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Mehr als 10.000 Beratungen zur Corona-Kurzarbeit durchgeführt

Die Corona-Kurzarbeit ist eines der wichtigsten Instrumente zur Bewältigung der Corona-Krise. Der Bereich Sozial- und Arbeitsrecht in der WKS hat tausende Betriebe bei der Umsetzung des Kurzarbeitsmodells unterstützt.

Arbeits- und Sozialrecht
© WKS/wildbild Dieses Team berät bei sozial- oder arbeitsrechtlichen Fragen wie der Corona-Kurzarbeit (v. l.): Marianne Winklhofer, Mag. Christina Marx, Mag. Raphael Spitzer, Leiter Dr. Lorenz Huber, Dr. Ursula Michl-Schwertl, Jasmin Wimmer und Mag. Fabian Ennsmann.

Die Wucht, mit der die Coronapandemie Österreich und speziell die Wirtschaft getroffen hat, hat viele überrascht. Der Lockdown am 13. März hatte eine vorübergehende Einstellung des Kundenverkehrs in den meisten Geschäftslokalen des Handels- und Dienstleistungsbereiches sowie eine Totalsperre aller Gastro­nomiebetriebe zur Folge.

Ausweitung der Beratungszeiten

Die Wirtschaftskammer Salzburg hat deshalb in den ersten Wochen die telefonischen Beratungszeiten bis 19 Uhr ausgedehnt und ist auch am Wochenende für Fragen der Mitglieder zur Verfügung gestanden. „Die ersten Tage nach dem Lockdown waren ziemlich chaotisch. Viele Anrufer wollten von uns wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Leider hatte die Regierung zu diesem Zeitpunkt noch keine konkreten Hilfsmaßnahmen ausgearbeitet. Da war von unserem Team viel psychologisches Geschick gefordert“, erinnert sich Dr. Lorenz Huber, der Leiter des Bereiches Sozial- und Arbeitsrecht in der WKS. Die Sozialpartner präsentierten schließlich gemeinsam mit der Bundesregierung das Modell der Corona-Kurzarbeit, das einen erhöhten Beratungsbedarf zur Folge hatte. 

Vorprüfung der Sozialpartnervereinbarung

Da das Arbeitsmarkservice (AMS) von einem Tag auf den anderen mit Arbeitslosmeldungen regelrecht überschwemmt wurde, übernahm die WKS in enger Abstimmung mit dem AMS die Beratung zur Kurzarbeit und auch die Vorprüfung der Sozialpartnervereinbarungen. Dafür wurde zur Unterstützung eigens eine Taskforce mit fast 30 Mitarbeitern eingerichtet. Sie mussten prüfen, ob die Vereinbarungen korrekt und vollständig ausgefüllt sind. Somit konnten sie rascher freigegeben werden und die Zahlungen schneller an die Betriebe fließen. 4.000 Vereinbarungen wurden von den WKS-Mitarbeitern bearbeitet.

Am Höhepunkt – Ende Mai – waren im Bundesland Salzburg 102.000 Menschen in Kurzarbeit, insgesamt 11.000 Anträge wurden gestellt. „Die Richtlinie zur Corona-Kurzarbeit wurde allerdings mehrmals überarbeitet, was Beratern und Betrieben gleichermaßen ein erhöhtes Maß an Flexibilität abverlangte“, sagt Dr. Ursula Michl-Schwertl.

Die am häufigsten gestellten Fragen waren:

  • Wie kommt man bei der Abrechnung vom bisherigen Brutto- auf den richtigen Nettobezug
    Müssen etwa Zulagen oder Sachbezüge eingerechnet werden oder nicht?
  • Welches Arbeitszeitmodell soll gewählt werden?
  • Wann kommen die ersten Zahlungen vom AMS? 

Betriebe mit Arbeit der WKS sehr zufrieden

„Die Rückmeldungen der Betriebe zu unseren Beratungen waren und sind sehr positiv“, betont Huber. Voll des Lobes ist man etwa beim Familienunternehmen Glas + Metall Weiss­ofner in Schwarzach, bei dem 80 Mitarbeiter beschäftigt sind. „In diesen turbulenten Tagen war die Beratung durch das Team aus dem Bereich Sozial- und Arbeitsrecht sehr wichtig für uns. Wir haben das gesamte Unternehmen in Kurzarbeit gesetzt und sind zuversichtlich, demnächst wieder zur Vollauslastung zurückzukehren“, betont Firmenchef Claus Weissofner.

Die Artikel in der „Salzburger Wirtschaft“ sowie die Sondernewsletter der Wirtschaftskammer Salzburg seien grundsätzlich zwar auch sehr hilfreich gewesen, meint Sternbräuwirt Harald Kratzer, aber man habe darüber hinaus einige individuelle Fragen gehabt. „Wir hatten Fälle von Selbstkündigungen oder vorzeitigen Austritten, die wir mit den Experten zum Glück rasch klären konnten. Wir haben immer noch 100 Mitarbeiter in der Kurzarbeit und seit März niemand gekündigt. Für uns ist das ein sehr gutes Instrument, um unsere Fachkräfte zu halten“, ergänzt Kratzer.

Die Sozial- und Arbeitsrechtsexperten haben in den vergangenen Monaten aber nicht nur zur Corona-Kurzarbeit beraten. Neben den allgemeinen An­­fragen beschäftigen das Team vor allem Themen wie Risikogruppen, Dienstverhinderungen und in jüngster Zeit die Rückkehr von Auslandsreisen aus Risiko­gebieten.

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