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Datencluster - für die KMU!

Big Data - das kann und soll auch eine Chance für Klein- und Mittelbetriebe sein, erklärt SW-Chefredakteur Kurt Oberholzer.

„Big Data“ – das ist auch wieder so ein großes Wort aus dem bunten Bouquet an coolen Tech-Marketing-Begriffen, das ziemlich Eindruck macht. Es klingt nach fernem Silicon Valley, genialer Programmierkunst und Superrechnern. „Big Data“ vermittelt einen Nimbus des Unerreichbaren und einer nur den Großen der IT-Welt zugänglichen Sphäre, die ganz alleine damit Geld verdienen. Und viele in Europa denken bei Big Data vor allem an den Schutz vor der neuen Daten-Wirtschaft. Man darf sich von den großen Begriffen nicht die Pferde scheu machen lassen. Das Know-how, wie aus Datenhalden wertvolle Wissen-Nuggets zu schürfen sind, ist wie in anderen IT-Bereichen mittlerweile weltweit verteilt. Selbst die Software dafür ist frei verfügbar, wie die Datenforscher berichten. So kann man „Big Data“ seit einem Jahr immerhin in Salzburg studieren. Der Masterstudiengang, der viel Entwicklungspotenzial aufweist, nennt sich „Data Science“ und ist bisher in Österreich in dieser Form sogar einzigartig. Nebenbei bemerkt: Da ist Stadt und Land Salzburg, mit Unterstützung der Industrie, ein wirklicher Standortvorteil gelungen. Das Ziel der interdisziplinär arbeitenden Datenforscher, daraus einen maßgeblichen internationalen „Wissens-Hub“ für Data Science zu bauen, verdient jede Unterstützung. Salzburg benötigt für die digitale Transformation eindeutig mehr Fachkräfte und mehr zeitgemäßes Standortprofil, das wiederum Experten anzieht. 

Die ersten Praktikanten des Masterstudiengangs arbeiten bereits in Salzburgs Unternehmen, bekanntlich allesamt mittelständische Betriebe und nicht Großkonzerne. Sie haben erkannt, dass Daten heute ein Rohstoff geworden sind, der zu schade ist, um in der Cloud oder der Festplatte endgelagert zu werden. Arne Bathke, einer der führenden Köpfe im Bereich Data Science, betont sogar, dass Big Data ausdrücklich nicht den größeren Unternehmen vorbehalten ist, sondern sehr gut von Klein- und Mittelbetrieben genutzt werden kann – vorausgesetzt, man öffnet sich dem Thema. Und es stehen die Daten und das Wissen zu ihrer Nutzung zur Verfügung.

Doch muss der Einstieg in die höhere Datenbewirtschaftung nicht alleine erfolgen. In der Salzburger Wirtschaft wurden schon viele Kooperationsformen entwickelt: in der Weiterbildung von Mitarbeitern, in  bestimmten Technologiefeldern (Clustern), im Einkauf, im Marketing (Tourismus). Es wäre daher an der Zeit, auch einen Salzburger Daten-Cluster für KMU zu schaffen. So können auch die Kleinen in einem Feld mitmischen, dass nicht den Großen alleine gehören darf.