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Green Deal ist in Salzburg angekommen

Die Bauwirtschaft entwickelt sich immer mehr zum Innovationsmotor. Das beweisen Unternehmen wie die Salzburg Wohnbau. 

Die Salzburg Wohnbau befasst sich intensiv mit der Speicherung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen. Ein Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten ist die neue Wohnanlage im Quartier Rauchmühle in der Stadt Salzburg.
© Salzburg Wohnbau/Christof Reich Die Salzburg Wohnbau befasst sich intensiv mit der Speicherung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen. Ein Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten ist die neue Wohnanlage im Quartier Rauchmühle in der Stadt Salzburg.

Der Marktführer im Kommunalbau führt eine Reihe von Forschungsprojekten durch, die sich mit Zukunftsthemen wie Digitalisierung und Kreislaufwirtschaft beschäftigen. Die Ergebnisse landen aber nicht in der Schublade. Sie gehen direkt in die Umsetzung. 

Die Salzburg Wohnbau errichtet pro Jahr rund 10.000 Quadratmeter neuen Wohnraum. Dabei spielt der nachhaltige Umgang mit den vorhandenen Ressourcen eine immer größere Rolle. "Wir setzen uns intensiv mit der Frage auseinander, wie wir beim Abriss bestehender Gebäude wertvolle Materialien gewinnen und diese für Neubauten wiederverwerten können“, erklärt 
Geschäftsführer Roland Wernik. "Bei fast allen Bauprojekten, die wir in Angriff nehmen, ist ein Bestandsobjekt vorhanden. Deshalb war es für uns klar, dass wir diesen Weg beschreiten müssen.“

Vor einem Jahr wurde gemeinsam mit den Partnern Universität Salzburg, FH Salzburg, Deisl-Beton in Hallein, Steiner Bau in Radstadt und der Bautechnischen Versuchs- und Forschungsanstalt Salzburg das Forschungsprojekt "Circle Concrete“ gestartet. "Es geht um das Zerkleinern, Aufbereiten und Wiederverwenden von Altbeton“, sagt Wernik. 

Er führt seit der Gründung im Jahr 2001 gemeinsam mit Christian Struber die Geschäfte der Salzburg Wohnbau.
© Neumayr "Wir möchten die Zukunft mitgestalten", sagt Roland Wernik. Er führt seit der Gründung im Jahr 2001 gemeinsam mit Christian Struber die Geschäfte der Salzburg Wohnbau.

Die ersten praktischen Erfahrungen seien vielversprechend: "Bei einem Wohnhaus in Schwarzach wurden 1.200 Tonnen Recyclingbeton verbaut, beim Abbruch der Volksschule Anif konnten 2.300 Tonnen an hochwertigem Beton zurückgewonnen werden“, so Wernik, der großen Wert auf die enge Verzahnung von Forschung, Entwicklung und Umsetzung legt. "Wir sind keine Trockenschwimmer. Neue Entwicklungen finden bei uns immer in Verbindung mit realen Projekten statt. Das zeichnet uns aus.“

Aus alt mach neu

Recyclingbeton bietet nach Ansicht Werniks nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Die Salzburg Wohnbau habe bereits eine Musterwand errichtet, die zu 100% aus Altbeton bestehe. "Wenn die geltenden Normen es zulassen würden, könnten wir schon jetzt aus einem alten Haus ein neues bauen. Es liegt an uns, den Normenausschuss davon zu überzeugen, dass so etwas tatsächlich möglich ist“, meint der Geschäftsführer.

Bei der Entwicklung und Durchführung innovativer Projekte arbeitet die Salzburg Wohnbau mit Forschungseinrichtungen und Start-ups zusammen. "Als etabliertes Unternehmen können wir uns von Start-ups vor allem die Freiheit des Denkens abschauen“, meint Wernik. "Ein Start-up beschäftigt sich mit einer Idee, von der es überzeugt ist, dass sie eine Chance hat. Die normativen Regeln, die einen Erfolg verhindern könnten, werden einfach verdrängt.“

Platz für neue Ideen

Mit dem "MakerSpace“, einem knapp 1.000 Quadratmeter großen Coworking-Space mit 35 Arbeitsplätzen, steht seit kurzem eine Außenstelle für die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Digitalszene, jungen Kreativen und Start-ups zur Verfügung. "Unser Ziel ist es, bei den Veränderungen im Wohn- und Kommunalbau Vorreiter zu sein. Darum laden wir innovative Firmen ein, mit uns Projekte zu entwickeln“, erläutert Wernik.

Aktuell wird im "MakerSpace" unter anderem an der digitalen Planung und Erfassung von Gebäuden gearbeitet. "Wir sind eines von derzeit drei Salzburger Unternehmen, die sich mit der sogenannten BIM-Technologie beschäftigen“, sagt Wernik. "Das 'Building Information Modeling‘ ist ein 3-D-Planungstool, das es Architekten, Elektroplanern und Haustechnikern ermöglicht, auf einer digitalen Plattform zusammenzuarbeiten.“

Im MakerSpace arbeitet die Salzburg Wohnbau mit innovativen Unternehmen zusammen.
© Neumayr Im "MakerSpace" arbeitet die Salzburg Wohnbau mit innovativen Unternehmen zusammen.

Die Digitalisierung werde auch in der Bauwirtschaft tiefgreifende Änderungen mit sich bringen. "Derzeit wird fast jedes Haus komplett neu gebaut, obwohl man Teile von Häusern, die schon gebaut wurden, übernehmen könnte. Es gibt also eine Art Prototypenfertigung, die aber in Serie produziert wird. Das ist eigentlich ein Widerspruch in sich“, so Wernik. "In Zukunft werden – speziell in der Arbeitsvorbereitung - Modularisierung und Standardisierung zunehmen.“ 

Autoakkus als Stromspeicher

Ein weiteres Forschungsprojekt der Salzburg Wohnbau befasst sich mit der Speicherung von Strom aus Photovoltaik-Anlagen. In der neuen Wohnanlage im Quartier Rauchmühle in der Stadt Salzburg werden neben Salzwasser- und Lithium-Ionen-Batterien schon bald auch ausgediente Akkus von Elektroautos eingesetzt. "Dank dieses Second-Life-Batterie-Konzepts, das wir mit Audi vereinbart haben, können rund 97% der am Dach erzeugten Energie in die Wohnungen fließen“, erklärt Wernik. 

Zur Person

  • Roland Wernik wurde 1958 geboren.
  • Nach der HTL für Hochbau studierte er Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftssoziologie. Außerdem absolvierte er an der Universität Salzburg ein Masterstudium für Projekt- und Prozessmanagement.
  • Seine Berufslaufbahn startete Wernik in der Bau- und Holzindustrie. Seit 2001 ist er Geschäftsführer der Salzburg Wohnbau.
  • Wernik ist auch Vorsitzender des Salzburger Wissenschaftsrates.


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