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Fahrschulen rüsten sich für die Mobilitätswende

Auch wenn die ­rechtlichen Rahmenbedingungen nicht optimal sind: Immer mehr Fahrschulen setzen Elektrofahrzeuge ein.

Wilhelm Koch (im Bild mit Tochter Doris) hat bereits seit 2015 ein Elektrofahrzeug in seinem Fuhrpark.
© WKS/wildbild Wilhelm Koch (im Bild mit Tochter Doris) hat bereits seit 2015 ein Elektrofahrzeug in seinem Fuhrpark.

Sieben Salzburger Fahrschulen haben mittlerweile ein Elektroauto in ihrem Fuhrpark. Ein Pionier auf diesem Gebiet ist Wilhelm Koch. "Wir hatten 2015 den ersten E-Golf in ganz Salzburg“, erzählt der Inhaber der Fahrschule Koch in der Stadt Salzburg.

Das Interesse sei speziell bei jungen Leuten groß. "Hier hat sicher ein Umdenken eingesetzt, dem die Fahrschulen Rechnung tragen. Ökonomisches Fahren ist in den Lehrplänen, in der Theorieausbildung und bei den Prüfungsfragen ein wichtiges Thema“, sagt Koch. 

Fahrlehrer bilden sich weiter

Er legt seinen Kunden nahe, während der Ausbildung zumindest einmal mit dem E-Auto zu fahren. "So lernen sie die Vorteile der neuen Technik kennen und kommen vielleicht auf den Geschmack“, meint Koch, der mit seinem Unternehmen zum Gelingen der Mobilitätswende beitragen möchte. "Als Fahrschule kann man ein bisschen ein Vorbild sein. Bei uns machen alle Fahrlehrer regelmäßig entsprechende Schulungen. Wir laden unsere E-Fahrzeuge nur mit Ökostrom, obwohl das etwas teurer ist.“

Wenig Freude hat Koch mit den derzeitigen gesetzlichen Vorgaben. "Wenn ein Fahrschüler die Ausbildung und die praktische Prüfung mit einem E-Auto absolviert, gilt der Führerschein nur für Automatikfahrzeuge“, kritisiert der Fahrschulbesitzer. "Der Gesetzgeber müsste danach trachten, die Elektromobilität zu fördern. Dazu gehört auch, dass alle Interessierten problemlos zu einem Führerschein ohne Einschränkungen kommen.“

Koch kann sich vorstellen, dass Kunden, die die Führerscheinprüfung mit einem E-Auto machen, in der gesetzlich vorgeschriebenen zweiten Ausbildungsphase eine Schulung für Fahrzeuge mit Schaltgetriebe absolvieren können. "Nach drei oder vier Fahrstunden und einer Bestätigung durch den Fahrlehrer sollten sie dann den Führerschein ohne Einschränkung bekommen“, so Koch. "Ein solches Modell würde das Interesse an der Führerscheinausbildung mit E-Autos sprunghaft ansteigen lassen. Dann hätten wir bald nicht mehr nur ein Elektrofahrzeug in unserem Fuhrpark. Der Anteil würde wahrscheinlich auf mindestens 50% steigen.“

Fachvertretung setzt sich ein

Handlungsbedarf besteht auch nach Ansicht von Arnold Moises. "Wenn man es mit der Elektromobilität ernst meint, muss man auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Wir haben schon mehrere Anläufe unternommen, um das Problem des Code 78 – also der Eintragung im Führerschein ‚Nur für Fahrzeuge mit Automatikgetriebe‘ – zu lösen“, meint der Vorsitzende der Fachvertretung der Salzburger Fahrschulen und Geschäftsführer der Zebra Fahrschulen Pinzgau, Pongau und Tirol. "Derzeit kommen Fahrstunden mit dem E-Auto in der Praxis kaum vor“, sagt Moises, der mit einer steigenden Nachfrage rechnet, sollte sich die Gesetzeslage ändern. "Wenn es politisch gewünscht wird, wird das Thema Elektromobilität natürlich auch in den Fahrschulen eine größere Rolle spielen“, so Moises.

Die Zebra-Gruppe werde jedenfalls für jeden Standort in Salzburg und Tirol ein elektrisch betriebenes Fahrzeug anschaffen. "Damit können die Fahrschüler die gesetzlich vorgeschriebenen Perfektionsfahrten machen.“  

© Fahrschule Stipek "Wir wollen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, betont ­Raimund Stipek.

Für die Mobilitätswende ist auch Raimund Stipek gerüstet. Die Fahrschule Stipek in Hallein wurde ebenso wie die Fahrschule Pewny in Radstadt als "klimaaktiv mobil-Fahrschule“ ausgezeichnet. "Wir setzen in der praktischen Fahrausbildung einen E-Golf ein. Zudem haben sechs Mitarbeiter im Rahmen des Spritspartrainings Schulungen für E-Fahrzeuge absolviert“, erklärt Stipek.

Die Elektromobilität sei für Fahrschulen wichtig, um am Puls der Zeit zu bleiben. "Wir wollen uns dieser Entwicklung nicht verschließen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten“, sagt Stipek, der sich zu einem sinnvollen Mobilitätsmix bekennt. "Speziell im urbanen Raum werden Fahrzeuge, die wenig Emissionen und Lärm verursachen, an Bedeutung gewinnen.“

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