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Kaffeespezialist gab in der Krise Gas

Die Corona-Pandemie hat der Familie Schärf GmbH schwer zu ­schaffen gemacht. Anstatt in Schockstarre zu verfallen, nutzte das Familienunternehmen die Krise, um sich komplett neu ­aufzustellen.

Rafael Schärf handelt mit Kaffee und Kaffeemaschinen. Für den Umsatz seines Unternehmens werden Komplettlösungen für Gastronomiebetriebe, Hotels und Büros immer wichtiger.
© Familie Schärf GmbH Rafael Schärf handelt mit Kaffee und Kaffeemaschinen. Für den Umsatz seines Unternehmens werden Komplettlösungen für Gastronomiebetriebe, Hotels und Büros immer wichtiger.

Im Geschäftsjahr 2019/20 (März 2019 bis Februar 2020) setzte die Familie Schärf GmbH noch 3,3 Mill. € um. Ein Jahr später gingen die Umsatzerlöse pandemiebedingt auf 1,4 Mill. € zurück. Zugleich sank die Kaffeeproduktion von rund 40 auf 24 Tonnen pro Jahr. "Der Verkauf von Kaffeemaschinen, der früher unser Hauptstandbein war, ging während der Corona-Krise sogar fast auf Null hinunter“, sagt Geschäftsführer Rafael Schärf

Die staatlichen Unterstützungen für sein Unternehmen hielten sich nach Ansicht Schärfs in Grenzen. Er ist von der Politik tief enttäuscht. "Wir sind zu fast 100% von der Gastronomie abhängig. Wenn man dann nach vier Monaten Lockdown nur etwa ein Drittel jener Förderungen bekommt, die es für Gastronomiebetriebe gegeben hat, ist das nur sehr schwer zu verstehen.“ 

Zwei Jahre intensive Arbeit

Der Unternehmer gab dennoch nicht auf. "Ich habe meinen Mitarbeitern gesagt: Anstatt die Krise auszusitzen, werden wir voll in die Offensive gehen. Das haben wir dann auch getan und die vergangenen zwei Jahre genutzt, um intensiv zu arbeiten“, berichtet Schärf.

Die Familie Schärf GmbH bringt in diesem kurzen Zeitraum die neuen Marken "Coffeerence“ (Komplettlösungen für Firmen) und "Kaffeewunder“ (Kaffee und Webshop für Privatkunden), das speziell für die Gastronomie entwickelte Mietmodell "No Worry Cup“ sowie den "Da Salzburger Kaffee Gin“ auf den Markt. Außerdem werden rund 300.000 € in eine neue Kaffeerösterei investiert, die Rafael Schärf gemeinsam mit seinem Cousin Simon Schärf betreibt. "Die Rösterei hat eine Kapazität von bis zu 90 Tonnen pro Jahr und verfügt über Röstöfen der neuesten Generation. So ist es zum Beispiel möglich, während des Röstvorgangs die Innentemperatur der Kaffeebohnen zu messen. Das trägt wesentlich zu einer konstant hohen Qualität bei“, erklärt der Geschäftsführer.   

Das Unternehmen sei nun die modernste, nachhaltigste und größte Kaffeemanufaktur im Land Salzburg. "Die Branche wird von großen internationalen Konzernen beherrscht. In Österreich gibt es nur mehr wenige Manufakturen in unserer Größe, die noch in Familienbesitz sind.“

Schärf peilt für das laufende Geschäftsjahr eine Kaffeeproduktion von 50 Tonnen und einen Umsatz von rund 3,5 Mill. € an. "Nach dem schwierigen Aufbau- und Umstrukturierungsprozess der vergangenen Monate beginnt für die Firma eine neue Ära. Wir haben keine existenziellen Sorgen mehr und können, wenn nicht schon wieder eine Katastrophe passiert, endlich wieder normal arbeiten.“

Mietmodelle haben Potenzial

Bis Ende 2022 sollen 100 bis 150 Verträge mit Gastronomiebetrieben und Hotels abgeschlossen werden. "Das Mietmodell 'No Worry Cup‘ mit portionsweiser Abrechnung ist sehr gut angelaufen. Unser Komplettpaket umfasst Kaffeemaschinen, Kaffee, Service und Reinigungsmittel“, erklärt Schärf. Eine ähnliche Lösung gibt es auch für Büros und Betriebe aller Art. "Coffeerence“ soll österreichweit ausgerollt werden. "Das Ziel sind mindestens 150 Verträge bis Ende 2022“, so Schärf. 

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