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Neue digitale Welten für Salzburgs Unternehmen erschließen

Die abstrakte „Digitalisierung“ wird recht konkret, wenn man das „Digitale Transfernzentrum“ (DTZ) besucht. In vier Technologiefeldern können Salzburgs Betriebe an realen Beispielen erfahren, wie andere Unternehmen mit Hilfe des DTZ die Digitalisierung angehen.

Veit Kohnhauser, Leiter des DTZ (links) und Simon Hoher, Robotik-Experte des FH-Studiengangs Informationstechnik und Systemmanagement, vor einem Industrieroboter im „Smart Factory Lab“ der FH.
© Kolarik Veit Kohnhauser, Leiter des DTZ (links) und Simon Hoher, Robotik-Experte des FH-Studiengangs Informationstechnik und Systemmanagement, vor einem Industrieroboter im „Smart Factory Lab“ der FH.

„Wir haben die richtige Einflughöhe für KMU“, betont FH-Prof. Veit Kohnhauer, Projektleiter des Digitalen Transferzentrums, und wissenschaftlicher Leiter des FH-Studiengangs KMU-Management & Entrepreneurship. Das digitale Transferzentrum, das im Herbst 2018 als Gemeinschaftsprojekt von FH und der Landesforschungsgesellschaft Salzburg Research ins Leben gerufen wurde, setze nicht zu viel technisches Wissen voraus, sei aber auch nicht zu allgemein gehalten. „Uns geht es vor allem um die Anwendungsorientierung“, bekräftigt Kohnhauser. Ziel war es, das Know-How von FH und Salzburg Research für Salzburgs Betriebe verfügbar zu machen – und das möglichst konkret und anschaulich.

Forschen am Facebook für Roboter

Dazu wurden im DTZ in vier Bereichen „Demonstratoren“ eingerichtet, die anhand von realen Projekten zeigen, wie neuesten Techniken eingesetzt werden können. Etwa das Modell der „digitalen Zwillinge“ – ein für Industrie und produzierendes Gewerbe zentrales Element aus dem Bereich Industrie 4.0. Im „Smart Factory Lab“ ist die konkrete Verknüpfung eines Industrieroboters mit seinem digitalen Zwilling, der in einer Cloud gespeichert ist, zu besichtigen und zu erproben. Die digitale Abbildung ermöglicht die effiziente Fernüberwachung einer Roboterzelle in einer Produktionsanlage, was die Kosten für Service und Wartung stark senkt. „Es entsteht eine Art Facebook für Industrieroboter, wobei die Roboterzellen webbasiert mit ihrer Umwelt und mit anderen Robotern kommunizieren“, erläutert FH-Prof. Simon Hoher, Leiter des Fachbereichs Mechatronik und Robotik des FH-Studiengangs Informationstechnik & Systemmanagement.

Ein durchaus realistischer Blick in die Zukunft der Produktion („Kollaborative Fertigung“) eröffnet sich mit einem Roboter, der mit Menschen zusammenarbeitet, also auf die Bewegungen der Menschen neben sich – im Unterschied zu einem Industrieroboter in einer Produktionslinie – Rücksicht nimmt. Wobei der Roboter „lernt“ und seine Lernerfahrungen an seine „Kollegen“ weitergibt. Hoher: „Wir können in unserem Smart Factory Lab den Betrieben zeigen, was bereits verfügbar ist, und informieren, was in fünf Jahren machbar ist“. 

Virtual Reality und Blockchain

Im Bereich „Smart Logistics & Mobility“ kann anhand eines Projekts der Spedition Quehenberger demonstriert werden, wie Virtual-Reality-Brillen bei der Bestückung von Lieferungen eingesetzt werden können. Gemeinsam mit dem Salzburger Spezialisten für fälschungssichere Produktkennzeichnungen, Authentic Vision, wird erarbeitet, wie die Blockchain-Technologie in der Lieferkette eingesetzt werden kann. Ein Intensiv-Workshop zur Blockchain stieß dabei auf großes Interesse: 25 Salzburger Unternehmen beteiligten sich daran. In Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Lagermax wird außerdem erforscht und demonstriert, welche Einsatzmöglichkeiten und mögliche Vorteile „Augmented Reality“ in der Logistik offerieren kann.

Smart Services für KMU immer wichtiger

Bis Ende des Jahres wird ein weiteres Demonstrationsbeispiel präsentierbar sein: Gemeinsam mit der Firma Hagleitner wird untersucht, wie die Datenmengen zahlreicher vernetzter Seifenspender-Sensoren genutzt werden können, um etwa Nachbefüllung und Service besser abstimmen zu können, aber auch, um neue Geschäftsmodelle zu generieren und für die Kunden mehr Nutzen zu schaffen: „Smart Services und bessere Datennutzung ist ein enorm wichtiges Thema für KMU“, ist Kohnhauser überzeugt.

Vor allem für Österreichs Zulieferbetriebe sieht der Logistik-Experte in diesem Zusammenhang eine große Herausforderung. Denn große Unternehmen – etwa die Firma Bosch in Kooperation mit dem DTZ – beginnen immer stärker, ihre Lieferketten digital zu vernetzen, um immer Transparenz sicherzustellen herstellen zu können. Das bringe indirekt die Zulieferbetriebe unter Druck, die die richtigen Daten in passender Weise zur Verfügung stellen müssen. 

"Wer in die Digitalisierung einsteigen will, ist bei uns an der richtigen Adresse."
FH-Prof. Veit Kohnhauser, Leiter des DTZ

Begleiter und Partner in die Digitalisierung

Das Interesse der Betriebe am DTZ sei daher groß, Anfragen kommen aus allen Bereichen der Wirtschaft, mit deutlichem Schwerpunkt aus der Produktion. „Das DTZ kommt gut an“, zieht Kohnhauser eine erste Bilanz nach einem halben Jahr DTZ, das mit Veranstaltungen, Firmenbesuchen, Workshops, Publikationen und Delegationen aus anderen Bundesländern bereit einiges an Wirkung entfaltet hat.

Geht der Plan auf, könnte das DTZ außerdem zu einem „Digital Innovation Hub“ werden, die die Bundesregierung in den Bundesländern errichten will. Das DTZ hat sich mit anderen Fachhochschulen und Partnern im Bereich Smart Logistic als Standort für einen derartigen Innovation-Hub beworben.

„Wir zeigen den Betrieben in einer Anfangsphase niederschwellig neue Möglichkeiten auf. Wenn die Unternehmen wollen, steigen wir dann gemeinsam mit unseren Experten tiefer ein und entwickeln gemeinsam Lösungen, etwa in Form von geförderten Forschungsprojekten.“ Eine Landesförderung gibt dabei weiteren Schub für den Einstieg in die neuen digitalen Welten.

Wobei Kohnhauser den Transfer durchaus in beide Richtungen gehend versteht. Denn KMU bringen aktuelle Anforderungen an die Anwendungsforschung in FH und Salzburg Research ein, die so wiederum Lösungen und Projekte für Forschung und Lehre bekommen. Auf jeden Fall sei das DTZ Begleiter und Partner in der Digitalisierung. Kohnhauser: „Wer in die Digitalisierung einsteigen will, der kann das mit dem DTZ tun. Wer einsteigen muss, ist bei uns auch an der richtigen Adresse“.

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