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Wintersportregionen versprühen Zuversicht

Nach einer zähen Tauwetterphase ist in Salzburg der Winter wieder zurück. Vor allem für kurzfristige Gäste-Buchungen ist der frische Naturschnee ein emotionaler Entscheidungsturbo.

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© SLTG

16 Millionen Nächtigungen im Winter und 13,8 Millionen im Sommer, das sind die bisherigen Höchstwerte aus dem Jahr 2019 - also bevor den Tourismus die weltweite Corona-Pandemie bremste. Nachdem der vergangene Sommer der beste aller Zeiten war – mit fast 14 Millionen Nächtigungen – liegt es nun am Winter „nachzuziehen“. Die Stimmung in dieser Hinsicht ist in den Regionen positiv, wie ein Blick in einige Wintersportgemeinden zeigt.

„In Zauchensee konnten wir unseren Gästen immer eine geschlossene Schneedecke bieten und es herrschten auch in der Tauphase beste Pistenbedingungen“, sagt Veronika Scheffer von den Bergbahnen Zauchensee. Der frische Naturschnee sei aber natürlich sehr zu begrüßen und speziell für die allgemeine Stimmungslage gut. „Wir registrieren seit ein paar Tagen wieder verstärkte Zugriffe auf unsere Webcams und hoffen, mit unseren schönen Winterbildern möglichst viele Kurzentschlossene ins Skigebiet locken zu können. Vor allem Freerider würden jetzt beste Bedingungen vorfinden. Sehr zufrieden zeigt sich Scheffer auch mit dem abgelaufenen Weihnachtsgeschäft: „Unsere Gäste waren erstaunt, derart gute Verhältnisse im Skigebiet vorzufinden.“ Die Weihnachtswochen seien deshalb sehr erfolgreich verlaufen.

Auch für den weiteren Saisonverlauf ist Scheffer positiv gestimmt. „Wir müssen uns einmal vergegenwärtigen, wo wir im Vorjahr gestanden sind: Da gab es zu Weihnachten noch teils rigorose Corona-Einschränkungen wie die Quarantänepflicht für die Kinder unserer deutschen Gäste. Und eine weitere große Gästegruppe wie die Holländer konnte noch gar nicht kommen.“ So gesehen sei man sehr zufrieden, heuer einen derart ungehinderten und erfolgreichen Saisonstart hinlegen zu können. Für die Gesamtsaison ist Scheffer optimistisch, wieder an das hohe Niveau vor der Pandemie anschließen zu können.

Horrorszenarien medial aufgebauscht

Ähnlich äußert sich Thomas Wirnsperger vom Tourismusverband Großarltal: „Die Schneelage war bei uns immer gut und auf den höhergelegenen Pisten ging es auch in der wärmeren Phase perfekt zum Skifahren. Gott sei Dank glaubt der Großteil unserer Gäste mehr den Live-Webcams von der Piste als den Horrorszenarien, die in verschiedensten Medien gezeichnet werden!“ Für den traditionell schwächeren Jänner hofft er, dass der frische Schneefall ein Buchungstreiber für Kurzurlauber und Tagesgäste ist. „Ab Februar sind unsere Hotels dann wieder bestens ausgelastet“, unterstreicht Wirnsperger.

Über die Rückkehr zu alter Normalität freut sich Franz Naturner von Gasteinertal Tourismus: „Wir sind sehr froh, dass wir nach der schwierigen Corona-Zeit wieder zurück in der Normalität sind. Wir im Gasteinertal haben einen sehr entspannten Winter und sind sehr zuversichtlich, ein gutes Saisonergebnis schaffen zu können.“ Die Rückkehr des Winters sei laut Naturner vor allem für den skiaffinen Gast im Jänner und Februar wichtig. „Diese Gäste kommen hauptsächlich dann, wenn der Schnee und das winterliche Umfeld passen. Da können wir jetzt perfekte Bedingungen bieten.“

Zufrieden mit dem Saisonverlauf zeigt man sich auch im WM-Ort Saalbach-Hinterglemm. Hier haben sich rund um Weihnachten und Silvester tausende Wintersportler auf den Pisten getummelt, die Buchungslage ist bis weit in den März hinein hervorragend. Das bestätigt der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Wolfgang Breitfuß: „Wir hatten zu Weihnachten eine Auslastung von 98% und liegen bis in den März hinein praktisch durchgehend bei 80%.“ Die massiven Investitionen in die Qualität und in die technische Beschneiung würden sich bezahlt machen, die Stimmung im WM-Ort von 2025 sei hervorragend, so Breitfuß.

Salzburgs Skipräsident Bartl Gensbichler, der auch eine Skischule in Hinterglemm hat, bestätigt die Lust am Wintersport, die auch die Corona-Pandemie nicht stoppen konnte und kann. „Viele haben uns gesagt, nach der Pandemie wird nur mehr die Hälfte der Gäste kommen. Das Gegenteil ist der Fall. Man sieht es jeden Tag, welche Freude die Leute auf der Piste haben, der Ort ist praktisch ausgebucht und die meisten kommen wegen des Wintersports“, so Gensbichler. 

Hohe Wertschöpfung durch Tourismus

Über den guten Saisonverlauf freut sich auch Tourismusreferent Landeshauptmann Wilfried Haslauer: „Der Knick, den die weltweite Corona-Pandemie dem Wintertourismus versetzt hat, könnte in dieser laufenden Saison schon ausgeglichen werden. Es hat sich ausgezahlt, dass zum Beispiel die Bergbahnen auch während dieser Zeit großteils offengehalten haben, dass sich alle sehr bemüht haben, einen dennoch möglichst sicheren Urlaub zu ermöglichen. Das hat uns einen noch besseren Ruf als verlässliche Gastgeber eingebracht. Auch die unermüdlichen Investitionen in die Qualität machen sich bezahlt und die Region international konkurrenzfähig. Alles in allem höre ich aus den Tourismusgebieten, dass die Buchungslage sehr gut ist.“

Die Daten und Fakten der Salzburger Landesstatistik zeigen, dass die Nächtigungszahlen zwar wichtige Gradmesser sind, aber auch andere Parameter zuversichtlich stimmen. „Die Bruttowertschöpfung vor der Pandemie im Beherbergungs- und Gastronomiebereich betrug laut Statistik Austria 2,6 Mrd. € im Jahr 2018 und 2,7 Mrd. € 2019. Selbst im Jahr 2021 waren es trotz Corona 1,7 Mrd. €“, erläutert Gernot Filipp, Leiter der Landesstatistik. Ungefähr 10% des Bruttoregionalproduktes gehen auf das Konto des Tourismus, rund 38.000 Personen finden direkt im Tourismus Arbeit, „weit mehr in den Branchen, die indirekt davon abhängig sind“, so Filipp.

„Es gibt natürlich nicht nur die direkte Wertschöpfung und Effekte aus dem Tourismus, sondern auch die indirekten. Das Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO und die Statistik Austria haben berechnet: Im Jahr 2019 – das sind die aktuellsten Zahlen, die wir für Salzburg haben – lag der volkswirtschaftliche Anteil der direkten Wertschöpfung bei 12,2%. Beziehen wir die indirekte Wertschöpfung mit ein, sind es sogar 16,3%“, resümiert der Leiter der Landesstatistik.

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