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Export: Hoffnungsmarkt Slowenien

Österreich ist mit 3,6 Mrd. € der mit Abstand wichtigste Investor in Slowenien. Auch wenn das Land für einzelne Bundesländer Österreichs derzeit eine Reisewarnung verhängt hat, bleibt Slowenien ein interessanter Exportmarkt.

Laibach
© AußenwirtschaftsCenter Laibach In der Hauptstadt Laibach schlägt das wirtschaftliche Herz Sloweniens.

Der Nachbarstaat ist Weltmeister als Abnehmerland österreichischer Produkte. Auch 200 Salzburger Firmen liefern regelmäßig nach Slowenien. Die „SW“ hat sich bei Mag. Stefano La Croce, Wirtschaftsdelegierter in Laibach, über die aktuelle Situation informiert. 

Wie steht es ums Sloweniens Wirtschaft?

Als direktes Nachbarland Italiens hat Slowenien den Coronavirus-Ausbruch vergleichsweise gut bewältigt und als erstes Mitgliedsstaat der EU Ende Mai das Ende der Epidemie ausgerufen. Mit einer Exportquote von knapp 80% des Bruttoinlandsproduktes (BIP) trifft der globale Nachfrageeinbruch als Folge der Coronavirus-Pandemie Slowenien dennoch hart. Laut Statistikamt ging das BIP im ersten Halbjahr dieses Jahres gegenüber dem Vorjahr um 7,8% zurück. Analysen gehen dennoch von einer raschen Erholung 2021 aus mit prognostizierten Wachstumsraten zwischen 4,5 bis 6,1%. Laut neuesten Analysen des slowenischen Wirtschaftsforschungsinstituts (IMAD) sollte bei optimaler Entwicklung bereits 2022 das Vor-Corona-Niveau erreicht werden. 

Mag. Stefano La Croce, Wirtschaftsdelegierter in Laibach.
© www.slovenia.info/Tarfila Mag. Stefano La Croce, Wirtschaftsdelegierter in Laibach.

Was spricht für den slowenischen Exportmarkt?

Slowenien ist ein spannender Einstiegsmarkt für österreichische Unternehmen, vor allem als Nachbarland sowie als Hub für die ex-jugoslawischen Länder. Neben der Nähe zu Österreich hat Slowenien weitere Standortvorteile, wie eine gute Infrastruktur bezüglich Verkehr, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Energie. Ebenso punktet es als Produktionsstandort mit qualitativ hochwertigen Produkten und Fachkräften, politischer Stabilität sowie ökologischem Bewusstsein. Mit rund 1.900 € Pro-Kopf-Import ist das Land mit zwei Millionen Einwohnern Weltmeister im Konsum österreichischer Waren und Dienstleistungen. Mit 3,6 Mrd. € und einem Anteil von fast 25% ist Österreich zudem der mit Abstand wichtigste Investor in Slowenien. Rund 1.000 österreichische Firmen sichern mehr als 20.000 Arbeitsplätze in Slowenien. Und nicht zuletzt: Koper ist der für die österreichische Wirtschaft mit Abstand wichtigste Hafen. Knapp sieben Millionen Tonnen Fracht, davon 227.000 Container von und nach Österreich, wurden im Vorjahr via Koper an der slowenischen Küste umgeschlagen. Das entspricht ca. einem Drittel des gesamten Güterumschlags des Hafens. 

Welchen Bezug gibt es zwischen Slowenien und Salzburg?

Rund 200 Salzburger Firmen liefern regelmäßig nach Slowenien. Mit ca. 324.000 Mill. € ist der Nachbarstaat das achtwichtigste Exportland Salzburgs. Mitten in der Corona-Krise hat etwa die Salzburger Firma Eisenwerk Sulzau-Werfen, R. & E. Weinberger AG eine slowenische Firma in der Nähe von Celje akquiriert, um die Position am Weltmarkt mit neuen Kapazitäten weiter zu stärken. Auch die Spar-Tochter SES hat erst kürzlich ein neues Shoppingcenter im Stadtteil Ljubljana-Siska eröffnet. Das 150-Millionen-Euro-Investment mit dem Namen „Aleja“ gilt mit über 90 Shops, 1.500 Parkplätzen und einer beeindruckenden Architektur als eines der modernsten Center Sloweniens. Anfang Oktober folgt die offizielle Eröffnung eines neuen Miele Experience Center in Maribor, des bereits zweiten Showrooms des deutschen Haushaltsgeräteherstellers nach jenem in Ljubljana. Miele steuert seine Aktivitäten in Südosteuropa über die österreichische Niederlassung in Salzburg. Andere wichtige Salzburger Niederlassungen sind z. B. Porsche, Palfinger, Alumero, Kaiser + Kraft oder Quehenberger Logistics.

Welche Großprojekte sind in Slowenien geplant?

Das wichtigste Projekt der vergangenen Jahre ist der Bau des „zweiten Gleises“ einer neuen Eisenbahnverbindung zwischen dem Hinterland (Divača) und dem Hafen in Koper. Auch die restliche Schieneninfrastruktur wird ausgebaut und modernisiert. Neben dem Ausbau des Autobahnnetzes ist die Errichtung zahlreicher Wohn- und Hotelkomplexe geplant. In Ljubljana sollten sich die Hotelkapazitäten bis 2023 um mehr als 40% vergrößern. Das AußenwirtschaftsCenter Laibach führt eine Projektliste mit rund 140 Vorhaben aus den Bereichen Hoch- und Tiefbau, Umwelt und Energie. Der Markt bietet also zahlreiche Chancen für österreichische bzw. Salzburger Unternehmen.

Mehr Infos gibt es beim AußenwirtschaftsCenter Laibach unter www.wko.at/aussenwirtschaft/si

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