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Demo Day 2019: Der Marktplatz für innovative Ideen

Der Demo Day von Startup Salzburg und WKS demonstrierte eine beachtliche Stärke der heimischen Startup-Szene: 400 Gäste, 32 Start-ups aus drei Ländern, Workshops und viel Gründergeist machten aus dem Startup-Event einen Marktplatz frischer Ideen.

Die stolzen Preisträger und alle Partner des Demo-Day 2019, der von Startup Salzburg und WKS organisiert wurde.
© Wildbild Die stolzen Preisträger und alle Partner des Demo-Day 2019, der von Startup Salzburg und WKS organisiert wurde.

Mit dabei Gründer, Investoren, Business-Angels und mittendrin das Team von Startup Salzburg, das seit 2015 Salzburgs Startup-Szene beflügelt: „Der Demo-Day zeigt, dass die Startup-Szene in den vergangenen Jahren auch dank unseres Netzwerkes ‚Startup Salzburg‘ ordentlich gewachsen ist. Wir unterstützen nun schon zum 4. Mal mit dem Demo-Day Start-ups auf ihrem Weg zum Erfolg“, betont Lorenz Maschke, Startup-Beauftragter der WKS und Organisator des Demo-Day. Landtagsabgeordnete Michaela Bartel überbrachte die Grüße von Landeshauptmann Wilfried Haslauer: „Ich war von Anfang mit dabei. Es ist ganz toll, was hier entstanden ist. Wir können es schaffen, Gründerland Nummer eins zu werden!“

Begeistert waren auch die Aussteller. Wie etwa Dorly Holzer-Harringer, Geschäftsführerin der almendo Technologies GmbH, die beim Demo-Day ihre neue Produktlinie „Blu Sensor“ vorstellte. Die Sensorpalette mit Fokus B2B hilft, im Zusammenhang mit einer APP das Raumklima zu steuern. „Der Demo Day ist voll super. Wir können hier vor einem interessanten Publikum zeigen, was wir können“. Das Fachpublikum des Demo Day nutzte auch Sophie Bolzer, Co-Founder und CEO der Audvice Gmbh. Sie präsentierte ein neuartiges „Spotify für das Lernen“ auf Hochschulniveau. Die App ermöglicht das leichte Aufnehmen und Bearbeiten von Audio-Zusammenfassungen, die Studenten für ihre Kollegen aufnehmen und dann teilen. So entsteht eine Audiothek verschiedenster Themen aus wissenschaftlichen Fachgebieten. Ab nächster Woche gibt es die APP erstmals auf dem App-Store und Play Store.

Die Vielfalt der Business-Ideen

Insgesamt stellten 32 Startups im Expo-Bereich des Demo-Day aus, zehn davon machten auch bei den Pitches vor Fachpublikum mit. Jeder der Gründer bzw. Gründerinnen bekam drei Minuten, um sein Unternehmen vorzustellen. Dann gab es kritische Fragen von der Jury, die mit Lukas Püspök, Push Ventures,  und „Business Angel of the Year 2018“), mit Lena Hödl, Female Founders, Olav Carlsen, Startup-Investor, und Andreas Spechtler, Silicon Castles, top besetzt war. Außerdem stimmte das Publikum via Smartphone ab.

Für sechs der 10 Pitches bedeutete diese Präsentationsrunde den Abschluss eines mehrmonatigen Inkubationsprogrammes im Rahmen der „Startup-Salzburg Factory“. „Wir haben in der Factory die Unternehmen und ihre Gründer fit für den Markt gemacht“, erzählt Startup-Salzburg-Factory-Leiter Lorenz Maschke. Das dürfte gelungen sein.

Denn Cofounder Jeremy Cabaret, der mit seinen Unternehmen ImpetroGear die Startup Salzburg Factory absolvierte, holte sich den Publikumspreis. Er präsentierte ein modulares Rucksacksystem für Extremsportler. Dafür gab es einen Pitch beim 4Gamechanger-Festival in Wien am 9. April, eine Ausstellungsmöglichkeit und die Chance, sich direkt für das Finale der #glaubandich-Challenge von Erste Bank und Sparkasse zu qualifizieren.

Der Preis für den besten Pitch ging an das bayerische Start-up West Kiteboarding mit Klick.ma, ein sicherer Magnetverschluss für Kite-Surfing-Boards. Den Preis von „aaia“ (Austrian Angel Investors Association) für das „höchste Investment-Potenzial“ holte sich das spanische Startup „Service-Club“, das nun einen exklusiven Workshop mit Business Angels nutzen kann. Auch Startup Salzburg vergab einen Preis für die beste „Go-to-market-Strategie“: Ausgezeichnet wurde damit das Salzburger Unternehmen Polycular, die neue Lernsysteme mit Hilfe von Gaming-Elementen und Augmented Reality anbieten. Sie nehmen an der Startup Executive Academy von Silicon Castles am 4. bis 10. Juli teil. Silicon Castles-CEO Andreas Spechtler verloste außerdem im Publikum fünf Tickets für die top besetzte Startup Executive Academy. Und nicht zuletzt kürte das Publikum das beste „Upcoming Startup“ aus dem Kreis der Austeller: Über zwei Tickets von Red Bull für das 4Gamechangers-Festival darf sich die healthfactories biotech GmbH aus Puch bei Salzburg freuen.

Talkrunde mit Female Founders: Im Bild von links Lena Hödl, Romy Sigl, Marianne Kusejko, und Natascha Deutinger (Moderatorin).
© Wildbild Talkrunde mit Female Founders: Im Bild von links Lena Hödl, Romy Sigl, Marianne Kusejko und Natascha Deutinger vom FHStartup Center (Moderatorin).

Startup-Gap: Frauen fehlen in der Digitalisierung

Zusätzlich gab es hochwertige Talks, unter anderem mit Lena Hödl, Head of Accelerator bei den Female Founders, Marianne Kusejko, die vor dreißig Jahren mit Partnern die High-Tech-Firma Sigmatek ins Leben gerufen hat, und mit Romy Sigl, Gründerin von Coworking Salzburg und Partnerin im Netzwerk von „Startup Salzburg“. Fazit der Diskussion: es gibt eine deutliche Lücke, die geschlossen werden sollte. Zwar werden 45% aller Unternehmen von Frauen gegründet, im technologieorientierten Startup-Sektor sind das jedoch nur knapp über 15%. Was Lena Hödl als Gefahr für Frauen betrachtet: „Es ist wichtig, in die Digitalisierungs-Bewegung auch Diversität reinzubringen. Frauen laufen sonst Gefahr, in der Digitalisierung nicht vorzukommen.“  

Die Achterbahn der Gründungsphase durchhalten

Lukas Püspök, Business Angel of the Year 2018, gab im Rahmen einer Investors Academy „light“ der Austrian Angels Investors Association mit 25 Investorinnen und Investoren Einblicke in seine Investorentätigkeit. Sein großes Interesse an Innovation, neuen Technologien und Gründerthemen habe ihn dazu gebracht, neben seinem „Brotjob als Windkraftunternehmer“ auch in Start-ups zu investieren und sie mit seinem Know-how zu unterstützen. Püspök bewies gleich zu Beginn seiner Investorentätigkeit einen guten Riecher als Mitinvestor in die beiden äußerst erfolgreichen Start-ups Whatchado und mySugr. Die Diabetiker-App mySugr sorgte für Schlagzeilen als sie um einen hohen Millionenbetrag an den Pharmakonzern Roche verkauft wurde, einer der erfolgreichsten Exits in der österreichischen Start-up-Geschichte.

Investoren-Workshop mit Lukas Püspök, Push Investors, Mirjam Tauchmann, aaia, Lorenz Maschke, WKS (re.) und Oliver Wagner, ITG, Startup Salzburg.
© Wildbild Investoren-Workshop mit Lukas Püspök, Push Investors, Mirjam Tauchmann, aaia, Lorenz Maschke, WKS (re.) und Oliver Wagner, ITG, Startup Salzburg.

Ein wesentliches Kriterium für eine Investmententscheidung ist für Püspök das Gründerteam: „Oft ist es so, dass sich ein Projekt in der Entwicklung noch stark ändert, was aber mit einem guten Team zu bewältigen ist. Mit einem schlechten Team ist es hingegen schwierig sogar eine tolle Idee umzusetzen.“

Und welche Persönlichkeitsmerkmals sollten Startup-Gründer mitbringen? Lukas Püspök: „Durchhaltevermögen und Leidensfähigkeit, die Achterbahn der Gründungsphase auszuhalten“. Lena Hödl empfiehlt außerdem ausreichend Flexibilität: „Keine Idee wird so auf den Markt gebracht, wie sie zuvor gedacht wurde!“

 

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