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Salzburger Handelsbetriebe bilden Fachkräfte mit Zukunft aus

Vor einem Jahr wurde die E-Commerce-Lehre gestartet. Die Zahl der Lehranfänger steigt, die Jobaussichten sind ausgezeichnet.

Violetta Marazeck hat im Vorjahr eine E-Commerce-Lehre bei der Kaiser+Kraft GmbH begonnen.
© WKS/wildbild Violetta Marazeck (im Bild mit Managing Director Hans-Peter Helminger) hat im Vorjahr eine E-Commerce-Lehre bei der Kaiser+Kraft GmbH begonnen.

260.000 Salzburger im Alter von 16 bis 74 Jahren haben 2018 laut einer Erhebung der KMU Forschung Austria mindestens einmal bei einem Internethändler eingekauft. Seit 2003 hat sich der Anteil der Online-Shopper mehr als verfünffacht. Der Großteil der Ausgaben − im Vorjahr waren es rund 460 Mill. € − geht an ausländische E-Commerce-Plattformen.  

Einzigartige Ausbildung 

Die Sozialpartner haben auf diese Entwicklung reagiert und als Ergänzung zu den bisherigen dualen Ausbildungen im Einzel- und Großhandel den Lehrberuf E-Commerce-Kaufmann/-frau ins Leben gerufen. "Die Ausbildung zum E-Commerce-Kaufmann/zur E-Commerce-Kauffrau beweist, dass es im Bereich der Lehre stets neue und innovative Berufe gibt. Hier werden Lehrinhalte vermittelt, die absolut den Zeitgeist treffen und, wie die Zahlen belegen, immer wichtiger werden. Mit dieser weltweit einzigartigen Ausbildung haben wir die perfekte Möglichkeit, Inhalte im Bereich des Online-Handels sowohl theoretisch als auch praktisch zu vermitteln. Jobgarantie inklusive!“, erklärt Landesrätin Maria Hutter, die Bildungsreferentin der Salzburger Landesregierung.

"Der neue Lehrberuf bildet die Online-Fachkräfte der Zukunft aus. Die Handelsbetriebe beschäftigen neben Werbeagenturen zunehmend eigene Mitarbeiter, die Websites sowie Webshops gestalten, betreuen und bewerben. Diese Entwicklung schreitet voran, da bereits 88% der Konsumenten das Internet nutzen und 62% im Internet einkaufen. Tendenz steigend. Der Onlinehandel boomt seit Jahren und selbst Betriebe, die ihre Produkte nicht online vertreiben, haben oder brauchen eine Internetpräsenz“, ergänzt Dipl.-Bw. Michael Moser, Obmann des Landesgremiums des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels der WK Salzburg, der maßgeblich zur Entwicklung des neuen Lehrberufs beigetragen hat.

Sind mit der Entwicklung des neuen Lehrberufs zufrieden: Gremialgeschäftsführerin Julia Peham-Zver, Gremialobmann Michael Moser, Landesrätin Maria Hutter, Direktor Johann Kappacher, Lehrling Violetta Marazeck und Berufsschullehrer Michael Piljic.
© WKS/wildbild Sind mit der Entwicklung des neuen Lehrberufs zufrieden: Gremialgeschäftsführerin Julia Peham-Zver, Gremialobmann Michael Moser, Landesrätin Maria Hutter, Direktor Johann Kappacher, Lehrling Violetta Marazeck und Berufsschullehrer Michael Piljic (v. l.).

Österreichweit sind derzeit 180 E-Commerce-Kaufleute in Ausbildung. In Salzburg haben vor einem Jahr die ersten neun Lehrlinge die dreijährige Ausbildung begonnen, heuer haben bereits 13 Jugendliche einen Lehrvertrag abgeschlossen. Unterrichtet werden die angehenden Fachkräfte in der Landesberufsschule St. Johann im Pongau. "Unser Ziel sind 20 Lehranfänger pro Jahr, damit wir ohne Probleme eine Berufsschulklasse füllen können. Mittelfristig soll dann eine zweite Klasse dazukommen“, sagt Moser.  

Vielfältige Lehrinhalte  

E-Commerce-Kaufleute erhalten nicht nur eine kaufmännische Ausbildung. Sie eignen sich auch fundiertes Wissen in den Bereichen IT, Logistik, Marketing sowie Werbung und Öffentlichkeitsarbeit an. "In unseren Handelsbetrieben brauchen wir Fachkräfte, die in Marketing und Vertrieb eine Verbindung von stationärem und Onlinehandel schaffen“, meint Moser. Den angehenden Fachkräften werden unter anderem folgende Qualifikationen vermittelt: 

  • Aufbau, Betreuung und Optimierung von Online-Shops
  • Präsentation von Waren im Online-Shop
  • Erstellung von Marketing-Maßnahmen
  • Analyse des Online-Shops und des Kaufverhaltens von Kunden
  • Mitarbeit bei Social-Media-Aktivitäten
  • Austausch mit Kunden und Geschäftspartnern 

Renommierte Unternehmen wie Spar, Unito (Universal Versand, Otto), Hervis oder Kaiser+Kraft bilden die Lehrlinge aus. "Jetzt geht es darum, auch kleine und mittlere Handelsbetriebe, die einen Webshop betreiben, zu ermutigen, E-Commerce-Lehrlinge aufzunehmen. Voraussetzung ist ein Ausbilder mit entsprechenden E-Commerce- und Online-Marketing-Kenntnissen“, betont Mag. Julia Peham-Zver, Geschäftsführerin des Landesgremiums des Versand-, Internet- und allgemeinen Handels der WK Salzburg. 

Praxisbezug ist hoch

Bei der Ausbildung wird großer Wert auf Praxisnähe gelegt. Ein eigens entwickeltes Online-Tool ermöglicht es den Lehrlingen, eine Website zu bauen und mit Inhalten zu befüllen. Auslandspraktika sind ab dem zweiten Lehrjahr möglich. "Die jungen Leute werden die ersten sein, die einen Teil der Lehrabschlussprüfung digital ablegen können“, sagt Moser.  

Die Berufsaussichten der angehenden E-Commerce-Kaufleute seien hervorragend. "Sie werden später nicht nur im Handel, sondern auch in Marketingabteilungen, Werbeagenturen und im Tourismus arbeiten. Die Fachkräfte sind zum Beispiel als Webshop-Manager bzw.
-Administrator, E-Business-Manager, E-Commerce-Assistent oder als Webshop-Content-Manager einsetzbar.“  

Karriere mit Lehre  

Lehrabsolventen können sich in der Berufsakademie Handel weiterbilden. Nach zwei Jahren Praxis haben sie die Möglichkeit, das Bachelorstudium "Akademischer Handelsmanager“ und in weiterer Folge das Masterstudium "Handelsmanagement“ zu beginnen. „Damit qualifizieren sie sich für Leitungsfunktionen und können etwa als Chief Digital Officer Karriere machen oder als Vorstand eines großen Unternehmens für Digitalprojekte zuständig sein“, erklärt Moser. "Mit dem neuen Lehrberuf haben wir eine attraktive Ausbildung für junge Nachwuchsfachkräfte geschaffen, die am Puls der Zeit ist und eine hervorragende Ausgangsbasis für eine Karriere im E-Commerce bildet.“

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