöpfungsströme aus Hol
  • Im Center of Smart Materials werden gemeinsam mit der Uni Salzburg gerade neue ­Produkte und Materialien für die Sportartikelbranche und für die Bauwirtschaft entwickelt
  • Im Zentrum „Alpines Bauen“ wird in wenigen Wochen der Baustart für ein neues Forschungsgebäude am Campus erfolgen: Das Innovationsprojekt Twin²Sim am Campus Kuchl besteht aus einem dreh­baren Prüfstand, dem multi­funktionalen Versuchsgebäude mit Arbeitsplätzen für Forschungspersonal, Prüf­räumen, einem Multifunktions­labor sowie einer Manipulations­halle
  • Die Themen Green Engineering und Green Building werden noch intensiver bearbeitet.
  • Am Campus Kuchl der FH ­Salzburg studieren derzeit über 600 Studierende in drei Bacc- und drei Masterstudiengängen (Holztechnologie & Holzwirtschaft, Design & Produktmanagement und Smart Building).
  • Die Anzahl der Salzburger Studenten im Programm der ­Virtuellen Holzuniversität beträgt derzeit bei 37 Personen, zu­­züglich 71 Erasmus-In­coming-Studierender, die dieses Semester in Salzburg studieren.
    www.fh-salzburg.ac.at



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